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Geschichten aus dem Alten China: Zhou Wen Wang’s Tugendhaftigkeit

Zhou Wen Wang (1) (zwischen 1148 v. Chr. und 1051 v. Chr.) war ein tugendhafter Herzog, der am Ende der Shang Dynastie (1600 v. Chr. bis 1046 v .Chr.) lebte. Seine Mutter, Tai Ren, war eine würdevolle, respektvolle und religiöse Frau. Wen Wang erinnerte sich an seine Vorfahren. Er besaß die Tugendhaftigkeit und Barmherzigkeit, gleich der tugendhaften Menschen in der Vergangenheit. Er folgte stets dem Rat seiner Vorfahren. Unermüdlich und fleißig verwaltete er das Königreich Zhou und war niemals auch nur ein wenig nachlässig dabei.

Wen Wang regierte über viele edle Adlige. Er machte dabei auch keine Unterschiede, sondern richtete sich stets nach dem Gesetz. Auch wenn seine eigenen Brüder oder Cousins gegen das Gesetz verstießen, verurteilte er sie gemäß der geltenden Rechtsprechung. Aus diesem Grund war es in seinem Königreich sehr friedlich.

Wen Wang besaß ein sanftes Gemüt, er war pietätvoll und weise. Er behandelte Ältere mit Respekt, Verständnis und Höflichkeit, während er seinen Brüdern gegenüber bescheiden war. Wenn Zeremonien im Tempel abgehalten wurde, achtete er auf eine respektvolle, bescheidende, heilige und saubere Haltung. An öffentlichen Plätzen achtete er stets auf eine würdevolle Erscheinung und war anderen gegenüber freundlich gesonnen. Auch wenn er allein war, vergaß er nicht, auf sich selbst zu schauen: unaufhörlich achtete er darauf, dass sein Verhalten seiner Tugendhaftigkeit angemessen war, er traute sich nicht, nur ein wenig nachzulassen.

Wenn Wen Wang positive Anregungen zum Wohle des Volkes hörte, nahm er diese an und setzte sie in die Tat um. Wenn er aufrichtige Kritik oder Ratschläge vernahm, konnte er das ohne weiteres akzeptieren, sich das zu Herzen nehmen und danach handeln. Im gleichen Maße, wie sich das Herz der Menschen dem Guten zuwandte, ereigneten sich im Königreich immer weniger Katastrophen. Es gab kaum noch Leid oder Epidemien.

Seine Söhne und Enkel ließ Wen Wang von tugendhaften Menschen unterrichten. Zu dieser Zeit besaßen alle Erwachsenen eine hohe Moral und auch die Jugendlichen besaßen viel Tugend. Das war unter anderem auch Wen Wangs Verdienst, denn er ermutigte und unterrichtete talentierte Menschen. Heilige und gute Menschen in alten Zeiten sagten und taten auch nichts Unmoralisches. Sie suchten die besonders tugendhaften Menschen, bildeten sie aus und stellten sie ein.

Aus diesen Gründen war es im Zhou Königreich immer friedvoll und die Menschen waren sicher, reich und zufrieden.

Aus dem „Buch der Oden” 2

Anmerkung:

1. Zhou Wen Wang, sein wirklicher Name war Ji Chang, war Herzog des Zhou Königreiches in der Shang Dynastie. Ji Changs Sohn ermordete Shang Zhou, den letzten und einer der liederlichsten und grausamsten Kaiser in der Shang Dynastie. Danach errichtete er die Zhou Dynastie (von ca. 1046 v. Chr. bis 256 v. Chr.). Er verlieh Ji Chang den Ehrentitel, Zhou Wen Wang, was soviel heißt wie Zhou Wen, der Kaiser.

2. „Buch der Oden” ist die erste große Sammlung chinesischer Gedichte. Es beinhaltet 305 Gedichte. Einige der Gedichte wurden schätzungsweise 1000 v. Chr. geschrieben.

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