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Geschichten aus alter Zeit: Warum man nicht alles gleich weiter sagen darf, ohne vorher zu überlegen

Han Shaohou war in der chinesischen Geschichte der König eines Staates. Er achtete nie darauf, was er redete, so verriet er ab und zu unbewusst staatliche Geheimnisse, so dass manche wohldurchdachten Pläne des Staates, nicht vollständig in die Tat umgesetzt werden konnten. Alle Minister zerbrachen sich den Kopf darüber, wie sie König Han Shaohou seine Schwäche aufzeigen könnten.

Herr Tang Xigong war ein intelligenter Mensch und er ging freiwillig zu König Han, um ihn auf seine Schwäche hinzuweisen. Dabei sagte Herr Tang zum König: „Angenommen, es gäbe eine Vase aus Jade, aber sie hat keinen Boden. Kann man in diese wertvolle Vase Wasser füllen?“ König Han antwortete: „Nein.“ Herr Tang sagte weiter: „Es gibt eine Tonvase, die nicht viel Wert ist, dafür aber ganz dicht. Was meinen Sie, kann man in diese Tonvase Wein füllen?“ Der König antwortete: „Ja, das würde gehen.“

Daraufhin sagte Herr Tang weiter: „Also, ein Tongefäß, das zwar nicht wertvoll, aber dafür dicht ist, kann man mit Wein füllen; während man in eine Jadevase, die zwar wertvoll ist, aber keinen Boden hat, keine Flüssigkeit füllen kann. Dieser Grundsatz gilt auch für Menschen. Wenn ein König, eine sehr wichtige Person eines Staates, bei Gesprächen häufig staatliche Geheimnisse verrät, ist er dann nicht wie die Jadevase, die keinen Boden hat? Auch wenn der König viele intelligente Minister um sich hat, er aber immer wieder die staatlichen Geheimnisse verrät, so dass seine Pläne für die Verwaltung nicht durchgeführt werden können, kann er dann seine Fähigkeiten auch nicht entfalten und seine Strategie nicht verwirklichen.“

Dem König wurde es durch die Rede von Herrn Tang klar. Er nickte mit dem Kopf und sagte: „Du hast Recht. Du hast wirklich Recht.“ Von da an sprach Han Shaohou mit den Ministern sehr vorsichtig über wichtige Angelegenheiten des Staates und die Planungen des Königs blieben geheim. Zum Schluss schlief er sogar allein, um zu vermeiden, dass er im Traum etwas Wichtiges verraten würde. Damit sicherte er von nun an ab, dass alle wichtigen Angelegenheiten des Staates nicht vorher bekannt wurden.

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