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Pfirsichblüten im Tempel Dalin, ein Gedicht von Bai Juyi

Pfirsichblüten im Tempel Dalin

Die Menschheit glaubt, des Frühlings Blüte im vierten Monat geht zur Neige.
Des Bergklosters Pfirsich erst jetzt hat zarte Knospen an seinem Zweige.
Tief trauern die, die den Frühling versäumt und ihn nicht finden.
Doch wissen sie nicht, dass er hierher kommt.
Eingefahren Gedanken gilt’s zu überwinden.

Bai Juyi (772-846 n. Chr.) stammt aus einer verarmten adeligen Familie. Er besteht die Palastprüfung erst mit 28 Jahren. Er macht rasch Karriere als Beamter und als Poet. Er sieht seine Texte der Zeit und Wirklichkeit verpflichtet in der er lebt. In späteren Jahren widmet er sich intensiv dem Studium buddhistischer Schriften. Von Bai Juyi sind mehr als 3800 Gedichte erhalten geblieben.

Hinweis: Der Dalin Tempel ist der alte buddhistische Tempel Xianglu Ridge vom Berge Lu

Quellen: Das Bild stammt von Fanghong / Wikipedia. Das Gedicht aus den Büchern Leise hör‘ ich Blüten fallen von Yan Zhao und Dieter Ziethen, Hefei Huang Verlag, Seite 59, 67. Informationen stammen auch aus dem Lexikon der Chinesischen Literatur von Volker Kölsch und Eva Müller, C.H. Beck 2004, Seite 32-33

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