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Kultivierungsgeschichte aus alter Zeit: Der Ursprung der Prinzessinenanhöhung am Berg Hua

[Chinesische Folklore ist voller Kultivierungsgeschichten aus alter Zeit, Geschichten über Unsterbliche und Taoisten. Sie reflektieren die tiefe Verankerung der Kultivierung in der Chinesischen Geschichte, Kultur und Tradition. Diese Geschichten beziehen sich nicht direkt auf Falun Gong, werden jedoch auf Clearharmony veröffentlicht, weil sie für westliche Menschen von Interesse sind und einen Einblick in die tiefgreifende kulturelle Tradition der Kultivierungspraktik in China geben.]

Die Prinzessin, Nan Yang (Prinzessin der Südlichen Sonne) der westlichen Han Dynastie heiratete Wang Xian, einen Verwandten von Wang Mang [1], der zu dieser Zeit in China herrschte.

Die Prinzessin hat von jeher die Philosophie des Lebens ohne Absicht bewundert und sich nach der Kultivierung im Tao [2] gesehnt. Sie träumte von dem Frieden und Reichtum, welche das Land unter der Herrschaft des Kaisers Wen und Jin der Han Dynastie erfahren hat. In der Legende wird gesagt, dass unter der Herrschaft des Kaisers Wu, sich die Gottheiten oft vor den Menschen gezeigt haben.

Eines Tages teilte sie ihre Sehnsüchte ihrem Mann mit: „Das Land befindet sich jetzt im Chaos. Als Frau besitze ich nicht die Fähigkeit, den Frieden im Lande wiederherzustellen. Jedoch kann ich mich zumindest friedvoll verhalten und den Tao kultivieren, mich in die Berge zurückziehen, fern des Chaos und dem Streben nach Ruhm und Reichtum in der Gesellschaft. Ich glaube, dass meine Lebensspanne verlängert wird, wenn ich ein solches Leben führe. Wenn ich mich in dieser instabilen Zeit dafür entscheide, dem nachzugehen, was alle erstreben, werde ich nur völlig erschöpft enden und von Ort zu Ort wandern.“ Wang Xian hingegen hatte eine andere Aussicht für sein Leben angedacht. Er wünschte sich seine Dienste, Wang Mang im königlichen Gericht zu widmen.

Die Prinzessin der Südlichen Sonne hatte keine andere Wahl, als alleine zum Berg Hua zu gehen, wo sie sich dann in einer Hütte kultivierte. Nach vielen Jahren der Kultivierung erreichte die Prinzessin eine Ebene, auf der sie sich mit Geistern der Wahrhaftigkeit unterhalten konnte. Dann verließ sie die Hütte. Jemand behauptete, er habe die Prinzessin auf einer weißen Wolke, wie sie aus einem Abgrund an einer tödlichen Klippe aufstieg, reiten sehen und schließlich im Himmel verschwand.

Als Wang Xian von dem Gerücht erfuhr, ging er zum Berg Hua, um nach der Prinzessin zu suchen. Er kletterte von Berg zu Berg und von Anhöhe zu Anhöhe und suchte verzweifelt nach seiner Frau mit Tränen in den Augen, jedoch konnte er die Prinzessin nirgendwo finden. Auf den leeren Bergen war er von einer betäubenden Ruhe umgeben. Er fuhr mit seiner verzweifelten Suche fort, bis er eines Tages ein paar rote Schuhe fand, welche die Prinzessin hinterlassen hatte. Als er sie aufheben wollte, verwandelten sie sich in einen Stein und hafteten fest am Boden.

Seitdem wird dieser Bergrücken, die ´Prinzessinnenanhöhe` genannt. Der berühmte Gelehrte, Pan Anren [2] schrieb sogar eine Biographie der Prinzessin der Südlichen Sonne. Diese Geschichte wurde in China über Generationen hinweg weitergegeben.

Anmerkungen:

[1] Wang Mang (45 v.Chr. – 23 n.Chr.) war der Premierminister der westlichen Han Dynastie, der den Thron an sich gerissen hat.

[2] Tao (daow) 1. Auch als "Dao," bekannt, ist ein taoistischer Begriff für den “Weg der Natur und des Universums”; 2. erleuchtetes Lebewesen, welches den Tao erreicht hat.

[3] Pan Anren war auch als Pan Yue bekannt. (247 – 300 n.Chr.) Er war ein Gelehrter der westlichen Jing Dynastie. Ursprünglich kam er aus Zhong Mo Landkreis Yin Yang, der heutigen Provinz Henan in China. Die zehn Schriftrollen literarischer Werke wurde in den Buch “Eine Sammlung prominenter Bücher und Essays“ zusammengefasst. Zhang Fu der Ming Dynastie fügte seine literarischen Werke auch der “Sammlung der 10 Gelehrten in Han, Wei und die sechs Dynastien“ bei.

Quelle:
Eine Sammlung der Geschichten der Gottheiten
Chinesische Version: http://www.zhengjian.org/zj/articles/2003/2/27/20587.html
Übersetzt aus dem Englischen : http://www.clearharmony.net/articles/200304/11756.html

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