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Australien: Aufruf an den Ministerpräsidenten, sich für die Beendigung der Verfolgung von Falun Gong einzusetzen

Eine Woche bevor der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull am 14. und 15. April 2016 zum ersten Mal China besucht, veranstalteten Praktizierende und Befürworter von Falun Gong am Martin Place in Sydney eine Kundgebung. Sie riefen ihn dazu auf, die Menschenrechtsverletzungen des chinesischen Regimes anzusprechen und die Regierung Chinas aufzufordern, die 17 Jahre währende Verfolgung von Falun Gong einzustellen.

Kundgebung am Martin Place

Die Vorsitzende des Falun Dafa Vereins, Dr. Lucy Zhao sagte: „Wir begrüßen Australiens Wachstum und Wohlstand und sein Engagement in China. Doch gleichzeitig verlangen wir, dass der Ministerpräsident nicht über die Tatsache hinwegsieht, dass Millionen Falun Gong-Praktizierende weiterhin auf Geheiß des kommunistischen Regimes in China verfolgt und gefoltert werden. Dies ist eine Gelegenheit, die Beziehung der beiden Länder zu intensivieren.“

Praktizierende sammelten bei der Veranstaltung 3.400 Unterschriften unter eine Petition, die ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China fordert.

Menschen unterschreiben eine Petition zur Unterstützung der friedlichen Bemühungen der Falun Gong-Praktizierenden, die Verfolgung in China zu beenden.

David Shoebridge ist Mitglied der Grünen im Legislativrat in New South Wales. Er sprach bei der Kundgebung und forderte den Ministerpräsidenten auf, sich bei seiner Reise nach China für die in China eingesperrten Falun Gong-Praktizierenden einzusetzen und die Menschenrechtsverletzungen anzusprechen.

David Shoebridge spricht bei der Kundgebung.

Herr Shoebridge verurteilte den staatlich geförderten Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China. Er versicherte den Praktizierenden, die hinter ihm saßen, dass die Australier ihnen dabei helfen werden, ihre inhaftierten Familienangehörigen freizubekommen.

Er fügte hinzu, dass Glaubensfreiheit ein grundlegendes und allgemeines Menschenrecht sei, dass keine Regierung seinen Bürgern diese Freiheit entziehen sollte und dass Australien, als unabhängiges Land, das Thema der Menschenrechtsverletzungen in China ansprechen sollte.

Bill Crews, christlicher Pfarrer und Gründer der Exodus Stiftung, weist in seiner Rede daraufhin, dass man aufstehen und „nein” zu einer politischen Macht sagen soll, die versucht, mit Gewalt grundlegende Menschenrechtezu unterdrücken.

Herr Tri Vo, der Präsident der vietnamesischen Gemeinde in Australien, Frau Tenzin Kunsel und Herr Tsering Dorjee Tsang von der tibetischen Gemeinde in New South Wales sowie Bob Vinnicombe, ein Menschenrechtsaktivist, forderten ebenfalls die australische Regierung auf, keine Menschenleben und Menschenrechte für die wirtschaftliche Entwicklung zu opfern.

Bei der Kundgebung sprachen zwei Falun Gong-Praktizierende über die Erlebnisse ihrer Familienangehörigen, die in China gefoltert worden waren.

Ye Jia, der Vater des 17 Jahre alten Eric Jia, ist seit über acht Jahren eingesperrt. Davor musste seine Familie ständige Schikanen und Misshandlungen durch die Behörden Chinas ertragen. Um der Verfolgung zu entgehen, zogen Eric und seine Mutter im Jahr 2012 nach Australien.

„Wir vermissen ihn so sehr. Ich kann mich nicht mehr an seine Stimme erinnern. Wir machen uns große Sorgen um ihn, doch fühlen wir uns vollkommen hilflos und verzweifelt, da wir nur so wenig für ihn tun können“, schrieb er in einem Brief an den Ministerpräsidenten, den er ihm persönlich übergeben wird, bevor dieser nach China reist.

Die Schwester von Li Qizhong wurde im Februar 2015 in Schanghai festgenommen und im März 2016 zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Li hofft, dass der Ministerpräsident helfen wird, sie freizubekommen.

Viele Passanten waren über die brutale Verfolgung erschüttert.

Shanaye March ist Studentin an der Universität für Technologie in Sydney. Als sie von der Brutalität der Verfolgung in China erfuhr, musste sie weinen.

Shanaye sagte, dass die Rede von Eric sie tief berührt habe. Sie ist von der chinesischen Regierung enttäuscht. „Wie können sie ihre eigenen Leute so behandeln?“, sagte sie und fügte hinzu, sie hoffe, dass der Ministerpräsident aus China gute Nachrichten zurückbringen werde.

Professor Ray Smith von der New South Wales Universität unterstützt die friedlichen Bemühungen der Falun Gong-Praktizierenden, wie sie der Verfolgung widerstehen.

Professor Smith unterschrieb die Petition und nahm Informationsmaterialien für seine Freunde mit. Er hat Falun Gong seit Jahren beobachtet. „Sie sind eine Gruppe von sehr freundlichen Menschen“, sagte er.

Er glaubt, dass Falun Gong seine Wurzeln in tiefgründiger, traditioneller chinesischer Kultur hat. Er erwähnte, es sei ermutigend zu sehen, wie eine Gruppe friedlicher Menschen hier meditert.

Professor Smith hofft, dass die Welt etwas Weisheit von der chinesische Kultur lernen wird und dass Falun Gong ein gutes Beispiel dieser Kultur ist und eine Hoffnung für Chinas Zukunft darstellt.

Er sagte, der australische Ministerpräsident sollte sich anstatt für materielle Interessen zuerst für spirituelle Werte einsetzen, denn das sei seine Verantwortung.

Der ortsansässige Geschäftsmann John Wertheim hofft, dass der Ministerpräsident bei den Menschenrechtsverletzungen in China helfen kann.

John Wertheim, ein hiesiger Geschäftsmann, sagte, er könne nicht glauben, dass eine friedliche Meditationsgruppe wie Falun Gong in China verfolgt werde.

Er sagte: „Ich gehe oft auf Geschäftsreise nach Hongkong. Ich kann die Herrschaft Chinas über Hongkong bereits erkennen. Wir haben das Glück, in einem freien Land leben zu können. Wenn die Regierung Probleme macht, können wir unsere Meinung sagen. Jetzt haben die Chinesen keinen Glauben mehr. Sie glauben nur noch ans Geld.“

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