Wie vor vier Jahren – Peking vertuscht mysteriöse Lungenentzündung

Das Gefühl der Hilflosigkeit, das die chinesische Bevölkerung seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vor drei Jahren immer wieder zu spüren bekam, ist nun wieder da. Das Land kämpft mit einer Lungenentzündung, die zuerst Kinder befiel und mittlerweile die Krankenhäuser an ihre Grenzen bringt.

In den Wartezimmern und Fluren der Krankenhäuser und vor den Haupttoren drängen sich Eltern mit ihren Kindern im Kinderwagen oder auf dem Arm. Sie warten stundenlang bis in die Nacht hinein in der Hoffnung, dass ihre Nummer über den Lautsprecher aufgerufen wird.

Wartezeiten von bis zu 12 Stunden sind keine Seltenheit – wenn man sich überhaupt anstellen kann. Im Netz teilt ein Einwohner Pekings ein Foto, auf dem er einen Zettel mit der Nummer 1.800 in der Hand hält und erinnert potentielle Besucher daran, sich einen Hocker mitzunehmen. Bis Mitternacht musste er warten.

Von Norden bis Süden häufen sich Krankenhausaufenthalte wegen Atemwegserkrankungen bei Kindern. Viele Schulen sind geschlossen. Die Gesundheitsbehörden mahnen per Durchsagen Lehrer und Schüler, die sich unwohl fühlen, zu Hause zu bleiben.

„Alle in der Klasse husten – man kann nicht einmal hören, was der Lehrer sagt“, berichtete ein Mann namens Chen der Epoch Times von dem, was er von seiner Tochter in Peking erfahren hat.

Wie schon vor drei Jahren leugnet die Kommunistische Partei Chinas (KPC) die Krankheit und behauptete gegenüber der WHO, es gebe keine „ungewöhnlichen oder neuen Erreger“ oder besonderen Symptome.

Stattdessen führt sie den Anstieg auf die verbesserte Überwachung von Atemwegserkrankungen zurück und behauptet, die Krankenhauskapazitäten würden ausreichen.

Pekings Erklärung überzeugt nur wenige in China und im Ausland. Die Vize-Direktorin der WHO-Abteilung für Pandemien, Maria Van Kerkhove, erklärte am 29. November nur, dass die Organisation „die Situation in China weiter beobachtet“.

Sean Lin, Mikrobiologe und Ex-Laborleiter der Abteilung für Viruskrankheiten am Walter Reed Army Institute of Research in den USA, ist enttäuscht, dass sich die WHO auf die Informationen des chinesischen Regimes verlässt.

„Wie kann man den Daten der chinesischen Regierung vertrauen?“, sagte er der Epoch Times.

Als chinesische Whistleblower-Ärzte Ende Jahres 2019 wegen Corona Alarm schlugen, dauerte es fast drei Wochen, bis das chinesische Regime zugab, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Sofort danach verhafteten die chinesischen Behörden Bürgerjournalisten und Reporter. Auch so mancher Arzt verschwand. Jede Erwähnung des Ausbruchs im Internet wurde verfolgt und unterbunden.

Viele Abgeordnete in Washington sind der Meinung, dass sich das Szenario von damals jetzt wiederholt.

„Wir können den Chinesen nicht mehr vertrauen“, sagte der Abgeordnete Morgan Griffith am 30. November dem Fernsehsender NTD. „Sie wollen ihr Gesicht nicht verlieren, und das Ergebnis ist, dass Menschen sterben.“

Der Abgeordnete Greg Murphy, ein praktizierender Chirurg, glaubt, dass China alles tun wird, damit sie nicht als Verursacher einer weiteren Pandemie dastehen.

„Ich glaube nichts von dem, was die Chinesen sagen – nicht ein Wort“, sagte er gegenüber NTD. „Wenn man sich einmal verbrannt hat, verbrennt man sich kein zweites Mal.“

Ein sich schnell ausbreitender Krankheitserreger

Von dem derzeitigen Ausbruch der Lungenentzündung sind besonders Kinder betroffen. Große Kinderkrankenhäuser in ganz China haben in den letzten Wochen täglich bis zu 10.000 Patienten aufgenommen.

Der jüngste Tagesrekord von 13.171 Patienten im Kinderkrankenhaus von Tianjin war ein solcher Schock, dass die Direktorin Liu Wei in einem emotionalen Brief angesichts der schwierigen Lage um öffentliches Verständnis bat. Einige Mitarbeiter seien auch Eltern von kranken Kindern, sagte sie.

Andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens bestätigten, dass die Lage in anderen Krankenhäusern in Tianjin ähnlich ist. Selbst Mitarbeiter des Krankenhauses haben Schwierigkeiten Termine für ihre Kinder zu bekommen.

„Wir müssen ständig den Bildschirm aktualisieren, um zu sehen, ob eine Nummer frei ist“, sagt ein Mitarbeiter des Beichen-Krankenhauses gegenüber der Epoch Times. In einem Krankenhaus in der Provinz Jilin sind bereits alle Termine für die nächsten sieben Tage ausgebucht.

Bilder wie vor drei Jahren

In einigen Krankenhäusern sind die Schlangen so lang, dass die Kinder und ihre Familien vor dem Krankenhaus notdürftig mit Zelten, Campingbetten, Klappstühle und Decken versorgt werden. Einige, die eine intravenöse Infusion benötigen, hängen diese während sie warten an selbst mitgebrachten Kleiderbügeln und Hacken auf.

Manche Städten senden Mitarbeiter in Schutzanzügen aus, um die Umgebung zu desinfizieren. Ein Mann aus Peking namens Liu, erzählt Epoch Times, dass das Krankenhaus, in dem er war, eine Maskenpflicht erlassen und die Familienbesuche auf ein zweistündiges Zeitfenster am Abend beschränkt hat. Es sind Bilder, die an die jüngste Pandemie erinnern.

Auf der chinesischen Social-Media-Website Weibo berichtet ein Grundschullehrer aus der Provinz Hunan, dass seine gesamte Klasse über Nacht krank wurde und zu Hause blieb. Auch er meldete sich krank, nachdem er in der Nacht hohes Fieber, trockenen Husten und starke Lungenschmerzen bekommen hatte.

Eine Mutter von zwei Kindern aus Peking, deren gesamte Familie kürzlich erkrankt war, berichtet von einer Schule, in der die Hälfte der Schüler trotz Vorsichtsmaßnahmen erkrankt war.

„Es ist hoffnungslos“, sagt sie der Epoch Times. „Man kann sich eine Maske aufsetzen und wird trotzdem angesteckt.“

Es sei auch schwer, die Krankheit wieder loszuwerden. Nachdem bei einem Schüler der Husten aufgehört hatte, bekam er wieder Fieber.

Auch die Zahlen der chinesischen Behörden, die selten die Wahrheit wiedergeben, sind ernüchternd. In der Woche zum 26. November meldete allein Peking über 72.000 Infektionen.

„China lügt und betrügt, wie kein anderer. Glücklicherweise ist es ihnen bisher nicht gelungen, den neuen Ausbruch zu vertuschen“, so der texanische Abgeordnete Dan Crenshaw gegenüber NTD.

Angesichts wachsender Befürchtungen, dass sich die Krankheit ins Ausland ausbreiten könnte, haben fünf republikanische Senatoren US-Präsident Joe Biden schriftlich aufgefordert, den Reiseverkehr zwischen den USA und China einzuschränken.

„Ein Reiseverbot zu dieser Zeit kann unser Land vor Todesfällen, Lockdowns, Verboten und weiteren Ausbrüchen bewahren“, so die Senatoren.

Verharmlosung des Ausbruchs

Laut den Statistiken der Pekinger Gesundheitsbehörde sind mögliche 16 Infektionsquellen aufgeführt, darunter Grippeviren und Mykoplasmen-Bakterien. Von COVID-19 ist nicht die Rede.

„Die KPC will nicht, dass die internationale Gemeinschaft den Verdacht bekommt, dass in China eine weitere COVID-Welle ausgebrochen ist“, meint der Virologe Lin gegenüber Epoch Times. Das aktuelle Narrativ über Mykoplasmen sei „rein politisch“.

„Es gibt viele Atemwegserreger. Die Regierung kann jeden dafür verantwortlich machen – aber das muss nicht unbedingt die Wahrheit entsprechen“, sagt er.

Die Behauptung der KPC, dass es sich um eine Mykoplasma-Pneumonie handelt, wirft zahlreiche Fragen auf. Mykoplasmen verbreiten sich durch Tröpfchen und sind von daher nicht so schnell übertragbar.

Normalerweise führen Mykoplasmen auch nicht zu dem „weißen Lungensyndrom“, meint Dong Yuhong, ein Analyst für Infektionskrankheiten mit 12 Jahren Erfahrung bei dem Schweizer Pharmaunternehmen Novartis.

Ein Arzt eines Kinderkrankenhauses der Provinz Anhui berichtete laut chinesischen Medien, dass in seinem Krankenhaus täglich rund 50 Lungenwaschungen bei Kindern durchgeführt würden. In normalen Zeiten seien es nur etwa 10 pro Tag.

Herkömmliche Behandlungsmethoden funktionieren scheinbar auch nicht. Eine erkrankte Kinderärztin berichtet der Epoch Times, sie habe „mehrere Medikamente gegen eine Mykoplasmen-Lungenentzündung genommen“. Aber keines habe gewirkt.

Der Virologe Lin glaubt, dass COVID-19 die treibende Kraft hinter der aktuellen Welle ist. Höchstwahrscheinlich hätten „andere Atemwegserreger die Abwehrmechanismen der oberen Atemwege geschwächt, so dass SARS-Cov-2 jetzt einfach eindringt“.

Der Ton in Chinas Staatsmedien ist zwar immer noch beschwichtigend, aber offenbar versucht die KPC die Erwartungen auf eine Besserung der Lage dämpfen zu wollen.

In einem Artikel in Chinas Volkszeitung vom 27. November werden mehrere Experten zitiert, die erklären, dass es kein „Wundermittel“ gegen Erkrankungen der oberen Atemwege gebe.

Da es an wirksamen Pharmazeutika mangelt, suchen Krankenhäuser in Peking mittlerweile händeringend nach TCM-Ärzten. Ein Krankenhaus in der ostchinesischen Provinz Shandong stellt vermehrt Kinderärzte ein.

Die ostchinesische Stadt Yiwu warnte sogar die Bevölkerung, Lebensmittel für bis zu 15 Tage einzulagern, was Sorge vor einem Lockdown aufflammen ließ.

Zensur

Vor seinem jüngsten Staatsbesuch in San Francisco wies Xi Jinping seine Beamten persönlich, an, die Schwere des Ausbruchs zu vertuschen und eine erneute COVID-19-Welle zu leugnen, um internationale Investoren nicht abzuschrecken.

Das berichtete ein Informant der Epoch Times, welcher der Parteiführung und dem chinesischen Militär nahe steht. Das Kuriose: Die KPC hat gerade erst sechs Ländern in Europa und Asien die visafreie Einreise gewährt, um den Tourismus anzukurbeln.

Obwohl in Krankenhäuser Mykoplasma-Pneumonie diagnostiziert wird, geben Ärzte im Geheimen, zu, dass COVID-19 der wahre Grund sei.

„Es ist mutiert und kann nicht durch Tests nachgewiesen werden“, so der Virologe Li. „Die Regierung erlaubt den Menschen nur nicht, darüber zu sprechen.“

Frau Jin aus der zentralchinesischen Stadt Xi’an erfuhr dasselbe von ihrem Neffen im Krankenhaus: Der Arzt sagte ihm, er habe COVID-19. „Sie nannten es nur anders“, sagte sie Epoch Times.

Personen, die an der Ausstellung von Totenscheinen beteiligt waren, darunter mehrere Ärzte, sagten gegenüber Epoch Times, dass sie angewiesen wurden, COVID-19 nicht zu erwähnen.

Ein Mitarbeiter eines Wohnviertels in der Stadt Changchun berichtete Epoch Times, dass auf der Sterbeurkunde für den Schwiegervater einer Polizeidirektorin „Gehirnschlag“ stand.

In manchen Gegenden ist sogar die öffentliche Erwähnung von Krankheit ein Tabu. Mindestens zwei Eltern aus Peking und Tianjin berichten Epoch Times, dass Lehrer die Eltern angewiesen haben, die Krankheit ihrer Kinder in den Chatgruppen der Schule nicht zu erwähnen, aus Angst, „andere negativ zu beeinflussen“.

„Alles ist ein Staatsgeheimnis“, sagte Wei aus Peking der Epoch Times.

Wiederholt sich die Geschichte?

„Wenn die Pandemie uns etwas gelehrt hat, dann ist es, dass die Wissenschaft die Zukunft nicht vorhersagen kann“, meint Virologe Lin. „Wir müssen angesichts der Kraft der Natur sehr bescheiden sein“.

Es sei an der Zeit, sich über die wissenschaftliche Sichtweise hinaus Gedanken zu machen, „was in der Gesellschaft grundlegend falsch läuft und welche Möglichkeiten zur Verbesserung bestehen“.

Er ist nicht der einzige, der einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Der Gründer der spirituellen Praxis Falun Gong, Li Hongzhi, erklärte Ende August gegenüber Epoch Times, dass das Virus sich gegen die KPC und diejenigen, die der Partei blind folgen, richte.

Seuchen und Pest, so schrieb Li in einem Essay mit dem Titel „Vernunft“ im März 2020, zielten auf „den Verfall des menschlichen Herzens und der Moral sowie die massive Anhäufung von Karma“ ab. Er rät den Menschen, „sich von der bösen KPC fernzuhalten und sich nicht mit der bösen Partei zu verbünden“.

Jonathan Liu, ein Arzt für traditionelle chinesische Medizin in Ontario, vergleicht das aktuelle China mit den letzten Tagen alter Kaiserdynastien. In den letzten dreißig Jahren der Östlichen Han-Dynastie brachen alle zwei oder drei Jahre Seuchen aus. Gleichzeitig kam es zu Aufständen und Kämpfen zwischen militärischen Gruppen.

Bei der größten Epidemie, die sich drei Jahre vor dem Zusammenbruch des Han-Reiches ereignete, starben ganze Clans aus. Praktisch jeder Haushalt trauert, schrieb der chinesische Dichter Cao Zhi damals. Er selbst war Sohn einer der drei führenden Kriegsherren jener Zeit.

„Die traditionelle chinesische Kultur betont die Einheit zwischen Mensch und Himmel“, so Liu gegenüber Epoch Times. „Wenn Menschen moralisch korrupt werden, kommt es zu Katastrophen. So haben die Alten die Sache als karmische Vergeltung betrachtet.“

Katastrophen gab es in China in der letzten Zeit nicht wenige. Neben der Pandemie gab es zahlreiche Dürren und Überschwemmungen historischen Ausmaßes. Auch die Wirtschaft ist stark eingebrochen. Ausländische Investoren wandern zunehmend ab.

Die Jugendarbeitslosigkeit hat ein historisches Hoch erreicht und stellt für die KPC ein politisches Risiko dar. Die Spannungen mit den Vereinigten Staaten tragen nicht gerade zur Verbesserung der Lage bei.

In den hundert Jahren ihres Bestehens hat die KPC sich mit Gewalt und Lüge an der Macht gehalten und die Bevölkerung unterdrückt. Ist das der Anfang vom Ende der KPC?

Quelle: Wie vor vier Jahren – Peking vertuscht mysteriöse Lungenentzündung

Alle Artikel, Grafiken und Inhalte, die auf Yuanming.de veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Deren nicht-kommerzielle Verwendung ist erlaubt, wenn auf den Titel sowie den Link zum Originalartikel verwiesen wird.

Das Neueste

Archiv