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Deutschland: Falun Gong Informationstag vor Beginn der CeBIT, der weltweit größten Computermesse in Hannover

Jedes Jahr zu dieser Zeit findet in Hannover die größte Computermesse statt, an der erfahrungsgemäß viele Aussteller (in diesem Jahr ca. 6300) und Besucher teilnehmen. Da sich vor Beginn schon viele Teilnehmer in Hannover aufhalten, kam die Idee auf, schon am Mittwoch, einen Tag vor Messebeginn einen Informationstag auszurichten, um auf die Menschenrechtsverletzungen in China gegen Falun Gong-Praktizierende aufmerksam zu machen. Da normalerweise viele Praktizierende mitten in der Woche ihrem Beruf oder ihrem Studium nachgehen, war es sehr erfreulich, dass die Hannoveraner trotzdem von Praktizierenden aus Göttingen, Bremen und Braunschweig unterstützt wurden. Wir bauten unseren Stand auf, banden Transparente gut sichtbar an einer Steinmauer fest und legten Folterbilder aus.

Wie erwartet besuchten tatsächlich auch sehr viele ausländische Besucher die Stadt oder reisten gerade an; unter ihnen auch etliche Chinesen. So wurde auch häufig nach englischsprachigen Flyern gefragt und auch unser Vorrat an chinesischsprachigen Informationen nahm immer mehr ab. Indem die Praktizierenden gut zusammenarbeiteten und sich immer wieder dabei ablösten die Falun Gong Übungen vorzuführen, empfand ich unsere Umgebung spürbar harmonisch und gelöst. Unangenehm waren bisweilen nur der kalte Wind und etwas Schneegestöber, was unserer Motivation aber keinen Abbruch tat. Selbst Interessierte, die mehr über Falun Gong selbst und die Verfolgung wissen wollten, ließen sich davon nicht abhalten. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass die Menschen durch die oberflächlich stattfindende Öffnung Chinas damit auch verbinden, dass es in Sachen Menschenrechte erhebliche Verbesserungen gegeben hätte. Dementsprechend betroffen reagieren sie natürlich auf die Tatsache, dass dies bei weitem nicht der Fall ist. Oft unterschreiben sie dann die ausliegenden Appelllisten und bekunden uns gegenüber ihre Anerkennung für das, was wir tun. Oft wünschen sie uns auch alles Gute für eine rasche Beendigung der Verfolgung. Ich glaube, diese Leute erkennen wirklich unsere Aufrichtigkeit, mit der wir versuchen auf friedliche Weise zu diesem baldigen Ende beizutragen. Jedoch gibt es auch Menschen, die mit unserem Engagement gegenüber der Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen in China nicht einverstanden sind. Wenn sie anfangs auch oft das Argument äußern, in Deutschland gäbe es genug Elend, darum sollten wir uns kümmern, verließen doch die meisten gut aufgeklärt – einerseits über unsere Ambitionen und andererseits über die Verfolgung – unseren Stand im Bewusstsein, dass wir für eine gute Sache eintreten. Bei solchen Gesprächen bewährt sich wirklich ein ruhiges Herz zu bewahren, ruhig zuzuhören und ruhig und besonnen zu antworten.

Zur Gestaltung unseres Informationsstandes möchte ich erwähnen, dass wir immer bemüht sind, auch optisch auf unsere Umgebung einen guten Eindruck zu machen. So ist der Tisch übersichtlich mit Informationsmaterial und den Unterschriftenlisten ausgelegt, alles was benötigt wird, ist gut sichtbar und geordnet verstaut. (Dies verdanken wir nicht zuletzt einer unserer Mitpraktizierenden, die ein besonderes Augenmerk darauf legt.) Die Transparente und Folterbilder werden gut sichtbar angebracht oder ausgelegt – immer wieder nahm ich im Laufe des Tages wahr, dass viele Menschen im Vorbeigehen gerade erst durch diese Bilder richtig aufmerksam wurden.

An diesem Tag unterhielt ich mich auch wieder über die Wirkung von Falun Gong auf die Gesundheit. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass die Menschen sehr aufmerksam zuhören, wenn ich von meinen persönlichen Erlebnissen erzähle: durch welche Interessen ich z.B. darauf gestoßen bin; was es bei mir bewirkt hat; welche erkennbaren Veränderungen es bei mir gibt; dass ich beim Lesen im Zhuan Falun auf Situationen stieß, die ich wie beschrieben erfahren habe; und, und, und. So fragten an diesem Tag auch mehrere Menschen nach Möglichkeiten Falun Gong zu lernen.

An diesem Tag in Hannover ist mir wieder sehr deutlich geworden, wie wichtig unsere Infotage sind; wir können so viele Menschen erreichen – jeder auf seine Weise. Die Kosten und Mühen, die Praktizierende auf sich nehmen, lohnen sich allemal.

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