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Falun Dafa Informationzentrum Deutschland: Polizei in Hunan prügelt einen Geschäftsmann zu Tode

NEW YORK / BERLIN (FDI) – Wie das Falun Dafa-Informationszentrum erfuhr, schlugen Ende August chinesische Sicherheitskräfte in der Provinz Hunan einen ortsansässigen Geschäftsmann innerhalb von sechs Tagen Haft zu Tode, weil er Falun Gong praktizierte.

Am 19. August 2010 inhaftierten Beamte der Nationalen Abteilung für innere Sicherheit in der Provinz Hunan im Bezirk Shaodong den 57-jährigen Herrn Zeng Huaguo (曾 华 国), einen ortsansässigen Verkäufer für Haushaltsgeräte. Innerhalb von sechs Tagen nach seiner Inhaftierung, am 25. August, war er tot; er wurde offenbar zu Tode geprügelt. Zengs Sohn konnte seinen Leichnam sehen und entdeckte einen großen Schnitt auf seinem Rücken, der mit 13 Stichen genäht worden war.

Der Leiter des Falun Dafa-Informationszentrums in New York, Levi Browde, meint: „Die Geschwindigkeit, mit der Falun Gong-Praktizierende wie Herr Zeng in Gewahrsam genommen und zu Tode geprügelt werden, ist ein erschreckender Beweis für die Gefahr für jeden der zig Millionen Menschen, die in China weiterhin Falun Gong praktizieren. Es starb nicht nur ein unschuldiger, ehrlicher Mann, sondern es wurde auch seine Familie damit alleine gelassen, sich um alles Restliche zu kümmern, während die Behörden bereits Maßnahmen zur Vertuschung ihrer Verbrechen ergreifen.“

Zeng wurde am 19. August verhaftet, als er das Büro der Nationalen Abteilung für innere Sicherheit besuchte, um die Rückgabe seiner Falun Gong-Bücher zu beantragen. Die Behörden hatten die Bücher im Juni beschlagnahmt, als ein Polizeibeamter in Zivil Zeng abseits der Straße entführte. Zeng hatte mit diesem Mann, in der Annahme er wäre ein gewöhnlicher Fußgänger, über Falun Gong gesprochen und ihn ermutigt, nicht an die Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) gegen die Gruppe zu glauben.

Es ist in China üblich, dass Praktizierende und Befürworter von Falun Gong mit den Menschen sprechen oder ihnen Flugblätter aushändigen. Dazu zählen Passanten auf der Straße oder Mitreisende in einem Bus oder Zug, die über die Menschenrechtsverletzungen an Falun Gong-Praktizierenden im ganzen Land informiert werden. Auf diese Weise sollen die von der KPCh vertuschten Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt werden und die Menschen die wahre Natur von Falun Gong kennen lernen, die von den chinesischen Staatsmedien in großem Maßstab verleumdet wurde, seit die KPCh ihre Kampagne zur „Ausrottung“ dieser traditionellen chinesischen Disziplin im Jahr 1999 startete.

Der Beamte nahm Zeng sofort fest und brachte ihn in das Gefangenenlager des Industriegebiets von Songjiatang. Unterdessen brachen weitere Beamte um 11 Uhr in seine Wohnung ein, plünderten sie und beschlagnahmten seine Bücher zum Thema Falun Gong. Zeng wurde zehn Tage später freigelassen, aber erst nachdem sein Schwiegersohn zustimmte, in seinem Namen eine Erklärung zu unterzeichnen, in der er Falun Gong verurteilte und versprach, es nicht mehr zu praktizieren.

Laut Quellen innerhalb Chinas wurde Zeng bei seiner zweiten Festnahme verletzt und dann in ein lokales Krankenhaus gebracht, wo er jedoch kurz nach der Ankunft dort starb. Die Polizei konnte seine Familie angeblich erst 24 Stunden später von seinem Tod benachrichtigen, obwohl sie das Nachbarschafts-Kommitee informiert haben soll, Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass sich die Nachricht vom plötzlichen Tod Zengs in der Haft herumspricht. Sie fürchtete offenbar einen öffentlichen Aufschrei, denn Zeng war in seiner Gemeinde, Jiadiancheng, ziemlich gut bekannt. Das lag unter anderem daran, dass sich sein Zustand körperlich und psychisch spürbar verbesserte, seit er im Jahr 2007 anfing Falun Gong zu praktizieren.

Die Polizei erzählte Zengs Sohn, er wäre nach dem „Sprung von einem Gebäude des Krankenhauses“ gestorben. Als der Sohn Aufnahmen der Überwachungskamera des Krankenhauses sehen wollte, die die Aussage der Beamten bestätigen könnten, wurden sie nervös und behaupteten, die Kamera wäre noch nicht installiert worden. Stattdessen sollen sie dem Krankenhauspersonal und Zengs Familie gedroht haben, keine Informationen über seinen Tod zu verbreiten und der Familie auch 260.000 Yuan (ca. 30.000 Euro) für ihr Schweigen angeboten haben.

Kontaktdaten der Personen, die direkt oder indirekt mit Zengs Fall zu tun hatten:

Long Yanyun, Chef der Nationalen Abteilung für Innere Sicherheit in Shaodong: +86-13807391788

Yang Xiuwen, Chef des Bezirkspolizeireviers von Shaodong: +86-13973961612
Chen Liansheng, Verwaltungschef der Gemeinde Jiadiancheng: +86-13975957566
Jiang Xinhe, ortsansässiger Beamter der Gemeinde Jiadiancheng: +86-13973581954
Luo Wen, Chef des Büro 610 des Bezirks Shaodong: +86-13973978648
Liu Jianbao, Beamter des Büro 610 des Bezirks Shaodong: +86-13762888586

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Falun Dafa Informationszentrum Deutschland
Lärchenweg 18 a, 69517 Gorxheimertal
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.395 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

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