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Gemälde und Interview: „Positionierung“

Einführende Bemerkungen:
Am 15. bis 16. Juli 2004 wurde in der Ausstellungshalle im Bürogebäude des Rayburn Hauses in Washington eine Kunstausstellung mit dem Thema „Unnachgiebiger Mut“ veranstaltet, die vom Falun Gong-Verein in Washington D.C, gefördert wurde. Alle Ausstellungsstücke sind von Falun Gong- Praktizierenden angefertigt. Einige der Künstler sind noch gesetzwidrig in China im Gefängnis. Nach 5 Jahren blutiger Unterdrückung möchten die Künstler ihre Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, dass man durch das Üben von Falun Gong zu seiner wahren Natur zurückkehrt und Praktizierende in China trotz grausamer Folterungen und Unterdrückungen, standhaft Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Duldsamkeit befolgen und in ihrem Glauben, dass „die Gerechtigkeit schließlich das Böse besiegen wird,“ standhaft bleiben. Jeder dieser Künstler hat seinen Verdienst dazu geleistet. Sie haben versucht, mit traditionellen Methoden der Malerei dieses Ziel zu erreichen. Wir werden fortfahren, die Arbeiten dieser Künstler bekannt zu machen, dazu die Ideen hinter ihren Arbeiten und deren Entstehungsprozess.

Reporter: Zhu, Qingming, Reporter für PureInsight.net
Zhang: Professor Zhang Kunlun

Reporter: Ihr Gemälde „Positionierung“ ist das Größte in dieser Kunstausstellung und es kann ruhig als ein riesiges Gemälde bezeichnet werden. Würden Sie uns bitte einige Sätze über die Schaffung dieses Gemäldes erzählen?

Zhang: Über dieses Gemälde möchte ich den Menschen eine Wahrheit vermitteln. Dieses Universum unterliegt einem Prinzip, dem sich niemand entziehen kann: „Gute Taten werden mit Gutem belohnt, während Übeltaten karmische Vergeltung nach sich ziehen“. Falun Gong lehrt die Menschen, gute Menschen zu sein, jedoch verfolgen die bösen alten Mächte sie auf brutale Weise. Die innere Einstellung über diese Sache hat für jeden Einzelnen seine Position in diesem Universum festgelegt. Wenn die brutalen Polizisten auf dem Tiananmen-Platz Dafa Praktizierende verprügeln, werden ihre Urgeiste (Seelen) wirklich in die Hölle fahren und einem äußerst jämmerlichen Schicksal entgegen gehen.

Dies trifft auch auf diesen Hund zu, wenn er Dafa Praktizierende beißt, wird sein Urgeist gefangen und von einem Gespenst in die tiefste Hölle verfrachtet. Die Dafa Praktizierende wird verfolgt, weil sie den Menschen die Wahrheit erklärt und somit die größte aller guten Taten vollbringt, weshalb ihr Urgeist in den Himmel kommt, zu einer Gottheit wird und somit auf eine viel höhere Ebene gelangt. Weil ihr Reich sich auf dieser Ebene befindet, wird sie auf dieser hohen Ebene des Universums weiter existieren. Wie auch immer, wenn Buddhas, Taos und Gottheiten auf den hohen Ebenen, wobei es bedeutungslos ist, auf welcher Ebene sie sich befinden, dies (die Verfolgung) unterstützen und wenn sie unterstützen, was sich zurzeit abspielt, begehen sie eine Sünde. Deshalb können sie nicht länger auf dieser Ebene bleiben und werden in die Hölle fallen und die Pforte des Nichtlebens durchschreiten.

Reporter: Dieses Gemälde beschreibt ein Grundprinzip. In diesem Gemälde gibt es drei Teile: Himmel, Erde und Hölle. Der obere Teil (Himmel) leuchtet in strahlenden Farben und Transparenz und steht in völligem Gegensatz zu der Dunkelheit der Hölle. In westlichen Malereien werden auch die unterschiedlichen Dimensionen von Himmel und Erde in einem Gemälde zusammen dargestellt. Ist die Schaffung Ihres Werkes durch die klassische westliche Malerei inspiriert worden?

Zhang: Ich denke nicht, dass dies so betrachtet werden kann. Diese Einsichten gewann ich durch die Lehren des Falun Gong. Die universelle Existenzform ist einfach so. In den drei Bereichen gibt es den Himmel, die Erde und die Unterwelt. Jenseits dieser drei Bereiche gibt es ebenso unterschiedliche Ebenen von spirituellen Dimensionen, die grenzenlos zu sein scheinen.

Reporter: Haben Sie die klassische westliche Maltechnik völlig übernommen?

Zhang: Was die Maltechnik anbelangt, wirklich, ich lernte die westliche Ölmalerei. Ich bin jedoch Bildhauer. Meine Fähigkeiten als Maler können nicht mit denen von professionellen Malern verglichen werden. Meine Absicht ist, den Menschen die Wahrheit zu erzählen, so denke ich, ist es gut, die Darstellungsform der westlichen Malerei zu wählen, um das auszudrücken. Ich denke, dieses Gemälde drückt grundsätzlich aus, was ich auszudrücken wünschte.

Reporter: Sind Sie auch bereit, sich über die Bildhauerei auszudrücken?

Zhang: Ich fertigte auch einige Skulpturen. Bildhauerei hat ihre Vorteile; sie ist stark und intensiv. Das hat aber auch seine Grenzen. Für Erzählungen ist sie nicht so geeignet wie die Malerei. Deswegen bediene ich mich sowohl der Bildhauerei als auch der Malerei und manchmal mache ich auch traditionelle chinesische Malereien. Der Ausdruck der Kunst ist eine Art von Sprache und auch eine Art von Ausdrucksform. Um mein Verständnis auszudrücken, wähle ich immer den für mich günstigsten Weg.

Reporter: Sie sind ein Bildhauer. Bei der Anfertigung von Skulpturen gibt es strikte Auflagen, welche das Verhältnis der Teile des menschlichen Körpers kontrollieren. Sind diese hilfreich für Ihre Komposition des menschlichen Körpers in der Malerei?

Zhang: Ja, dieses große Gemälde ist mein erstes Ölgemälde überhaupt. Solide Grundtechniken sind sehr wichtig für gutes künstlerisches Schaffen.

Reporter: Sind nach Ihren Erfahrungen die Grundtechniken sehr wichtig für einen guten Künstler?

Zhang: Ja sicher. Für einen Künstler sind fundamentale Fertigkeiten erforderlich. Ohne Fertigkeiten ist es sehr schwierig, auszudrücken, was man ausdrücken möchte. Aber ich denke, die Fertigkeiten sind eine grundsätzliche Sache, aber nicht das Ganze des Schaffens. Unsere Gedanken und unser Fachgebiet sind wichtiger. Wir wollen den Menschen die Wahrheit erzählen, was über die Ebene des Malens hinaus geht und wollen den Wert und den inneren Charakter des Gemäldes mitteilen.

Reporter: Die Gelehrten im alten China beanspruchten Moralität und die Künstler ebenso. Um ein guter Künstler zu sein, sind die moralischen Anforderungen also hoch?

Zhang: Ja. Das von Ihnen Angeführte ist sehr wichtig und ist das Fundament der Kunst. Uns ist bekannt, dass in der Literatur genauso wie in der Malerei Form und Charakter der Person zum Ausdruck kommen. Wenn du eine Linie zeichnest, sind alle Informationen, wie deine Qualität, Moralität, Erfahrung und sogar deine Gesundheit darin enthalten. Sie ist die Reflektion deines inneren Charakters. Deshalb muss ein Künstler eine edle, moralische und bedachte Person sein.

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Professor Zhang Kunluns Geschichte

Professor Zhang Kunlun wurde in China, in der Provinz Shandong, geboren. Von 1981 bis 1989 war er in der Abteilung für Lehre und Forschung für Bildhauerei am Shandong Kunst College als Direktor tätig. 1989 war er Wissenschaftler an der McGill University in Montreal, Kanada. 1995 bekam er die kanadische Staatsbürgerschaft. 1996 ging er als Direktor des Sculpture Research Institute an das Shandong Kunst College zurück. Er schuf viele große Monumente und dekorative Kunstwerke und fertigte auch westliche und chinesische Malereien an. Seine Errungenschaften sind in „World’s Who’s Who?“, „Die gesammelten Skulpturen der Welt“, „Errungenschaften der chinesischen Künstler in aller Welt“, usw. aufgezeichnet.

Professor Zhang Kunlun wurde zu Zwangsarbeit verurteilt, weil er Falun Gong praktizierte. Im Arbeitslager wurde er physischen und geistigen Folterungen ausgesetzt, einschließlich Elektroschocks, gewaltsamer Gehirnwäsche, konstanter Überwachung usw.. Mit Unterstützung der Regierung von Kanada und kanadischer Bürger kam er im Januar 2001 nach Kanada zurück.

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