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Einflussreiche deutsche Zeitung berichtet über den grauenvollen Organraub in China

In einem ausführlichen Artikel berichtete die deutsche Zeitung „DIE ZEIT“ über das Verbrechen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), lebenden Falun Gong-Praktizierenden ihre Organe zu rauben und diese Organe mit riesigen Profiten an westliche Patienten zu verkaufen. Der am 8. März veröffentlichte Artikel fand breite Beachtung.

DIE ZEIT, die meistgelesene deutsche Wochenzeitung, stellte einen zum Tode verurteilten Gefangenen in den Mittelpunkt ihrer Geschichte. Der Bericht mit dem Titel „Herz auf Bestellung“ zeigte die Fakten darüber auf, wie Falun Gong-Praktizierende zu Opfern des Organraubs an lebenden Menschen werden.

Der Artikel wirft ethische Fragen für die in diese Angelegenheit verwickelten europäischen Krankenhäuser und Pharmakonzerne auf, indem er näher über die umfassenden Informationen berichtet, die der kanadische Anwalt David Matas und der ehemalige kanadische Staatsanwalt David Kilgour zusammengetragen haben. Die beiden Männer recherchierten und veröffentlichten Dokumente über den systematischen Raub der Organe von Falun Gong-Praktizierenden durch Krankenhäuser, Zwangsarbeitslager und Gefängnisse in Festlandchina.

Ausgewählter Blog in Peking wirft Fragen für die westliche Ärzteschaft auf

Laut eines Blog-Beitrags eines Pekinger Anwalts am 6. Dezember 2012 wurde ein zum Tode verurteilter Häftling in Windeseile trotz der Tatsache exekutiert, dass das oberste chinesische Gericht wenige Tage zuvor angeordnet hatte, den Fall neu zu überprüfen. Die Organe des Gefangenen wurden gebraucht.

Um Gewinne zu erzielen beeilte sich das Krankenhaus, die Organe in bestem Zustand zu entfernen. „Diese gewissenlosen Richter und Ärzte verwandeln ein Krankenhaus in eine Hinrichtungsstätte, in einen Marktplatz für Organhandel“, protestierte der Anwalt in dem Blog. Innerhalb eines Tages wurde diese Nachricht 18.000 Mal weitergeleitet, wobei die Hälfte der Empfänger Kommentare abgaben. Der Artikel wurde rasch aus dem Internet gelöscht.

„Ein Mensch stirbt just in time, damit ein anderer weiterleben kann. Im chinesischen Transplantationssystem ist das möglich. Im Namen des Fortschritts, im Namen des Geldes“, heißt es in dem ZEIT-Artikel. Es wird auch vermerkt, dass die KPCh seit langem die Organe von Gefangenen entnimmt.

Westliche Pharmafirmen verwickelt

Die KPCh macht Geld, indem sie Organe aus Tötungen an westliche Patienten verkauft und verwickelte außerdem westliche Pharmafirmen darin: „Pharmafirmen versorgen den Markt in China mit Medikamenten gegen Organabstoßung und forschen zu Transplantationen, bei denen höchstwahrscheinlich Organe von Hingerichteten verwendet wurden.“

„Westliche Kliniken und Ärzte unterstützen chinesische Transplantationszentren, ohne Fragen zu stellen. Westliche Berater der chinesischen Regierung geben vor, den Wandel in der Transplantationspraxis zu befördern, und verfolgen gleichzeitig geschäftliche Interessen in China. Fahrzeuge aus dem Westen werden zu Hinrichtungsmobilen umgebaut. Ein chinesischer Autohändler etwa bietet im Internet einen Wagen einer europäischen Marke mit medizinischen Überwachungsmonitoren und Infusionsapparaten zum Verkauf an – ein schauriges Symbol für das Hand-in-Hand-Arbeiten von Henkern und Ärzten.“

Chinesische Beamte involviert

In dem Artikel der „ZEIT“ wird außerdem die Forschung von Wang Lijun beleuchtet: „Intensiv wird in China erforscht, wie man mittels Injektionen töten kann, ohne Organe zu schädigen. Wang Lijun, ehemals Polizeichef in Jinzhou und im vergangenen Jahr im Zuge eines Politskandals zu einer langen Haftstrafe verurteilt, leitete mehrere Jahre ein psychologisch-forensisches Forschungsinstitut. Seine Studien zu Hinrichtungsmethoden brachten Wang 2006 den in China renommierten Guanghua Innovation Special Contribution Award ein. … In der Laudatio hieß es, er habe eine ‚brandneue Schutzflüssigkeit‘ für Organe entwickelt, die eine Transplantation trotz der tödlichen Injektion ermögliche.“

Außerdem sagte er auch, dass er tausende von Personen für seine Hinrichtungsexperimente genutzt habe. Diese von ihm als „herzergreifend“ bezeichneten Testergebnisse lösten in anderen Teilen der Welt Entsetzen aus.

Westliche Ärzteschaft aufgefordert

Der Artikel enthielt auch eine Aufforderung an die westlichen Ärzte: „Ärzte, die gegen die ethischen Grundsätze ihres Berufsstands verstoßen; der schmale Grat zwischen Kooperation und Komplizenschaft; Verstrickungen, über die viele Beteiligte lieber schweigen – davon berichtet diese Geschichte. Die Frage ist: Wie schwer wiegt die Moral, wie schwer der Forscherehrgeiz, wie schwer das Geld? Und wo muss der Westen Grenzen ziehen, wenn er nicht mitschuldig werden will?“

In dem Artikel wurde außerdem berichtet, dass viele chinesische Ärzte in deutschen Krankenhäusern und Transplantationszentren erstklassige Ausbildungen erhalten haben: „In Deutschland bekommen chinesische Ärzte das Handwerkszeug, das es ihnen erlaubt, in China Organe von Hingerichteten zu verpflanzen. Das Handwerkszeug für Menschenrechtsverletzungen.“

Israelischer Arzt bezieht Stellung

Der 63 Jahre alte Mordechai Shtiglits wohnt zusammen mit seiner Frau in Petah Tikva, in der Nähe von Tel Aviv, der zweitgrößten Stadt Israels. Er wartete im Sheba Medical Center vergeblich eineinhalb Jahre lang auf ein neues Herz. 2005 begab er sich in das Krankenhaus Zhongshan in Shanghai. Innerhalb von nur einer Woche fand der Chirurg für ihn ein sehr junges Herz. Es hieß, dass der Spender ein 22 Jahre alter Mann gewesen sei, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei.

Die Analyse von „DIE ZEIT“ lautete dazu: „Das ist äußerst unwahrscheinlich. Zwar sterben in China jährlich mehr als 60.000 Menschen im Straßenverkehr. Doch auch chinesische Ärzte wissen nicht im Voraus, wann jemand durch einen Unfall umkommt. Und es gibt im Land bis heute keine zentrale Logistik für eine schnelle Organverteilung.“

In Bezug auf Organquellen muss das Krankenhaus normalerweise detaillierte Informationen über den Spender oder die Spenderorgane aufzeichnen. Doch das Entlassungsschreiben aus dem Krankenhaus Zhongshan beinhaltete nur ein paar knappe Zeilen: klinischen Befund bei der Aufnahme, Laborwerte und Angaben über die verabreichte und die empfohlene Medikation.

„Die Organentnahme bei Hingerichteten ist weltweit geächtet. Transplantation beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, doch Gefangene können nicht frei entscheiden. So sehen das der Weltärztebund und auch die internationale Transplantation Society. Das ist aber noch nicht das ganze moralische Problem der chinesischen Methode. Wenn zahlungskräftige Patienten pünktlich mit einem Organ versorgt werden müssen, reicht es nicht, darauf zu warten, dass ein passender Spender zufällig zur rechten Zeit hingerichtet wird. ‚Die Gefängnisbehörden müssen potenzielle Spender gezielt suchen, auf Gesundheit, Blut- und Gewebetyp prüfen und sie hinrichten, solange der Tourist in China ist‘, schreibt der renommierte New Yorker Ethiker Arthur Caplan 2012 in dem Buch State Organs. Transplant Abuse in China: ‚Das ist schlicht Tötung auf Bestellung.‘“

Jakob Lavee war der Arzt von Mordechai Shtiglits, Direktor der Abteilung für Herztransplantation am Sheba Medical Center. Er glaubt, dass man als Arzt zwar möchte, dass der Patient die beste Behandlung bekommt, jedoch nicht zu jedem Preis, ohne Untergrenze.

Laut „DIE ZEIT“ behandelte Lavee Shtiglits nach dessen Rückkehr aus China weiter. Der Herzexperte war sehr erfreut über den Fortschritt, den Shtiglits machte, doch gleichzeitig bereitete ihm die Verlängerung des Lebens eines Menschen im Austausch für den Tod eines anderen Menschen Kopfzerbrechen.

Die Herztransplantationskosten von Shtiglits in China wurden damals zu einem großen Teil von der israelischen Krankenversicherungsgesellschaft übernommen. Mit Hartnäckigkeit und viel Mühe schaffte es Lavee, dass Israel 2008 ein Transplantationsgesetz verabschiedete, wonach an Krankenversicherungen keine Ansprüche für die Kosten von Transplantationsoperationen in Ländern, wo Organhandel zugelassen ist, gestellt werden können.

Seitdem dieses Gesetz in Kraft ist, flog laut Lavee kein israelischer Patient mehr für eine Transplantation nach China. In Internetforen wurde Lavee als ein Arzt beschimpft, der den Weg der Patienten nach China blockierte. Lavee soll erklärt haben, dass er auf diesen Vorwurf sehr stolz sei.

Wachsende Beweise

Von 1999 bis 2007 entwickelte sich der chinesischen Organtransplantationsmarkt sehr rasch. Im Jahr 2003 stieg die Zahl der Organtransplantationen in China plötzlich exponentiell stark an. Von 2003 bis 2006 gab es einen Boom im Organtransplantationstourismus nach China. 2007 verbot das chinesische Regime den Handel von Organen.

In Deutschland schenkte die Gesellschaft Berichten über den Organraub durch die KPCh starke Beachtung.

„DIE ZEIT“ hatte in diesem Artikel ihre eigene Sichtweise zur übertriebenen Verschleierung der KPCh: „Ab und zu gibt es jetzt publicityträchtige Aktionen: Im August 2012 zum Beispiel verhaftete die chinesische Polizei bei einer Razzia gegen mutmaßliche Organhändler 137 Personen, darunter 18 Ärzte. Doch zugleich werben Websites wie chinahealthtoday.com, placidway.com und novasans.com unverhohlen um Kunden weltweit: ‚Herztransplantation im Ausland – Klinikführer und Medizintourismus-Einrichtungen in China‘. Und der Staat? Lässt die Kliniken, die dahinterstehen, meist gewähren.“

In den letzten Jahren führten der bekannte Menschenrechtsanwalt David Matas und der ehemalige kanadische Staatssekretär für den asiatisch-pazifischen Raum, David Kilgour, unabhängige Ermittlungen durch, sammelten eine riesige Menge von konkreten Beweisen, dass Falun Gong-Praktizierende Opfer des Organraubs an lebenden Personen in China sind. Die Beweise zwangen die westlichen Medien dazu, der Wahrheit ins Auge zu blicken, nämlich, dass der chinesische Staatsapparat den Organhandel nicht verhindert.

„DIE ZEIT“ betonte, dass der Untersuchungsbericht von Matas und Kilgour darauf verweist, dass die Falun Gong-Praktizierenden nicht zum Tode verurteilt waren, jedoch getötet wurden, weil sie für bestimmte Patienten geeignete Organe besaßen. In ihrer Darstellung der Misere der Falun Gong-Praktizierenden blieben Matas und Kilgour gewissenhaft sachlich. Sie sammelten Beweise von Praktizierenden, die aussagten, dass an ihnen in der Haft verschiedene medizinische Untersuchungen durchgeführt wurden, und Informationen über diejenigen, die verschwanden oder deren Leichen mit fehlenden Organen aufgefunden wurden.

Sie interviewten ausländische Patienten, die zu Nieren- und Lebertransplantationen in China waren. Sie interviewten sogar Mitverschwörer, die an den Organentnahmen beteiligt waren. „Und sie dokumentierten Telefonate von Ermittlern, die sich als Patienten oder Angehörige ausgaben und bei chinesischen Transplantationszentren wegen Organen von Falun-Gong-Praktizierenden anfragten.“

Falun Gong-Praktizierende als bestgeeignete Organspender betrachtet

Die Falun Gong-Praktizierenden werden als äußerst geeignete Organspender angesehen, während eine große Anzahl der eingesperrten Kriminellen mit Hepatitis B infiziert ist. Dazu heißt es in „DIE ZEIT“:

„Auch ein Telefonat mit dem Zhongshan Hospital wird im März 2006 aufgezeichnet – vier Monate nachdem Mordechai Shtiglits dort sein neues Herz bekam. Auf die Frage des Anrufers, ob auch Organe von Falun-Gong-Praktizierenden verpflanzt würden, antwortet ein Arzt: ‚Unsere sind alle von dem Typ.‘

Die Vorwürfe der beiden Kanadier seien ‚gut recherchiert und sehr schwerwiegend‘, sagt Manfred Nowak, Professor für Völkerrecht an der Universität Wien und bis zum Jahr 2010 UN-Sonderberichterstatter über Folter. Ein wichtiges Indiz sei, dass der starke Anstieg der Transplantationszahlen in China zeitlich mit der Verfolgung von Falun Gong zusammenfalle.“

Chinesisches Regime sollte die wahre Organquelle angeben müssen

Nowak forderte im Namen der Vereinten Nationen das chinesische Regime auf, genaue Angaben zur Quelle der transplantierten Organe zu machen. Herr Nowak berichtete, dass die KPCh die Vorwürfe wie sonst auch als „Propaganda“ abgetan und bestritten habe. Sie habe jedoch die Fakten nie widerlegt.

„DIE ZEIT“ gab auch an, dass der US-Kongress den Bericht sowie die zusätzlichen Informationen von Matas und Kilgour gelesen habe. Später hätte ein Viertel der Mitglieder des Repräsentantenhauses ein Schreiben an die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton unterzeichnet, worin das Außenministerium aufgefordert wurde, alle Informationen über den „unglaublichen Missbrauch bei Organtransplantationen“ zu veröffentlichen.

Zum Schluss berichtet der Artikel in der Wochenzeitung noch über die deutsche Falun Gong-Praktizierende Liu Wei, die in einem chinesischen Arbeitslager eingesperrt war, dort geschlagen wurde und mit Schlafentzug gefoltert wurde. Sie und andere gefangene Praktizierende wurde dort einmal von einer Gruppe von zehn Ärzten und zehn Polizisten untersucht. Laut Frau Wei wurden damals nur Falun Gong-Praktizierende untersucht.

„Man habe ihr daraufhin Blut abgenommen, ihre inneren Organe seien per Ultraschall gescannt worden, die Ärzte hätten sie nach Vorerkrankungen in ihrer Familie gefragt. Fünf bis sechs Mal habe es solche Untersuchungen gegeben. Von den Ergebnissen hörte sie nie etwas.“

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