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Singapur: Im Gedenken an den friedlichen Protest in Peking vor 17 Jahren

Falun Gong-Praktizierende aus Singapur haben sich am 20. April 2016 beim Hong Lim Park versammelt, um an den 17. Jahrestag des friedlichen Protestes von über 10.000 Praktizierenden am 25. April 1999 in Peking zu erinnern.

Ihr Anliegen war, die Passanten über Falun Gong zu informieren und darüber, wie brutal diese friedliche Meditationspraktik in China verfolgt wird. Dazu veranstalteten sie eine Vorführung der Falun Gong-Übungen sowie eine Ausstellung über Falun Gong.

Ähnlich wie die Teilnehmer des Protestes am 25. April 1999 waren die Teilnehmer der Veranstaltung in Singapur zusammengekommen, weil jeder von ihnen persönliche Vorteile vom Praktizieren erfahren hatte. Daher war es ihnen ein Anliegen, der Öffentlichkeit ihre zahlreichen positiven Erlebnisse mitzuteilen.

 
Gruppenübungen am 20. April 2016 beim Hong Lim Park

Fast behindert und nun wieder völlig genesen

Die 72 Jahre alte Frau Li sieht viel jünger aus als ihre Altersgenossinnen. „Ich fing am 20. April 1999 mit dem Praktizieren von Falun Gong an. Das war fünf Tage vor dem Protest in Peking“, erinnert sie sich.

Sie begann mit dem Praktizieren, um ihren körperlicher Gesundheitszustand zu verbessern. Wegen ihrer rheumatischen Arthritis hatte Frau Li überall Gelenkschmerzen und konnte ihre Arme und Beine nicht heben. Es war sogar schmerzhaft, wenn sie sich im Bett umdrehte. Sie hatte bereits einen Arzt aufgesucht und chinesische Medizin und Physiotherapie versucht, doch nichts hatte geholfen. „Im Krankenhaus traf ich dann einmal eine Frau mit einer ähnlichen Erkrankung. Sie hatte zehn Jahre lang erfolglos Medikamente ausprobiert und alle ihre Gelenke waren bereits degeneriert. Es schien, als ob ihre Finger bald abfallen würden. Das war sehr beängstigend“, erzählt Frau Li.

Ein Funken Hoffnung kam auf, als Frau Li in einem Zeitungsartikel über Falun Gong las. Weil man Falun Gong kostenlos lernen konnte und es sehr wirkungsvoll zu sein schien, beschloss sie, es zu versuchen. „Ich schaffte es, am 20. April in einen nahegelegenen Park zu gehen. Dort zeigte mir jemand die Übungen.“ Innerhalb von zwei Wochen ließen die Schmerzen nach und sie konnte wieder normal gehen. Außerdem war ihr Blutdruck, der sie über zehn Jahre lang geplagt hatte, wieder ganz normal.

Die Menschen, die sie kannten, waren erstaunt, als sie sie im Park joggen sahen. „Ja, was? Ich dachte, dass du kaum gehen kannst – was ist passiert?“, wurde sie oft von ihren Freunden gefragt.

Aus eigener Erfahrung weiß Frau Li, dass Falun Gong gut ist, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Die Unterdrückung in den letzten 17 Jahren in China hat ihre Meinung darüber nicht verändert. Im Gegenteil, sie geht oft in die Parks und zu den touristischen Orten, um die Chinesen über die Hintergründe von Falun Gong zu informieren. Sie hofft, dass sie damit deren Vorurteile zerstreuen kann, die ihnen von der Hasspropaganda der kommunistischen Partei eingeimpft wurden.

„Oase in der Wüste“

Frau Lu, die im medizinischen Bereich ausgebildet ist, fand ihre Arbeitsumgebung sehr schwierig. „Besonders in China trauen die Menschen einander nicht. Sie kämpfen ständig gegeneinander wegen Geld oder anderer materieller Interessen. Ich war darüber aufgebracht und frustriert. Oft konnte ich nachts nicht schlafen.“ Weil sie sich kraftlos fühlte und meinte, dass man nichts verändern könne, dachte sie, dass sie keine andere Wahl habe, als von ihren Prinzipien abzuweichen.

Vor vier Jahren kam sie nach Singapur. Hier stieß sie auf Falun Gong und fühlte sich gleich hingezogen.

Das Praktizieren von Falun Gong half Frau Lu, ein besseres Verständnis vom Leben und der Gesellschaft zu erlangen. Außerdem stellte sie fest, dass sich das Praktizieren außerordentlich positiv auf die Gesundheit auswirkt. „Ich hatte seit meinem sechsten Lebensjahr Arthritis und meine Beine schmerzten an Regentagen manchmal sehr schlimm. Wegen meiner medizinischen Kenntnisse wusste ich, dass es dafür kein Heilmittel gibt.“ Doch wie durch ein Wunder verschwand die Arthritis durch das Praktizieren von Falun Gong genauso wie ihr allergischer Schnupfen.

„Wenn man über die Worte Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht nachdenkt, wird man feststellen, dass sie wirklich große Bedeutung haben“, sagt Frau Lu. „Allein schon ehrlich zu sein, ist nicht einfach, besonders nicht in China, wo Ehrlichkeit heftig unterdrückt wird.“

Als Frau Lu sah, wie die Praktizierenden sich an diesen Prinzipien orientieren, um ehrlich, bescheiden, barmherzig und tolerant zu sein, war sie tief bewegt.

„Für mich ist das eine Oase in der Wüste“, sagt sie.

An alte Schätze erinnert

Viele der Passanten, die stehen blieben, um mehr zu erfahren, bekundeten ihre Wertschätzung für die aufrichtigen Bemühungen der Praktizierenden.

So blieben auch zahlreiche chinesische Touristen stehen, um bei den Gruppenübungen zuzusehen. Eine um die 30 Jahre alte Frau bat ihren Freund, ein Foto von ihr und den Praktizierenden zu machen. Dabei legte sie ihre Handflächen respektvoll aneinander. „Einige meiner Verwandten sind Falun Gong-Praktizierende. In China habe ich in den ganzen letzten 17 Jahren keine derartige Gruppenübung gesehen“, erklärte sie.

Ein anderer chinesischer Tourist unterhielt sich eine Weile mit einer Praktizierenden und nahm dann Informationsmaterial mit. „Wie Sie wissen, werden die Nachrichtenmedien in China streng kontrolliert. Daher finde ich es sehr faszinierend, so etwas wie das hier heute zu sehen“, erklärte der junge Mann. Er wisse, dass die chinesischen Medien die Fakten über Falun Gong verdrehen würden. Nun wolle er dieses Informationsmaterial lesen, das man in China nicht leicht bekommen könne.

 
Touristen werden von Praktizierenden über die Unterdrückung in China informiert.

Der ortsansässige Herr Zhu hatte früher schon Aktivitäten von Praktizierenden gesehen. Er sagte, dass die Übungsbewegungen langsam und anmutig seien. Sie würden ihn an die vergessenen Schätze der traditionellen chinesischen Kultur erinnern. „Wenn ich ihnen bei diesen sanften Übungen zusehe, wird mein Herz jedes Mal berührt. Und ich denke, dass ich eines Tages auch praktizieren werde.“

Eine nie dagewesene Grausamkeit

Neil Pacatang, ein technischer Analyst, hörte an diesem Tag zum ersten Mal von dem Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China. „Der Organraub ist bösartig und etwas nie Dagewesenes. Wir dürfen ihn nicht tolerieren!“, rief er aus. Er und vier Arbeitskollegen unterschrieben die Petitionen mit der Forderung, dass Chinas Ex-Parteichef Jiang Zemin wegen seiner Verbrechen vor Gericht gestellt wird. Er ist der hauptverantwortlich für die Verfolgung von Falun Gong.

 
Passanten unterschreiben die Petitionen zur Unterstützung der Falun Gong-Praktizierenden.

Werner Sombergert, ein pensionierter Ingenieur aus Deutschland, befand sich auf einer zehntägigen Reise durch Singapur. Von seinem Hotelfenster aus beobachtete er die Praktizierenden bei der Übungsvorführung. Er machte einige Fotos von ihnen. Danach kam er in den Park, um weitere Bilder und Videos aufzunehmen. Als er die Petition unterschrieb, sagte er, dass er die Fotos an seine Freunde in Deutschland weitergeben werde. So könnten auch sie etwas von Falun Gong und der Verfolgung erfahren.

Eine Frau, die die Petition ebenfalls unterschrieb, hatte bereits von der Verfolgung in China und dem Organraub gehört. Sie ermutigte die Praktizierenden: „Was Sie machen, ist sehr wichtig. Machen Sie weiter so!“

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