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Deutschland/Hannover: „Falun Gong ist etwas Gutes und darf nicht verfolgt werden!“

Am Samstag, den 17.09.2016, bauten Falun Dafa-Praktizierende aus Hannover und Göttingen einen Informationsstand in der Innenstadt von Hannover auf. Wie schon seit mehr als 10 Jahren wollten sie auch an diesem Samstag die Menschen über die Meditationspraktik Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) informieren, die seit mehr als 17 Jahren in China durch die dortige Kommunistische Partei Chinas (KPCh) brutal verfolgt wird. Auf den Tischen lagen Petitionen gegen die Verfolgung und gegen den Organraub aus, und ein großes Rollbanner informierte die Passanten über die Zusammenhänge und Hintergründe des Organraubs an Falun Gong-Praktizierenden in China.

17. September 2016: Ein Rollbanner informiert über den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden und verweist auf den Film „Ausgeschlachtet“, der im Februar 2016 im Fernsehen gesendet wurde und viele Menschen erreicht hat. Er ist weiterhin in Auszügen in der Mediathek von 3sat zu finden.

Organraub an Falun Gong-Praktizierenden: Schockierend und unmenschlich

Viele Menschen unterstützten die Petitionen mit ihrer Unterschrift, unter anderem auch Lukas, ein Hörgerätetechniker aus Hannover. Er kam an den Stand und war überrascht, von der Verfolgung zu erfahren. Vom Organraub an sich hatte er schon gehört, aber nicht vom Ausmaß und der Schwere der Verfolgung in China an Falun Gong-Praktizierenden. Der junge Mann meinte, dass viele Medien diese Verbrechen vertuschen würden. Die Aktivitäten der Praktizierenden fand er eine gute Sache. „So eine gute Praktik, die zur Entspannung und innerem Frieden führt, darf man auf keinen Fall verfolgen“, meinte er.

Changsa, eine ältere Frau aus Korea lebt schon seit 40 Jahren in Deutschland. Sie ist mit einem deutschen Mann verheiratet und arbeitet als Krankenschwester. Sie fand es einfach „unmenschlich und schockierend, dass die Ärzte als Mörder agieren, und zu solchen Verbrechen wie dem Organraub fähig sind“.

Nadine M., 40, kommt aus Hannover und stellt Tücher für Kinder her. Sie blieb mit ihren Kindern am Stand stehen und las sich zunächst die Informationen durch, um dann die Petitionen zu unterschreiben. Sie erzählte: „Das Systematische bei dieser Verfolgung – das erschreckt mich, es ist ganz schlimm! Ich denke, viel zu wenige Menschen wissen, was in China geschieht. Deswegen sehe ich es auch kritisch, wenn in einem solchen Land Olympiaden ausgetragen werden. Von der Menschenrechtssituation her gesehen finde ich das nicht richtig.“

Mit einem älteren Mann ergab sich ein längeres Gespräch, er war sehr interessiert. Schon als Falun Gong 1992 an die Öffentlichkeit gebracht wurde, habe er diese Gruppierung beobachtet, sagte er zu einer Praktizierenden. Als Leiter einer Volkshochschule und später als Dozent an der Universität habe er sich schon über Jahrzehnte hinweg für interkulturelle Themen interessiert und sich außerdem intensiv mit dem Thema Gehirnwäsche befasst. „Was hat die kommunistische Partei gegen Falun Gong?“ fragte er. Die Praktizierende erklärte ihm dann die Fakten und Hintergründe dazu. Gerne wollte er die Petitionen unterschreiben und fand dies „selbstverständlich“.

„Wahrhaftigkeit-Gutherzigkeit-Toleranz sind für alle Menschen von Vorteil“

Ein anderer älterer Mann blieb am Pavillon der Praktizierenden stehen und erzählte: „Vorhin bin ich schon hier an Ihrem Stand vorbeigelaufen, aber da war ich noch nicht aufnahmefähig. Jetzt bin ich aber wirklich interessiert, mehr über diese grausamen Sachen zu erfahren.“ Als er von einer Praktizierenden informiert wurde, was Falun Gong ist und warum es verfolgt wird, hörte der Mann aufmerksam zu. Er sei positiv überrascht, sagte er zu der Praktizierenden, dass ein so junger Mensch wie sie sich für solche Dinge einsetze. Er schätzte die Praktizierende auf mehr als 10 Jahre jünger, worauf sie lächelnd erklärte, dass das jüngere Aussehen auch ein positiver Nebeneffekt des Praktizierens von Falun Gong sei. Der Mann empfand die Prinzipien von Falun Gong Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Toleranz als etwas Gutes. „Prinzipien und Werte sind ja etwas Gutes. Das ist für alle Menschen von Vorteil“, meinte er.

Diese bösartige Verfolgung mit dem Organraub sei ein „krasser Gegensatz“ zu Falun Gong, äußerte er und begann dann, aus seinem Leben zu erzählen. „Ich bin in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen, daher kenne ich mich sehr gut mit der Art eines kommunistischen Regimes aus. Damals fasste ich als Jugendlicher den Berufswunsch, Theologie zu studieren, was mir aber verboten wurde. Für meine Absicht und meine Äußerungen darüber musste ich sogar sechs Jahre ins Arbeitslager! Stellen Sie sich das mal vor! Ich war ein unschuldiger junger Mann und wurde wegen meiner andersdenkenden Art vom kommunistischen Regime in der ehemaligen DDR bestraft!“

Hoffnung für die Zukunft durch Falun Gong-Praktizierende

Aufgrund dieser bitteren Erfahrung in seinem Leben konnte der Mann die Zusammenhänge zwischen der friedlichen Meditationspraxis Falun Gong und der grauenhaften Verfolgung gut nachvollziehen. „So etwas wie Falun Gong, was freigeistig und andersdenkend ist, wird natürlich von der kommunistischen Partei verfolgt“, konstatierte er. Das Wesen der KPCh durchschaue er, egal wie sie sich tarne. „Die KP hat sich nur gehäutet, aber das Wesen ist gleich geblieben, die Namen wurden nur vordergründig geändert.“

Er finde es wunderbar, mit den Praktizierenden zu sprechen, meinte er und fügte noch hinzu: „Dann habe ich noch Hoffnung für die Zukunft – bei solchen Menschen wie Sie!“ Er bedankte sich freundlich für das Gespräch, verabschiedete sich von den Praktizierenden und wünschte ihnen alles Gute.

Anne, 23, und von Beruf Zahntechnikerin, hatte bisher noch gar nicht von Falun Gong gehört. Sie wollte unbedingt unterschreiben, weil sie fand, dass niemand verfolgt werden sollte, schon gar nicht Menschen, die friedlich meditieren. Josephine, ebenfalls 23 Jahre alt und Zahntechnikerin, unterstützte auch mit ihrer Unterschrift: „Diese Verfolgung ist schockierend!“

Es ist möglich, den schlechten Zustand wieder ins Positive umzuwandeln

„Total unmenschlich!“, rief ein anderer Mann aus, während er unterschrieb. Eine Lösung des Ganzen schien für ihn trotzdem möglich. Er meinte: „Wenn viele Chinesen ihr Land umwandeln möchten, kann es gut sein, dass sich die ganze Lage auch wieder ins Positive verändert. Aber es wird eher langsam vonstattengehen.“

Unterschreiben der Petition gegen Organraub in China

Eine Frau mittleren Alters kündigte an, dass sie auf ihrem Facebook-Profil die Informationen von der Dokumentation über den Organraub in China verlinken und zudem auf der Website ihrer Firma bekannt machen wolle.

Durch Yoga oder Kampfkunst eine Verbindung zu Falun Gong

Manche Menschen kennen zwar noch nicht Falun Gong, aber sie praktizieren selbst Yoga oder haben Meditationserfahrungen und können sich daher vorstellen, was Qigong ist. Und Falun Gong ist eine Art Qigong auf hohen Ebenen.

So auch Alexandra, eine Krankenschwester und Sozialarbeiterin mittleren Alters, die seit 18 Jahren Yoga praktiziert. Von der Verfolgung an Falun Gong-Praktizierenden hatte sie schon durch Erzählungen ihrer Tochter gehört. Das verurteilte sie auch sehr. Dass Falun Gong etwas Gutes ist, war für sie offensichtlich und sie fragte empört: „Wie kann man das (Falun Gong) nur verfolgen?!“

Auch ein Lehrer, der mit seiner ganzen Familie Yoga praktiziert, unterschrieb die Petitionen Er sagte, dass er es auch sehr wichtig finde, ein solches Unrecht zu beseitigen.

Zwei junge Männer kamen an den Tisch mit den Informationsmaterialien und sprachen mit den Praktizierenden, um dann zu unterschreiben. Einer von ihnen war Kampfkunstlehrer und kannte auch Falun Gong. Er berichtete, dass er sich für die Shaolin-Mönche in China einsetze. Die Falun Gong-Übungen hatten sein Interesse geweckt. Beide Männer baten um mehr Informationsmaterialien, bedankten sich bei den Praktizierenden und wünschten noch viel Erfolg.

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