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Wie ich durch die Wahrheit erwachte

Meine beiden Nachbarn sind Falun Gong-Praktizierende. Seit dem Tag im Jahre 1999, an dem Falun Gong verboten wurde, bedrängte sie die Polizei unaufhörlich, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben. Einer ging nach Peking, wurde verhaftet und für einen Monat gefangen gehalten. Er wurde erst entlassen, nachdem die Polizei 10.000 Yuan von seinem Arbeitgeber und 5.000 Yuan von seiner Familie erpresst hatte.

Wieder zurück, war sein Körper durch die schrecklichen Folterungen, die er erlitten hatte, sehr deformiert. Ich fragte ihn: „Warum hatten sie dich verhaftet?“ Er antwortete in ruhiger Art und Weise: „Weil Falun Dafa so wunderbar ist. Es heilte alle meine Krankheiten, für die ich lange Zeit eine Behandlungsmethode gesucht hatte. Das wollte ich der Kommunistischen Partei sagen, nur diese Tatsache und die Wahrheit, dass Falun Dafa gut ist!“

Nur weil er standhaft in seinem Glauben war, sah ich in den vergangen Jahren, wie ihn Agenten des Büro 610 und die Polizei am Neujahrstag und bei anderen Festlichkeiten verfolgten. Innerhalb von sechs Monaten wurde seine Wohnung dreimal durchsucht. Die verdorbenen Beamten durchstöberten die gesamte Wohnung, fanden aber nichts Verdächtiges.

Meine anderen Nachbarn sind ein verheiratetes Paar und schon über 60 Jahre alt. Die ältere Dame war schlank und in guter Verfassung. Weil sie Falun Gong praktizierte, sah ich sie nie an Fieber, Erkältung oder anderen Krankheiten leiden. Sie war jedem gegenüber sehr freundlich. Eines Tages verteilte sie Informationsmaterialien über die wahren Umstände der Verfolgung, um den Menschen zu helfen, die Wahrheit über Falun Gong zu erfahren. Dabei wurde sie verhaftet und zu drei Jahren Arbeitslager verurteilt. Ihr Ehemann wurde zur Polizeistation zitiert und fand heraus, dass sie dort brutal geschlagen worden war. Die Beamten wollten von ihm wissen, woher die Informationsmaterialien zur Erklärung der wahren Umstände stammten. Um die Mitpraktizierenden zu schützen, sagte er jedoch kein Wort. Deshalb folterten sie ihn fast zu Tode. Um jedoch nicht für seinen Tod verantwortlich zu sein, brachte ihn die Polizei nach Hause zurück. Nachdem er zu Hause war, gab es niemanden, der sich um ihn kümmerte, und wegen der vielen brutalen Schläge konnte er nicht mehr alleine aufstehen, um sich selbst zu versorgen. Deshalb starb er kurz nach seiner Freilassung. Ich wurde Zeuge, wie eine glückliche Familie auseinander gerissen wurde.

Wegen der Angst, die durch die ungezügelte Verfolgung durch die Beamten der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) während der letzten paar Jahre entstanden war, riskierten die Menschen, die nichts über Falun Gong wussten, nicht mehr, mit meinen beiden Nachbarn zu sprechen. Sie befürchteten, ebenso darin verwickelt zu werden und dadurch auch Opfer der KPCh zu werden. Ich wusste jedoch, dass meine Nachbarn herzensgute Menschen waren; deshalb wurde ich ihr Freund.

Später lasen wir Flyer, die über die wahren Umstände der Verfolgung informierten und die überall in unserem Gebiet verteilt wurden. Allmählich verstanden wir, dass die Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking eine Inszenierung der KPCh war, um Falun Gong zu verleumden. Die KPCh fabrizierte solche Lügen, um das chinesische Volk zu täuschen. Wir erfuhren auch, dass Falun Dafa bereits in über 80 Ländern verbreitet ist und von den Menschen auf der ganzen Welt gerne angenommen wurde. In China jedoch wurden viele Praktizierende verhaftet, brutal geschlagen, zu Gefängnisstrafen verurteilt und was noch schlimmer ist, ermordet. Das Schrecklichste all dessen ist jedoch, dass die KPCh Organraub an lebenden Praktizierenden verübt und diese für riesige Gewinne im In- und Ausland verkauft.

Falun Gong wird sehr ernsthaft verfolgt. Daraus ergibt sich die Frage, wer den Praktizierenden Geld gibt, um die Informationsmaterialien herzustellen? Wer hilft ihnen? Aus reiner Neugier ging ich oft zur Wohnung meiner Nachbarn, um dort Antworten zu finden. Anfangs sagten sie mir nichts darüber. Später, als er mir vertraute, sagte er, dass die Praktizierenden das aus ihrem eigenen Einkommen und von ihrem Gesparten bezahlen würden. Er sagte mir, dass sie nur das getan hätten, was sie tun sollten, und erzählte mir auch, dass es die Praktizierenden aus Übersee viel besser machen würden. Als ich weiter danach fragte, erzählte er noch, dass er Geld von seinem kleinen Einkommen sparen würde, um Informationsmaterialien über die wahren Umstände drucken zu können. Er erzählte mir verschiedene Geschichten. Da gab es zwei Schwestern, die Falun Gong praktizierten. Als das Regime der KPCh begann, Falun Gong zu verfolgen, verkauften sie ihr Haus und verwendeten das gesamte Geld aus dem Verkauf, um die Wahrheit zu verbreiten. Da war ein junger Praktizierender namens Chunchun, der erst 9 Jahre alt war. Am chinesischen Neujahr gaben ihm seine Großeltern 100 Yuan und seine Mutter 20 Yuan. Er gab seine gesamten 120 Yuan für die Herstellung von Informationsmaterialien her. Ein älteres Ehepaar gab früher sehr viel Geld für Medizin aus. Seitdem sie jetzt sehr gesund sind und keine Medizin mehr benötigen, nutzen sie ihr gesamtes Geld für die Erklärung der wahren Umstände.

Mein Nachbar erzählte auch, dass er – relativ betrachtet – etwas mehr Geld als andere Praktizierende hätte, doch er spart jeden Cent, wann immer es auch möglich sei. In all den Jahren hat er sich nie neue Kleidung gekauft und er versucht, so wenig wie möglich für Nahrungsmittel auszugeben. Und obwohl er jetzt viel dünner war, befand er sich in sehr guter Verfassung. Eines Tages, als er nach Hause wollte, ging er eine weite Strecke zu Fuß und nahm kein öffentliches Verkehrsmittel, um 10 Yuan zu sparen. Er hatte eine Brandblase am Fuß, aber das bereitete im keine Sorgen.

Die Praktizierenden helfen sich immer gegenseitig. Als meine andere Nachbarin, die für drei Jahre im Zwangsarbeitslager inhaftiert war, zurück nach Hause kam, hatte sie kein Einkommen, da ihr Ehemann gestorben war. Die Mitpraktizierenden aus ihrer Umgebung gaben ihr 500 Yuan, damit sie die Lebenshaltungskosten decken konnte. Sie wollte das Geld jedoch nicht annehmen. Doch da die Praktizierenden das Geld nicht zurücknahmen, gab sie alles für die Herstellung von Informationsmaterialien zur Erklärung der Wahrheit aus. Sie lebte von weggeworfenem Gemüse vom Gemüsemarkt. Sie sagte, ihr Leiden wäre gar nichts im Gegensatz zu dem, was der Meister für die Lebewesen über die vergangen Jahre ertragen musste.

Die bösartige Partei verfolgt Falun Gong nun seit über sieben Jahren. Und doch kann man überall Informationsmaterialien finden. Weil ich mehr Fragen hatte, ging ich nochmals zu meinem Nachbarn. Ich fragte ihn, warum Praktizierende unaufgefordert ihr Geld benutzen würden, um Informationsmaterialien zu drucken, besonders da sie selbst nicht viel haben? Warum praktizieren sie nicht einfach zu Hause? Das wäre viel sicherer und würde auch viel Geld sparen. Er antwortete mir, dass dieser Gedanke in der Praxis nicht funktionieren würde: „Wir leben heute nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere. Der Meister bat uns, barmherzig zu sein und den Menschen die Tatsachen zu berichten, so dass wir sie retten können, bevor das Unglück herunterkommt. Besonders jetzt erklären wir die wahren Geschehnisse und treiben die „drei Austritte“* voran, so dass die Menschen die Gelegenheit haben, eine wunderbare Zukunft für sich zu wählen.

Ich fragte ihn auch: „Hast du keine Angst, besonders weil die Verfolgung so ernst ist?“ Er antwortete: „Es gibt nichts, wovor man Angst haben müsste, da wir das Heiligste und Aufrichtigste tun, das es gibt. Was wir tun, sind die Dinge, vor denen die bösartigen Mächte die größte Angst haben. Sie fürchten sich vor der Gerechtigkeit, der Wahrheit und dass sich Falun Dafa weit und breit ausdehnt. Deshalb verfolgen sie Praktizierende nur aus ihrem eigenen egoistischen Interesse heraus.“

Das stimmt. Obwohl Praktizierende so schrecklich gefoltert werden, denken sie immer noch an andere und folgen dem Meister, um Lebewesen zu erretten. Obwohl die Praktizierenden nicht wohlhabend sind, verwenden sie dennoch das wenige Geld, das sie haben, um die Wahrheit zu erklären. Die korrupten kommunistischen Beamten haben sehr viel Geld, aber sie geben es nur zum eigenen Vergnügen aus. Welch ein extremer Gegensatz! All diese Tatsachen halfen mir zu verstehen, dass sich die Praktizierenden in China wie Lotusblumen aus dem Schlamm erheben – makellos.

Ich hatte großes Glück, dass ich sie kennen lernen durfte. Jetzt lese ich auch das Buch „Zhuan Falun“. Ich muss herausfinden, was ich am meisten in meinem Leben brauche.

* 3 Austritte: Austritt aus der KPCh, der Jugendliga und den jungen Pionieren

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