Geschichten aus alter Zeit: Krankheit kann nicht in eine rechtschaffene Person eindringen

Zhang Tinyu aus der Qing Dynastie (1616-1911 A. D.) sagte einst: „Alles in der Welt ist eine Folge des Schicksals. Niemand kann seiner Bestimmung entgehen. Jeder Mensch hat eine vorherbestimmte Lebenszeit und die Medizin kann nicht irgendeine Lebenszeit ändern“. Warum machte Zhang Tinyu so eine Bemerkung? Hier ist die Geschichte:

Ein Mann namens Gu Yongshan bekam einst einen schlimmen Abszess auf seinem Rücken, der ihm eine Menge Schmerzen bereitete. Er ließ viele berühmte Mediziner kommen und gab eine Menge Geld aus, bevor er schließlich geheilt war. Während er unter dem Abszess gelitten hatte, litt ein bettelarmer Nachbar von ihm exakt unter den gleichen Symptomen. Jedoch konnte sich der Nachbar keinerlei medizinische Behandlung leisten. Er aß jeden Tag nur einen dünnen Reisbrei, jedoch verschwand der Abszess bei ihm von alleine.[ Anm.: Die Chinesen verwenden für gewöhnlich Reisbrei als sanfte Diät statt gekochtem Reis, wenn sie krank sind.]

Als Zhang Tinyi ihre Geschichte hörte, begann er den Willen der Gottheiten anzuerkennen. „ Es beweist, dass jeder sein Schicksal erleiden wird, mit oder ohne Medizin“.

II. Einst gab es in China einen Mann namens Yu Yan. Er hatte drei ältere Brüder. Eine Seuche brach in seiner Heimatstadt aus. Zwei seiner älteren Brüder starben an der Seuche, und der dritte war auch infiziert worden und befand sich in kritischem Zustand. Seine Eltern und die jüngeren Brüder beschlossen, aus der Gegend zu fliehen, bis die Plage vorbei sei. Yu Yan beschloss zu Hause zu bleiben und sich um seine kranken Brüder zu kümmern. Seine Mutter versuchte intensiv in davon abzubringen und sein Vater befahl ihm, zu gehorchen, aber Yu Yan antwortete: „Ich habe eine kräftige Verfassung, deshalb sollte ich also dableiben und nach meinem Bruder schauen. Ihr könnt gehen, wenn ihr möchtet“. So blieb er also zu Hause und kümmerte sich Tag und Nacht um seinen älteren Bruder.

Yu’s Familie kehrte nach wenigen Monaten zum Dorf zurück, nachdem die Seuche zurückgegangen war. Sie waren sehr schockiert, als sie sahen, dass es Yu Yuan’s älterem Bruder besser ging und Yu Yuan sich in einem perfekten Gesundheitszustand befand und völlig immun gegen die Seuche gewesen war.

Als die älteren Leute von dem Geschehen hörten, waren sie sehr von Yu Yuan’s moralischer Einstellung beeindruckt. Und sagten, „dieses Kindes hat eine sehr hohe Moral. Es ist tatsächlich wahr, dass es in den schwierigsten Situationen die wahre Natur eines Menschen gezeigt hat. Er ist wirklich bewundernswert.“ Die Leute des Dorfes lernten etwas Bedeutendes aus Yu Yan’s Geschichte: Krankheit kann in einen rechtschaffenen Menschen nicht eindringen.

III.
Während der 5 Jahrzehnte von 541 bis 591 A. D. wurde das Römische Imperium von vier großen Seuchen attackiert, durch die ein großer Teil der Bevölkerung umkam. Die Ärzte jener Zeit waren nicht imstande, die Seuchen zu identifizieren und zu bekämpfen. Aber Geschichtsschreiber haben die Symptome der Infektionen festgehalten. Gemäß einiger dieser Aufzeichnungen begann die Infektion mit Symptomen im Kopf. Die Augen verfärbten sich rot und das Gesicht schwoll an. Als nächstes bekamen sie Schmerzen in der Kehle. Dann starben sie. Die Leistengegend einiger Patienten war infiziert und vereitert. Die Infektion verursachte hohes Fieber und diese Leute starben in wenigen Tagen. Die toten Körper stapelten sich in den Straßen. Niemand begrub sie. Rom wurde zu einer Geisterstadt.

In Konstantinopel starben zahllose Menschen an der Seuche. Tote Körper stapelten sich in den Straßen, niemand sammelte sie ein. Die ganze Statd war in einen fürchterlichen Gestank eingehüllt.

Einige Menschen schienen jedoch gegen die vier großen Seuchen Roms immun zu sein. Gemäß den Aufzeichnungen der Geschichtsschreiber wurden die Seuchen aus verschiedenen Regionen herbeigeführt. Einige Menschen lebten unter den Kranken und hatten körperlichen Kontakt mit ihnen, jedoch waren sie völlig immun gegen die Seuche. Einige, die alle ihre Familienmitglieder verloren hatten, umarmten die toten Körper ihrer geliebten Angehörigen und hofften sie würden sich mit der Seuche infizieren. Es war jedoch so, als ob die Seuche beabsichtigte, ihre Wünsche nicht zu erfüllen. Sie waren immun. Diese Aufzeichnungen beweisen, dass es bei Krankheiten nicht immer eine Ursache-Wirkung Beziehung gibt.

Die zuvor erwähnten Geschichten haben eines gemeinsam: Krank zu werden hat nicht immer etwas mit dem Gesundheitszustand zu tun; die Immunität gegen Krankheiten oder die Fähigkeit, sich von Krankheit zu erholen, ist nicht immer von medizinischer Behandlung abhängig. Vielleicht hatte Zhang Tinyu recht als er sagte: „Medizin kann nicht die Lebensspanne eines Menschen verändern“.

Moderne Menschen sind sehr auf Gesundheitsdiät bedacht, gehen zu Fitnesskursen und suchen berühmte Ärzte. Vielleicht kann diese Geschichte sie inspirieren, zum Punkt Gesundheit und Krankheit eine neue Perspektive zu bekommen.

Englische/Chinesische Version unter: http://zhengjian.org/zj/articles/2005/6/5/32626.html

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