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Traditionelles aus China: Große Kaiserinnen Chinas – Würdige Vorbilder für traditionelle chinesische Frauen – Teil 3

Teil 1: http://www.minghui.de/artikel/67597.html
Teil 2: http://www.minghui.de/artikel/67633.html

3. Kaiserin Zhangsun aus der Tang-Dynastie

Kaiserin Zhangsun war die Tochter des Generals Zhangsun Sheng in der Sui-Dynastie, der starb, als sie acht Jahre alt war. Sie wurde von dem Bruder ihrer Mutter, Gao Shilian, aufgezogen. Im Alter von 13 Jahren heiratete sie Li Shimin.13 Tage, nachdem Li Shimin den Titel eines Kaisers angenommen hatte, ernannte er sie zur Kaiserin. Als Kaiserin erzählte Zhangsun Li Shimin oft Beispiele aus der Geschichte, um ihn zu ermutigen. Sie korrigierte auch seine Regierungsfehler und war bekannt dafür, ehrliche und loyale Beamte zu beschützen. Sie schenkte drei Söhnen und vier Töchtern das Leben. Im 10. Jahr von Zhenguang (636) starb sie und erhielt posthum den Titel Kaiserin Wendeshunsheng (wörtlich „die höfliche, tugendsame, ernsthafte und heilige Kaiserin) oder kurz Kaiserin Wende. Li Shimin pries sie als die „perfekte Gattin“ und „großartige Hilfe“ und baute eine erhöhte Plattform, so dass er aus der Ferne auf ihr Grabmal blicken konnte.

Kaiserin Zhangsun wuchs in einer Beamtenfamilie auf und erhielt eine formale, traditionelle Ausbildung. Als junge Frau war sie höflich, tugendhaft, sanft und gütig. Als sie noch ein Kind war, berechnete ein Wahrsager ihre Geburtsdaten und sagte, dass sie „grenzenlose Tugend habe und unbeschreiblich adelig werde“.

Im Alter von 13 Jahren heiratete sie Li Shimin, der damals 17 war und der Sohn des Obersten Beamten der Stadt Taiyuan. Obwohl sie noch sehr jung war, konnte sie ihre Rolle bereits ausfüllen. Sie diente ihren Schwiegereltern, unterstützte ihren Mann und erzog ihre Kinder.

Im August des 9. Jahres von Wude (626) übergab Kaiser Li Yuan die Krone an Li Shimin, der als Kaiser Taizong bekannt war und Zhangsun wurde die Kaiserin der Nation. Sie blieb demütig und bescheiden. Sie diente dem alternden Li Yuan gewissenhaft, grüßte ihn jeden Morgen und Abend und erinnerte häufig die Diener daran, wie sie gut für ihn sorgen sollten. Sie erfüllte ihren Respekt gegenüber den Eltern als Schwiegertochter. Sie war sehr gütig und tolerant zu den Kammerfrauen und Eunuchen im Palast und ihre Tugend berührte jedermann.

Dies schuf eine gute Atmosphäre, was Kaiser Taizong befähigte, sich auf die Regierung des Landes zu konzentrieren, anstatt Energie für Familienangelegenheiten zu verbrauchen. Obwohl Kaiserin Zhangsun in einer reichen Familie aufgewachsen war und die Frau des Kaisers wurde, lebte sie genügsam. Sie schenkte Luxus nie viel Aufmerksamkeit und besuchte nie extravagante Feiern oder Festessen. Dies diente für andere im Palast als gutes Beispiel.

Kaiser Taizong respektierte auch ihr großartiges Handeln und sprach oft mit ihr über nationale Angelegenheiten. Obwohl sie zu vielen Dingen ein tiefes Verständnis und eine gute Meinung hatte, wollte sie in nationalen Angelegenheiten nicht stören. Sie war der Meinung, dass Männer und Frauen unterschiedlich und für unterschiedliche Dinge verantwortlich und zuständig seien. Einmal bestand Kaiser Taizong darauf, ihre Meinung zu erfahren. Sie konnte nicht umhin zu antworten und so erzählte die Kaiserin: „Denke auch in friedlichen Zeiten an Gefahr; wähle ehrliche und fähige Beamte aus und akzeptiere ihre Meinungen. Das ist alles, was ich als deine Frau weiß, und sonst nichts.“

Der Beamte Wei Zheng war berühmt dafür, keine Angst zu haben, um Kaiser Taizong seine Auffassung darzulegen. Wei Zheng wies oftmals direkt auf die Fehler von Kaiser Taizong hin und bestand darauf, sie zu korrigieren. Kaiser Taizong respektierte ihn und nannte ihn einen „loyalen Beamten mit guten Empfehlungen“.

Einmal wollte Kaiser Taizong auf die Jagd gehen und versammelte viele Leute um sich. Sie waren gerade dabei, sich aufs Land zu begeben. Als sie zum Palasttor kamen, traf er Wei Zheng. Wei Zheng fragte, wohin er gehe, und sagte dann: „Nun ist es Frühling. Gerade hat alles angefangen zu wachsen und die Tiere ziehen ihre Jungen auf. Das ist keine gute Zeit, um zu jagen. Ich bitte Eure Majestät, in den Palast zurückzukehren.“ Kaiser Taizong sagte, er werde trotzdem gehen, doch Wei Zheng wollte nicht nachgeben. Fest stand er mitten auf der Straße, um das Gefolge von Kaiser Taizong zu blockieren. Kaiser Taizong war sehr ärgerlich. Er stieg von seinem Pferd ab und ging in den Palast zurück.

Kaiser Taizong sah Kaiserin Zhangsun und sagte wütend: „Ich werde diesen Emporkömmling umbringen!“ Kaiserin Zhangsun fragte, was passiert sei, kommentierte die Situation jedoch nicht sofort. Sie zog sich zurück in ihr Schlafzimmer und zog ihre offizielle Kaiserrobe an. Als sie dann feierlich da stand, verbeugte sie sich vor Kaiser Taizong. Er war überrascht und fragte sie: „Aus welchem Anlass bist du so ernst?“ Sie antwortete: „Ich habe vernommen, dass nur ein höchst fähiger Kaiser Untertanen mit Integrität hat. Wei zeigt so viel Integrität, weil du ein fähiger Kaiser bist. Daher beglückwünsche ich dich.“ Einen Moment lang war Kaiser Taizong sprachlos. Als er darüber nachdachte, stimmte er ihr zu und sein Ärger verwandelte sich in Fröhlichkeit.

Kaiserin Zhangsuns ältester Sohn, Li Chengqian, wurde als Kronprinz benannt, als er noch jung war. Damals wurde der ganze kaiserliche Palast bescheiden geführt und der Palast des Prinzen machte da keine Ausnahme. Die dafür Zuständigen baten viele Male darum, die Geldmittel für den Prinzen zu erhöhen. Doch Kaiserin Zhangsun lehnte dies ab, obwohl Li Chengqian ihr heißgeliebter Sohn war. Sie sagte: „Er ist der Kronprinz und er sollte sich um seine Tugend und seinen Namen Sorgen machen und nicht über einen Mangel an Dingen oder Geldknappheit nachdenken!“ Ihre Weisheit wurde von allen im Palast bewundert und jeder war bereit, sich nach ihren Vorgaben zu richten.

Zhangsun Wuji war der ältere Bruder von Kaiserin Zhangsun. Er war sowohl Zivilbeamter als auch Militäroffizier und trug großartig dazu bei, Li Shimin und der Tang-Dynastie dabei zu unterstützen, die Nation zu etablieren. Auf der Grundlage seiner Errungenschaften sollte er eigentlich ein hoher Beamter sein. Weil er jedoch der Bruder der Kaiserin war, musste er oft vermeiden, dass Argwohn unter den Menschen entstand. Kaiser Taizong wollte ihn zum Kanzler machen, doch Kaiserin Zhangsun sagte: „Als deine Frau bin ich im Inneren des kaiserlichen Palastes und in einer extrem wichtigen Position. Ich möchte wirklich nicht alle meine Brüder im kaiserlichen Hof stehen sehen, was es wie eine Familie aussehen lassen würde. Die Kaiserin Lu in der Han-Dynastie war eine Lehre für uns. Ich bitte Eure Majestät, meinen Bruder nicht zum Kanzler zu ernennen!“

Da er keine andere Wahl hatte, stimmte Taizong zu, Zhangsun Wuji in eine andere hohe Beamtenebene ohne reale Macht zu ernennen, doch Zhangsun Wuji lehnte diese Position ebenfalls ab. Seine Begründung war: „Ich bin der Bruder der Frau des Kaisers. Wenn ich mit einer hohen Beamtenebene betraut werde, befürchte ich, dass jeder sagen wird, Eure Majestät bevorzuge die Mitglieder seiner Familie.“ Kaiser Taizong antwortete sehr ernst: „Wenn ich Beamte auswähle, wähle ich die Menschen, die in die Positionen passen. Ich beschäftige sie, wenn sie dazu die Fähigkeiten haben. Wenn sie diese Fähigkeiten nicht haben, werde ich sie nicht einsetzen, selbst wenn sie meine Familienmitglieder sind. Li Shenfu ist ein gutes Beispiel dafür. Wenn jemand die Fähigkeit besitzt, werde ich ihn einsetzen, trotz eines vorausgegangenen privaten Konflikts. Wei Zheng ist ein weiteres Beispiel (bevor Li Shimin Kaiser wurde, war Wei Zheng auf der Gegenseite, die Li Shimins Bruder unterstützte, Kaiser zu werden). Diese Entscheidung fiel nicht wegen der Familienverbindungen zwischen uns.“ Zhangsun Wuji war schließlich einverstanden.

Prinzessin Changle war die geliebte Tochter von Kaiser Taizong und Kaiserin Zhangsun. Als sie heiratete, bat sie ihre Eltern, ihre Aussteuer im Vergleich zu der von Kaiser Taizongs Schwester, Prinzessin Yongjia, zu verdoppeln. Ursprünglich stimmte Kaiser Taizong dem zu. Doch Wei Zheng sagte zu Kaiser Taizong im kaiserlichen Hof: „Aufgrund ihres Alters und ihrer Geburtsordnung ist es nicht angemessen, dass die Aussteuer für Prinzessin Changle größer ist als die von Prinzessin Yongjia. Es gibt Regeln für diese Dinge und ich hoffe, Eure Majestät werde dies nicht tun, da es den Menschen Anlass zu Klatsch gäbe!“ Zuerst nahm Kaiser Taizong diese Worte nicht sehr ernst. Später erzählte er beiläufig Kaiserin Zhangsun, was Wei Zheng gesagt hatte. Kaiserin Zhangsun nahm Weis Worte sehr ernst.

Sie lobte Wei Zheng und sagte: „Ich hörte oft, dass Eure Majestät Wei Zheng mit einer Menge Respekt behandelt und wusste nie so richtig, warum. Heute hörte ich seine Worte und sie sind wirklich wahr, da sie den Prinzipien folgen und private Gefühle vernachlässigen. Als Beamter ist er ein wirklicher Schatz für dieses Land. Ich bin Eure Frau und wir wird sind auf großartige Weise miteinander verbunden. Doch trotzdem habe ich, bevor ich etwas zu Euch sage, oftmals die Äußerung und die Gemütslage Eurer Majestät in Betracht zu ziehen, weil ich befürchte, Euch zu verletzen. Doch Wei Zheng widersprach Ihnen in dieser Familienangelegenheit als ein gewöhnlicher Beamter – und das zu tun, ist sehr schwierig. Eure Majestät sollte in der Tat seine Worte bedenken.“ Letztendlich wurde Prinzessin Changle ohne überhöhte Mitgift verheiratet, wie von Kaiserin Zhangsun arrangiert.

Danach belohnte Kaiserin Zhangsun Wei Zheng mit 400 Teilen Seide und 400 Min Geld. Sie überbrachte ihm auch diese Worte: „Ich habe gehört, dass Sie sehr ehrlich und aufrichtig sind. Nun, ich sehe das und daher belohne ich Sie dafür. Ich hoffe, dass Sie so bleiben und sich niemals ändern.“ Durch die Unterstützung und Ermutigung der Kaiserin Zhangsun engagierte sich Wei Zheng dann noch mehr für das Land.

Im 8. Jahr von Zhenguan (635) besuchte Kaiserin Zhangsun mit Kaiser Taizong den Jiucheng Palast und erkrankte auf dem Rückweg. Bald danach löste dies die Rückkehr einer alten Krankheit aus. Als sich ihr Zustand verschlechterte, bat Kronprinz Chengqian Kaiser Taizong, eine große Amnestie für alle Gefangenen zu erlassen und sie in einen Tempel zu schicken, um den Himmel darum zu bitten, Kaiserin Zhangsun ihre Gesundheit wieder zurückzugeben. Alle Beamten stimmten zu und auch Wei Zheng war nicht dagegen. Kaiserin Zhangsun jedoch war strikt dagegen.

Sie sagte: „Leben und Tod sind eine Sache des Schicksals und Reichtum und Ehre sind der Wille des Himmels. Wenn man gute Dinge tut, kann dies in der Tat das Leben verlängern, denn ich habe in meinem Leben niemals schlechte Taten begangen. Wenn das Vollbringen guter Taten die Lebensspanne nicht beeinflusst, wofür ist es dann gut, nach Glück zu suchen? Gefangenen eine Amnestie zu gewähren, ist eine nationale Angelegenheit und die taoistischen Tempel sind fromme Plätze. Es ist nicht nötig, meinetwegen diese Plätze zu stören. Warum wegen einer Frau die Regeln und Prinzipien dieses Landes verletzen?“ Sie kannte die Prinzipien ganz klar und bestand darauf, die nationalen Angelegenheiten nicht zu stören. Allen kamen die Tränen, als sie ihre Worte vernahmen. Kaiser Taizong bestimmte, auf ihre Worte zu hören und gab den ursprünglichen Plan auf.

Auch in ihren letzten Minuten bat Kaiserin Zhangsun Kaiser Taizong, die guten Beamten gütig zu behandeln und ihren Familienmitgliedern keine hohen Positionen zu verleihen. Sie bat auch darum, dass ihretwegen nur eine einfache Beerdigungsfeier abgehalten werden sollte.

Kaiser Taizong war sehr traurig. Er erteilte die Weisung, dass an der Straße zu ihrem Grabmal ein kleines Haus gebaut werden sollte. Er wies Diener an, für die Kaiserin dort zu sein, wie sie das zu ihren Lebzeiten immer getan hatten. Dann ließ er eine erhöhte Plattform errichten und stand jeden Tag darauf, um in Richtung ihres Grabmals zu blicken. Obwohl ihm schließlich von Wei Zheng angeraten wurde, die Plattform zu entfernen, deutet dies an, wie sehr er Kaiserin Zhangsun vermisste.

Die in diesem Artikel beschriebenen drei großartigen Kaiserinnen konnten alle strikt den moralischen Werten und Regeln folgen, die vom Himmel überliefert wurden. Sie waren zart, sensibel, ehrlich, gütig, tugendhaft und vernünftig. Sie sorgten gut für ihre Gemahle und erzogen ihre Kinder gut. Sie gewannen nicht nur den Respekt ihrer Ehemänner, sondern wurden von allen Generationen bis zum heutigen Tage hoch geachtet. Sie werden daher als die großartigsten chinesischen Kaiserinnen aller Zeiten betrachtet und waren Vorbilder für die traditionellen, chinesischen weiblichen Wertmaßstäbe.

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