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Alte Kultivierungsgeschichten: Der sagenhafte Bukong

Shi Bukong’s Name heißt im Sanskrit Amoghavajra, was Vajra, oder Diamant bedeutet. Er entstammte einer Brahmanenfamilie im nördlichen Indien. Seine Eltern starben schon, als er noch sehr jung war und so reiste er mit seinem Onkel viel herum. Bukong wurde im Alter von 15 Jahren Schüler von Varjabodhi und er begann, die buddhistischen Sutren in der Sprache Sanskrit zu studieren. Als er diese beherrschte, fuhren er und seine Mitpraktizierenden Sheguang, Huibian und andere, insgesamt 21 Personen, auf einem Handelsschiff durch das chinesische Meer, um nach China zu gehen.

Als das Schiff die Küste von Helin (heute bekannt als Insel Java) erreichte, trafen sie auf einen heftigen Sturm. Die Händler waren sehr verängstigt und alle begannen Beschwörungen aus ihren Heimatländern zu rezitieren. Doch keine von ihnen zeigte irgendeine Wirkung. Sie knieten alle nieder und beteten den Himmel an und baten um den Segen des Himmels. Huibian und die anderen Mönche fingen auch zu jammern an. Bukong sagte: „Ich habe die Sutren, so braucht Ihr Euch keine Sorgen zu machen.“

Er stand dann am Bug des Schiffes mit einem Bodhi Vajra mit fünf Rasseln (einst eine Art Waffe in Indien; später ein buddhistisches Instrument) in seiner rechten Hand, das Herz-Sutra in seiner linken und rezitierte eine Weile das Mahapratisara. Bald darauf legte sich der Sturm. Nach einiger Zeit schwammen einige extrem große Wale an die Wasseroberfläche und bliesen Wasser, so hoch wie Berge aus. Diese Situation war noch gefährlicher als der Sturm. Die Händler bettelten Bukong an, seine Kräfte einzusetzen. Bukong sagte zu Huibian, er solle das Shajie Drachenkönig Sutra rezitieren und schon bald verschwanden die Wale.

Als das Schiff das Land der Löwen, nahe dem heutigen Sri Lanka, erreichte, entsandte der König Menschen, um Bukong willkommen zu heißen und tat alles in seinen Kräften stehende, um Bukong mit Nahrung und allem, was er brauchte, zu versorgen. An einem späteren Tag veranstaltete der König eine Vorführung, bei der Elefanten miteinander kämpften. Plötzlich drehten die Elefanten durch und begannen wie verrückt auf der Straße herumzulaufen. Jedermann hielt sich abseits und fürchtete sich, dem Geschehen nahe zu kommen. Bukong stand auf der Straße und machte Handgesten und murmelte Beschwörungen. Die Elefanten fingen an zu torkeln und fielen übereinander liegend auf den Boden. Die Menschen im ganzen Lande waren beeindruckt und nannten Bukong einen gottgleichen Menschen.

Bukong und die Anderen gingen dann nach Indien. Wiederholt erschienen Glückszeichen. Im fünften Jahr von Tianbao (746 n. Chr.) kam Bukong in Chang-an an, welches die Hauptstadt des damaligen Chinas war. Es war inmitten einer großen Dürre und es gab absolut keinen Regen. Der Tang Kaiser Xuanzong schickte ein kaiserliches Dekret, welches Bukong anwies, um Regen zu beten. Er forderte auch, dass dies sehr bald geschehen müsse und auch die Menge müsse genau die Richtige sein. Bukong errichtete einen Gebetsaltar. Er begab sich zu ihm, drehte die „göttlichen Holzperlen“, während er die Beschwörungen rezitierte. Innerhalb von drei Tagen kam der Regen – genau zur rechten Zeit.

Kaiser Xuanzong war sehr glücklich und belohnte ihn mit einem purpurnen Cassock (Mönchsgewand). Doch am nächsten Tag begann ein kräftiger Wind zu blasen. Wieder sandte der Kaiser ein kaiserliches Dekret und forderte Bukong auf, den Wind zu stoppen. Bukong stellte einen silbernen Krug auf die Spitze des Altars und benutzte spezielle Wege, um die Kraft zu verstärken. Sehr bald hörte der Wind auf zu wehen. Plötzlich rannte eine Gans herein und stieß den Krug um. Der Wind begann wieder zu wehen. Bukong hielt den Krug hoch und der Wind hörte wieder auf. Kaiser Xuanzong verlieh daraufhin Bukong den Namen „Zhi-Zang“ (Zhi bedeutet „Weisheit“ und Zang ist eine generelle Bezeichnung für buddhistische Schriften).

Im achten Jahr von Tianbao (749 n. Chr.), erteilte Kaiser Xuanzong, Bukong die Erlaubnis, in sein Heimatland zurückzukehren. Doch als Bukong dabei war, in der Provinz Nanhai an Bord eines Schiffes zu gehen, gab es ein kaiserliches Dekret, das ihn aufforderte, zu bleiben. Während des ersten Jahres von Zhide (756 n. Chr.), nahm Kaiser Xuanzong Zuflucht in Lingwu und Fengxiang. Bukong folgte und beschützte ihn. Kaiser Suzong sandte auch Botschafter, um Bukong in Sachen, die ihn betrafen, zu befragen.

Nach dem Vorfall von An und Shi, bestieg Kaiser Suzong den Thron und Kaiser Daizong nach ihm. Beide Kaiser behandelten Bukong sehr höflich. Während der Periode von Kaiser Daizong gab es wieder eine große Dürre und Bukong wurde nochmals beauftragt, um Regen zu beten. Der Kaiser sagte auch: „Wenn es innerhalb von drei Tagen regnet, ist es die übernatürliche Kraft des Mönchs; wenn es erst nach drei Tagen regnet, geschieht das einfach aus spontanen Gründen der Natur.“ Bukong akzeptierte das kaiserliche Dekret und baute einen Altar. Am nächsten Tag regnete es heftig.

Ein weiteres Jahr verging und es gab abermals eine große Dürre. Ein Regierungsbeamter aus der Hauptstadt Xiao Xin kam, um Bukong aufzusuchen und fragte ihn, ob er einen Altar errichten und um Regen beten könne. Bukong wies seine Schüler an, ein Stück Birkenrinde zu holen. Diese war etwa einen Fuß lang. Bukong zeichnete einen kleinen Drachen darauf und stellte die Rinde vor ein Räuchergefäß und einen Wasserbehälter. Bukong rezitierte Beschwörungsformeln auf den Drachen.

Etwa nach der Essenzeit, übergab Bukong die Rinde an Xiao Xin, sagte ihm, sie in den Qu Fluss zu werfen und dann sofort zurückzukommen. Xiao Xin tat dies gemäß den Anweisungen. Bald nachdem er die Rinde in den Fluss geworfen hatte, erhob sich ein 1 Fuß langer weißer Drache aus dem Wasser und wurde bald auf über zehn Meter groß. Xiao Xin ritt auf seinem Pferd zurück und als sein Pferd erst ein paar Dutzend Schritte gegangen war, verdunkelte sich der Himmel und es fing sehr heftig an zu regnen.

Auf dem Berg Beimang gab es eine riesige Schlange. Holzfäller erblickten sie oft. Der Kopf der Schlange war so groß wie ein kleiner Hügel und oft kam sie des Nachts heraus, um an der Luft zu atmen, wobei der Tau sich auflöste. Einmal verwandelte sie sich in einen Menschen, um Bukong aufzusuchen. Sie sagte: „Ich erhielt negative Vergeltung. Könntest Du mich retten? Andernfalls werde ich die Stadt Luoyang überfluten, um meinen Hass zu befriedigen.“

Bukong weihte sie in das Mönchstum ein und lehrte sie die Prinzipien von Ursache und Wirkung. Bukong erzählte ihr: „Du erhieltest diese Vergeltung, weil dein Hass zu stark ist. Wenn du deinen Hass nicht ablegst, kann ich dir überhaupt nicht helfen. Du musst diesen Körper aufgeben.“ Einige Tage danach, entdeckten einige Holzfäller die riesengroße Schlange tot in einer Höhle. Die Menschen rochen sie meilenweit.

Während der Jahre von Yongqin (765 – 766 n. Chr.), legte sich Bukong eines Tages nach einem Regen, mit seinem Kopf nach Osten gerichtet, hin und starb in der Position eines Buddhisten. Nachdem sein Körper eingeäschert worden war, erhielten seine Schüler einige hundert Relikte (oder Sarira auf Sanskrit). Sein Totenschädel wollte nicht brennen und es gab ein großes Relikt (Sarira) im Inneren, das nur von Zeit zu Zeit zu sehen war.

Aus den Legenden heiliger Mönche, Band 8

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