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Gemälde und Interview: „Ungebrochener Glaube“ (Teil 1)


“Unbeweglich” von Amy Lee (Fan Hong) (86 cm x 140 cm) 2004

<bReporter: Zhu Qingming, Reporter für Zhengjian.org/Pureinisght.org
Fan: Frau Fan Hong, Künstlerin

Reporter: Könnten Sie etwas über Ihre Vergangenheit als Malerin erzählen?
Fan: Ich liebte Malen schon, als ich noch sehr jung war. Später ging ich an die Kunsthochschule und studierte als Hauptfach Kostümgestaltung. Mein gegenwärtiger Beruf ist Kostümdesignerin. Ich arbeite vorzugsweise an traditioneller chinesischer Bildgestaltung. Das kommt daher, weil ich nach meiner Ausbildung vor dem Abschluss auf die Hochschule für das Hauptfach für traditionelle chinesische (realistische) Malerei und Portraitmalerei ging.
Reporter: Wie sind Sie zum Praktizieren von Falun Gong gekommen?
Fan: Ich habe Malerei geliebt, seit meiner Kindheit. Ich mochte nicht gerne viel reden, ich neigte dazu, Dinge auf Papier zu zeichnen, wenn ich gewisse Empfindungen hatte. Zusätzlich zu Malerei, war ich an Ästhetik interessiert, an westlicher Geschichte der Ästhetik sowie der Philosophie. Zeichnen ist eigentlich ein Prozess der Darstellung deiner Gedanken. Es ist philosophisch, insofern es innere Bedeutungen hat, wie du dein Verständnis und deine Gedanken über das Leben ausdrückst. Oftmals gehen mir während des Malens viele Gedanken über das Leben durch den Sinn und ich fand, die ewigen Subjekte waren immer tragisch. Ganz gleich ob es um Romeo und Julia, aus der westlichen Gesellschaft oder Liangshan Bo und Zhu Yingtai (Verliebte Schmetterlinge) aus der orientalischen Kultur ging, die Thematik der Malerei war essentiell die gleiche. Gemälde wie „Der Tod von David“, sowie andere Darstellungen von Jesus, wie er ans Kreuz genagelt wird, zeigten alle, dass die ewigen Subjekte tragisch waren. Sie erzählen uns wichtige Themen über das Leben.
Zurück in China, malte ich einmal ein Kunstwerk mit dem Titel: „Drei Generationen“, welches eine Auszeichnung in einer Provinz gewann. Das Bild handelte von den Reinkarnationen einer Person, mit einer der Generationen als Mädchen auf dem Lande. Reinkarnation war etwas, über das ich in dieser Zeit nachdachte. Jedes Jahr fuhr ich aufs Land, speziell in die Fischerdörfer, um nach Bilderthemen zu suchen. Die Fischer fuhren vor Sonnenuntergang auf das Meer hinaus und kehrten erst zurück, wenn es dunkel war. Sie lebten ein armes und einfaches Leben. Ich machte mir viele Gedanken über das Leben, was dann natürlich auf Glaubensdinge hinleitete. Ich las Bücher über Buddhismus, westliche Religionen und Ästhetik. Später begann ich Tai-Chi zu praktizieren, fand aber, dass es nur die Übungen lehrte, aber keine Kultivierungsprinzipien. Ganz zufällig begegnete ich Falun Gong und las Zhuan Falun. Dieses Buch beantwortete die Fragen, die mich vorher die ganze Zeit bewegt hatten, Fragen über das Leben, Tragödien und Reinkarnation. Angelegenheiten, für die ich sonst nirgends Antworten finden konnte, wurden in diesem Buch ausführlich erläutert. Mit dem Praktizieren zu beginnen, stellte einen Wendepunkt in meinem künstlerischen Arbeiten dar.
Reporter: Wie hat das Praktizieren von Falun Gong Ihre Sichtweise für Kunst verändert?
Fan: Als ich in Guangzhou Stadt, China, Kostümdesignerin war, gab es eine bestimmte Zeit, in der ich nicht arbeiten ging, sondern stattdessen ein Trainingsprogramm an der Hochschule für bildende Künste in Guangzhou absolvierte. In jener Zeit behandelten mich meine Arbeitgeber sehr gut – sie boten mir sogar an, zu Trainings ins Ausland zu reisen, obwohl ich das nicht wollte. Zu dieser Zeit, verspürte ich den dringenden Wunsch nach Kreativität in meiner Malerei. Damals herrschte der Trend vor, dass ein Künstler Dinge abbilden sollte, die zuvor noch von niemandem gezeichnet worden waren, so dass er seinen einzigartigen Stil etablieren konnte. Unter diesem Einfluss, zollten die Künstler der Form viel Aufmerksamkeit, währenddessen sie Inhalt und Essenz ignorierten. Es hatte den Anschein, als wäre es nicht wichtig, was du malst, sondern wie du es malst. In dieser Zeit malte ich auch einige Portraits, darunter auch einige verformte. Die Menschen in den Abbildungen sahen aus, als hätten sie einen zerstreuten Blick, als hätte die ganze Person keine Seele. Ein Objekt zu malen, bedeutete einige Emotionen hinauszuwerfen.
Nachdem ich Falun Gong zu praktizieren begonnen hatte, empfand ich es als falsch, auf diese Weise weiter zu malen. Ein Beispiel: Wenn ich einen menschlichen Körper abbildete, war mein realistisches Zeichnen der wirklichen Person sehr ähnlich. Betrachteten jedoch meine Klassenkameraden und der Lehrer meine Darstellung, lag eine gewisse Art Lust in ihrem Ausdruck. Ich bemerkte diese, obwohl ich mich darum bemüht hatte, die Schönheit des menschlichen Körpers zu vermitteln, es hatte jedoch keinen guten Effekt. So hörte ich also mit der Darstellung solcher Objekte auf, auch mit den deformierten. Hinterher las ich mehr über die Geschichte des Zeichnens und der Malerei und erfuhr dadurch, dass die frühesten Kunstwerke, den menschlichen Wesen von Gottheiten überlassen worden waren. Die Subjekte in diesen Kunstwerken würden die menschlichen Wesen zu Barmherzigkeit und Erhöhung ihrer Moral hinführen, weshalb sie einen guten Effekt erzielten. Werden Kunstwerke nur dazu erschaffen, die eigenen Sinnesempfindungen zu befriedigen, oder auf der Suche außerhalb von Form oder Stil, war so bezeichnete Kunst, in Wirklichkeit eine Folgeerscheinung der Degeneration menschlicher Moral. Seitdem ich mit der Kultivierung angefangen hatte, begriff ich, dass die erste und höchste Sache beim Zeichnen oder Malen, das Thema ist, nämlich was abgebildet wird. Darüber hatte ich, vor ich mit dem Praktizieren von Falun Gong begonnen hatte, nicht nachgedacht, was wirklich unverantwortlich war.
Reporter: Was hat Sie veranlasst, sich an der Kunstausstellung "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht" zu beteiligen?
Fan: Wegen des Praktizierens von Falun Gong, wurde ich auch von der massiven Verfolgung betroffen. Ich wurde verhaftet, zur Gehirnwäsche ins Gefängnis geworfen, in eine psychiatrische Heilanstalt eingewiesen und zwangsernährt. Diese Verfolgung zerstörte mein ganzes Leben, ließ mir keinen Ausweg. Schließlich überlebte ich knapp und konnte mich in die Vereinigten Staaten absetzen. Als ich hier ankam, war das, was ich am meisten zu tun wünschte, mit meinen ganzen Gedanken und Gefühlen, über die Verfolgung aufzuklären. Es gibt da eine Menge Gedanken und Erinnerungen an die Dinge, die in China passiert sind. Meine Freunde, meine Klassenkameraden und meine Falun Gong Mitpraktizierenden, von denen manche zu Tode verfolgt wurden, und einige von ihnen sich noch im Gefängnis befinden. Ich möchte den Menschen mittels meiner Darstellungen, ihre großen und edlen Handlungen zeigen. Ich rufe die Situation im Gefängnis und was es bedeutet, an der Schwefle des Todes zu stehen, in Erinnerung. Ich bin der Auffassung, sie sind es wert, gemalt und erinnert zu werden. So wählte ich das Thema, verfolgt zu werden.
Ich hatte zwei Bilder für die Kunstausstellung, welche die Verfolgung wiedergeben. Eines davon heißt „Unbeweglich“. Es enthüllt den Kontrast zwischen Gut und Böse, vermittelt uns, dass die diamantfeste Entschlossenheit eines Praktizierenden, unzerstörbar ist. In dem Bild meditiert ein wunderschönes Mädchen am frühen Morgen in einem Park, wird jedoch von Verfolgern brutal geschlagen. Das Gesamtbild ist für die Darstellung von Bäumen und Gras am Morgen, in weichen Farben gehalten. Eine Brise streicht durch das Haar des Mädchens, einen klaren Kontrast zu der bösartigen Brutalität der Polizisten bildend. Ein Polizist grapscht die Haare des Mädchens, um sie zu verprügeln. Ein kleiner Engel hilft der Praktizierenden, das Böse zu verdrängen. Das ganze Bild hat einen V-förmigen Aufbau, der viel Raum für Imagination bereithält. Die meditierende Praktizierende sitzt in der Mitte des unteren Teils des Bildes. Dann gibt es zwei bösartige Polizisten, von denen sich der eine links, der andere rechts neigt, eine V-Form ausbildend. Die Bewegungen der Polizisten zu beiden Seiten betonen die Entschlossenheit des Mädchens. Zusätzlich drückt ihr Sitzen in Form eines aufrechten Dreiecks die Festigkeit eines Berges aus, ungestört von dem sie umgebenden Umfeld. Ihre Meditation ist die fünfte Übung – Stärkung der göttlichen Kräfte, das Thema von „Unzerstörbar wie ein Diamant“ darstellend. Die vier kleinen Engel in Form eines Kreises, bilden eine Harmonie im Kontrast zu der Brutalität. Die aufrichtigen Figuren sind in lichten Farben, welche die Reinheit ausdrücken, gehalten; während die bösen in dunklen Farben abgebildet werden. Das bildet auch einen Kontrast.

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