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USA/ Washington DC: Falun Gong Praktizierender hält eine Ansprache bei der Versammlung der US Kongress-Menschenrechtsfraktion zum Thema Menschenrechte in China

Am 3. Juni 2004 hielt die Menschenrechtsfraktion des US Kongresses im Rayburn Bürohaus eine Informationsbesprechung über Chinas aktuelle Menschenrechtssituation ab. Der Falun Gong Praktizierende Erping Zhang, der zu dieser Besprechung eingeladen war, gab eine 7-minütige Rede über die Verfolgung von Falun Gong.

1.Erping Zhang, Vertreter der US Falun Gong Praktizierenden bei einem Medieninterview
2.Erping Zhang sagt bei dem Fraktionsgespräch aus

1.Besprechungsort
2.Kongressabgeordnete Lynn Woolsey, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses

Die zweiparteiische Menschenrechtsfraktion des Kongresses, die aus annähernd 200 Kongressmitgliedern besteht, hat sich zur Aufgabe gestellt, die weltweiten Menschenrechtsverletzungen in das allgemeine Bewusstsein zu rufen. Den stellvertretenden Vorsitz der Fraktion haben die beiden führenden Mitglieder des Komitees für Internationale Beziehungen des Repräsentantenhauses, die Abgeordneten Tom Lantos und Frank Wolf, inne. Den stellvertretenden Vorsitz der Fraktionsversammlung am 3. Juni führten die beiden Kongressabgeordneten Mark Steven Kirk und Lynn Woolsey. Auch der Kongressabgeordnete Lantos nahm an der Besprechung teil. Ein Vertreter des Außenministeriums, der Falun Gong Praktizierende Erping Zhang und Vertreter verschiedener Gruppen, welche die Verfolgung des chinesischen Regime erlebt hatten, sagten während der Besprechung als Zeugen aus.

Herr Zhang begann seine Rede, indem er die Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden durch die Jiang Gruppe in den vergangenen fünf Jahren beschrieb. Er sagte, dass bis heute immer noch mehr als 100.000 Falun Gong Praktizierende in Arbeitslagern, Gefängnissen und psychiatrischen Anstalten eingesperrt seien, weil sie ihren Glauben an Falun Gong nicht aufgeben. 108 Falun Gong Praktizierende wurden zu Gefängnisstrafen von 5 bis 13 Jahren verurteilt, weil sie das Internet nutzten, um die Wahrheit der Verfolgung aufzudecken. 20 Praktizierende unter ihnen sind Professoren oder Universitätsabsolventen. Mindestens 968 Falun Gong Praktizierende sind bisher zu Tode gefoltert worden, davon wurden in diesem Jahr mehr als 50 Fälle aufgedeckt. Wegen der intensiven Informationsblockade wird eine deutlich höhere tatsächliche Todesanzahl vermutet. Er schilderte insbesondere die Fälle von Xu Jinzhi, einer 56-jährigen Praktizierenden, die am vergangenen Dienstag in Polizeigewahrsam starb, und von Wei Xingyan, eine Absolventin der Chongqing Universität, die im vergangenen Jahr von der Polizei öffentlich vergewaltigt wurde. Indessen, betonte Mr. Zhang, seien die psychische Folter und die Gehirnwäschen, die den Praktizierenden auferlegt werden, schmerzhafter als die körperlichen Misshandlungen.

Erping Zhang informierte die Mitglieder der Fraktion und die bei der Versammlung anwesenden Gäste über das gerichtliche Verfahren in der Klage gegen Jiang Zemin. Herr Zhang wies auf, dass Jiang der Haupttäter der Verfolgung von Falun Gong ist und dass Jiang die Verfolgung persönlich sorgfältig organisiert hat, was nicht dem Willen der chinesischen Regierung entsprach. Deshalb darf Jiang nicht von der Verantwortung befreit werden.

Berichten zufolge hat die Klage Jiang in panische Angst versetzt, weshalb er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die US-Regierung unter Druck setzt, damit sie diese Klage ablehnen. Herr Zhang wies darauf hin, dass diese Klage für die US Regierungsbeamten, die Gesetzgeber und die Richter eine Prüfung auf die Verbindlichkeit ihres Engagements für die Gerechtigkeit darstelle. Er fügte außerdem hinzu, dass diese Klage sowie weitere Klagen, die in anderen Ländern gegen die verantwortlichen chinesischen Beamten eingereicht worden sind, einen sehr positiven Einfluss auf die Personen haben, die an der Verfolgung beteiligt sind, weil sie dadurch gezwungen sind, ihre eigene Zukunft zu überdenken. Eine Ablehnung dieser Klage würde die Verfolger ermutigen, unbekümmert so weiterzumachen.

In bezug auf Jiangs Völkermordverbrechen äußerte sich Herr Zhang in seiner Rede, dass die Bedingungen eines Völkermordes nicht von der Anzahl der Opfer abhängen, sondern von der Absicht, eine Menschengruppe auszulöschen und den systematischen Bemühungen, dies auszuführen. Dabei betonte er, dass diese Verfolgung äußerst systematisch und gut geplant war. Ganz zu Beginn der Verfolgung gründete und entwickelte Jiang nach und nach ein riesiges Netzwerk, das die Medien und das öffentliche Sicherheitssystem einschließt, um seine Verfolgungsstrategie in Gang zu setzen. Folglich kann niemand ein offensichtliches Problem an der Oberfläche der chinesischen Gesellschaft erkennen, obwohl in Wirklichkeit viele Millionen ihrer grundlegenden Menschenrechte beraubt wurden. In China sind nur ganz wenige Menschen vor den Auswirkungen der Verfolgung gefeit, während diese Verfolgung, die auf das fundamentale Gewissen der Menschen abzielt, die Verdorbenheit und den moralischen Verfall der chinesischen Gesellschaft vorangetrieben hat. Herr Zhang erklärte: „Wir hoffen, das jeder Chinese erkennen kann, dass das Falun Gong Problem jeden betrifft, weil es nicht nur die grundlegenden Menschenrechte berührt, die in der chinesischen Verfassung verankert sind, sondern weil es auch eine Frage der Moral und des Gewissens ist.“

Erping Zhang sprach auch über die Situation des amerikanischen Staatsbürgers Charles Lee, der zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er vorhatte, den Menschen in China die Wahrheit der Verfolgung von Falun Gong darzulegen. Amerikanische Konsulatsbeamten in Shanghai berichteten, dass Charles geprügelt, zur Teilnahme an Gehirnwäschekursen und zu Sklavenarbeit gezwungen wird.

Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktionsversammlung, Abgeordnete Mark Steven Kirk, fragte den Vertreter des Außenministeriums nach Charles Lees derzeitiger Situation, nach seinem Gesundheitszustand, den Bedingungen im Gefängnis und ob er regelmäßig von den US Beamten besucht werden würde. Der Vertreter des Außenministeriums Liz Dugan erklärte, dass die Anschuldigungen gegen Charles Lee unbegründet seien. Der Abgeordnete Kirk sprach seine Hoffnung über einen baldigen Mediendurchbruch aus, um mehr Nachrichten über die Lage von Charles Lee zu erhalten. Er sagte auch, dass der Kongress die Verantwortung habe, China bei der Verbesserung seiner Menschenrechtslage zu helfen, bevor Peking die Olympischen Spiele veranstaltet.

Die Abgeordnete Lynn Woolsey, auch stellvertretender Vorsitzende, sagte, dass das Falun Gong Problem ein Prüfstein für die Menschenrechte in China dargestellt habe.

Herr Zhang drückte in seiner Ansprache die Hoffnung dafür aus, dass der US Kongress die gemeinsame Resolution Nr. 304 verabschieden würde, die die Verfolgung der chinesischen Regierung, und ausdrücklich die Ausweitung der Verfolgung auf amerikanischen Boden verurteilt.

„Wie schwierig es auch sein mag, wie es auch immer ausgehen mag, jemand der für die Gerechtigkeit aufstehen kann, bringt der Welt Licht und Ermutigung. Dies ist für uns die beste Methode, das Böse und die Dunkelheit zu besiegen.“ sagte Herr Zhang abschließend.

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