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Australien/Queensland: Im Gedenken an den friedlichen Protest vom 25. April

Am 23. April 2016 haben Falun Gong-Praktizierende auf dem Brisbane Square im australischen Queensland an den 17. Jahrestag des friedlichen Protestes vom 25. April in Peking erinnert.

Dazu hielten sie Transparente, verteilten Flyer und sprachen mit den Menschen über Falun Gong und die Verfolgung in China. Außerdem sammelten sie Unterschriften gegen die Verfolgung. Einige Praktizierende führten die Falun Gong-Übungen vor. Am Abend fand eine Kerzenlicht-Mahnwache statt.

Brisbane Square befindet sich im Zentrum von Queensland. Ganz viele Menschen, sowohl Einheimische als auch Touristen, zogen an diesem Freitag an den Falun Gong-Praktizierenden vorbei. Viele blieben stehen, um die Plakate zu lesen, sich von den Praktizierenden die Hintergründe erklären zu lassen und die Petition gegen die Verfolgung zu unterschreiben.

Passanten unterschreiben die Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert.
Passanten bleiben stehen, um sich über Falun Gong zu informieren.
Die Falun Gong-Übungen werden gezeigt.

Fotografin: „Die Verfolgung ist zu grausam. Sie muss beendet werden!“

Zoe, eine Fotografin aus dem Iran, war geschockt und empört, als sie von der Verfolgung erfuhr. Sie sagte: „Die Verfolgung ist zu grausam und grauenvoll. Sie muss beendet werden!“ Sie unterschrieb die Petition, die fordert, dass Jiang vor Gericht gestellt wird. Sie wünschte sich, dass die Verfolgung bald endet. Von der Friedfertigkeit und der Vernunft der Praktizierenden bei ihren Bemühungen gegen die Verfolgung zeigte sie sich berührt. Sie wollte zu diesem Thema Fotografien zusammenstellen und machte viele Fotos von der Gruppenübung, nachdem sie die Erlaubnis dazu eingeholt hatte.

Ladenbesitzerin: „Die Menschen auf der ganzen Welt sollten heraustreten, damit die Verfolgung endet!“

Vivi aus Kolumbien unterschreibt die Petition und lässt sich mit einer Praktizierenden fotografieren.

Vivi aus Kolumbien führt ein Kaffeegeschäft. Sie sprach über eine Stunde lang mit einer Praktizierenden, nahm sich Informationsmaterial mit und unterschrieb die Petition. „Alle Menschen auf der ganzen Welt sollten über diese Angelegenheit (Organraub an lebenden Menschen) Bescheid wissen“, meinte sie. „Die Verbrechen der KPCh müssen weltweit offengelegt werden. Die Menschen auf der ganzen Welt sollten heraustreten, damit die Verfolgung endet!“

Sie freute sich, als sie eine gefaltete Papierlotusblume geschenkt bekam. Bevor sie ging, ließ sie sich zusammen mit einer Praktizierenden fotografieren.

Neuer Immigrant aus China: „Danke, ich trete aus der Partei aus.“

Ein um die 60 Jahre alter Chinese, der erst kürzlich aus Shanghai nach Australien ausgewandert war, äußerte zunächst seinen Widerstand gegen die Informationen am Stand der Falun Gong-Praktizierenden. Weil er von der diffamierenden KPCh-Propaganda in die Irre geleitet worden war, sagte er ein wenig verärgert: „China hat sich so stark entwickelt. So viele Menschen reisen ins Ausland. Wie können Sie da noch sagen, dass China nicht gut ist?“ Geduldig klärte ein Praktizierender ihn über die Verfolgung von Falun Gong in China auf. Er erklärte ihm, dass die Partei nicht mit China gleichzusetzen sei.

Der Mann hörte gar nicht zu und wollte auch kein Informationsmaterial annehmen. Der Praktizierende David Yu berichtete ihm dann von seinen eigenen Erfahrungen, als er nur wegen des Praktizierens von Falun Gong vier Jahre im Gefängnis und zwei Jahre im Arbeitslager eingesperrt war und dort gefoltert wurde. Der neuer Immigrant zeigte sich ein wenig berührt, warf dann aber ein: „Ich bekomme meine Pension von der kommunistischen Partei. Ich kann nicht meine Mitgliedschaft in der Partei kündigen.“

Die Praktizierende Annie gab ihm zu bedenken: „Die Pension wird Ihnen nicht einfach so von der Partei gegeben. Sie bekommen sie, weil Sie sich für das Land eingesetzt haben. Die Partei arbeitet nicht in den Landwirtschaftsbetrieben und in den Fabriken. Wie kommt sie zu ihrem Geld? Sie beutet die Menschen aus. Ohne die Partei würden Sie mehr bekommen. Der Austritt aus der Partei und den ihr unterstellten Organisationen wird im Herzen vollzogen. Es ist in Ordnung, wenn Sie Ihren Austritt mit einem Pseudonym erklären. Sie müssen nicht zu Ihrer früheren Arbeitseinheit gehen, um den Austritt zu bekunden. Ihre Pension ist davon nicht betroffen.“

Schließlich war der Mann von der Aufrichtigkeit und Güte der Praktizierenden sehr berührt. Er sagte immer wieder: „Danke, ich trete aus der Partei aus.“

Kerzenlicht-Mahnwache zur Erinnerung an den 17. Jahrestag des friedlichen Protestes vom 25. April in Peking.

Unter der wunderschönen Straßenbeleuchtung von Brisbane veranstalteten die Praktizierenden am Abend eine Kerzenlicht-Mahnwache, um an den 17. Jahrestag des friedlichen Protestes vom 25. April in Peking zu erinnern. Außerdem wollten sie ihre Trauer über die Mitpraktizierenden bekunden, die bei der Verfolgung ums Leben kamen. Es war für alle Menschen eine Erinnerung, dass die Verfolgung immer noch andauert. Außerdem diente diese Kerzenlicht-Mahnwache als Appell zur Unterstützung, dass Jiang Zemin vor Gericht gebracht und die Verfolgung beenden werden sollten.

Hintergrund

Am 23. und 24. April 1999 griffen Polizisten in Tianjin, einer Stadt in der Nähe von Peking, Dutzende von Falun Gong-Praktizierenden auf und verhafteten sie. Diese Praktizierenden hatten sich vor dem Redaktionsbüro einer Zeitschrift versammelt, um Irrtümer in einem kurz zuvor veröffentlichten Artikel zu bereden, in dem Falun Gong angegriffen wurde. Als sich die Kunde von der Verhaftung verbreitete und weitere Falun Gong-Praktizierende bei den Beamten nachfragten, wurde ihnen gesagt, sie sollten nach Peking gehen und dort appellieren.

Am darauf folgenden Tag versammelten sich um die 10.000 Falun Gong-Praktizierende spontan beim zentralen Beschwerdebüro in Peking, nachdem sie von den Beamten in Tianjin die Anweisung dazu erhalten hatten. Die Versammlung verlief friedlich und ordentlich. Mehrere Repräsentanten von Falun Gong wurden aufgefordert, sich mit dem chinesischen Premierminister Zhu Rongji und seinem Mitarbeiterstab zu treffen. An diesem Abend wurden die Anliegen der Falun Gong-Praktizierenden behandelt, die verhafteten Praktizierenden in Tianjin wurden freigelassen und alle gingen nach Hause.

Jedes Jahr organisieren Falun Gong-Praktizierende weltweit um den 25. April herum Veranstaltungen, um an dieses friedvolle Ereignis zu erinnern.

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong am 20. Juli 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 17 Jahren zum Tod vieler Falun Gong- Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.

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