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Kanada: Mitglied der gesetzgebenden Versammlung verurteilt KPCh Organraub

Michael Prue, Mitglied der gesetzgebenden Versammlung von Ontario in Kanada, betonte kürzlich in einem Interview, dass die internationale Gemeinschaft nicht mehr dulden könne, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) den Raub lebenswichtiger Organe an unfreiwilligen Opfern betreibe. Dies müsse sich ändern.

Michael Prue, Mitglied der gesetzgebenden Versammlung von Ontario

Herr Prue erinnert sich noch daran, als er im Alter von 15 Jahren von der weltweit ersten Herztransplantation hörte. Damals hielt er das für ziemlich erstaunlich.

Er erklärte jedoch, „…nur weil die Wissenschaft in der Lage ist, Transplantationen durchzuführen – ob nun an jemandem, der gestorben ist oder an jemandem, der noch lebt – sollte das auf keinen Fall heißen, dass irgendjemand das Recht hat, einem lebenden Mensch gegen seinen Willen ein Organ zu entnehmen. Das ist grauenvoll, das ist einfach grauenvoll!“

Er fügte hinzu: „In Kanada bemühen wir uns, Menschen zu bewegen, ihre Organe nach ihrem Tod zu spenden. Wir entnehmen die Organe nicht lebenden Menschen und auch nicht zum Tode verurteilten Gefangenen, die gezwungen werden, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben, ob sie [wollen oder nicht]. Zuallererst exekutieren wir keine Menschen, um an ihre Organe zu gelangen. So halte ich das für ziemlich grauenvoll, wenn dies wirklich stattfindet.“

Herr Prue verdeutlichte, dass er überhaupt kein Vertrauen habe, in die Versicherung der KPCh, dass es in China keinen Organraub geben würde.

„Ich weiß, dass die chinesische Regierung weiterhin erklärt, dass es das nicht gibt. Ich bin jedoch sehr skeptisch bei diesen Äußerungen, weil der Hauptbefugte, der dies sagte, zuerst auch leugnete, dass sie Organraub an zum Tode verurteilten Gefangenen durchführen. Zuerst behauptete er also, dass das nicht passiert, dann sagte er, dass es beendet werden muss. Somit weiß ich, was los ist.“

Außerdem betonte der Abgeordnete, welche Sichtweise die Menschen in Kanada in Bezug auf diese Angelegenheit haben: „Die Kanadier glauben aus eigener Erfahrung und nach dem, was sie gelesen haben, dass der Organraub in China wirklich stattfindet.“

Seit 2006 untersuchen der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas und der ehemalige kanadische Staatssekretär für den asiatisch-pazifischen Raum David Kilgour den Organraub in China. Ihre Ergebnisse lassen sie vermuten, dass bereits Zehntausende von Falun Gong-Praktizierenden zu Opfern dieser Zwangsorganentnahme wurden.“

Das chinesische Regime darf der Thematik Organraub nicht aus dem Weg gehen

Herr Prue erklärte, dass die KPCh noch sehr viel Arbeit auf dem Gebiet der Menschenrechte vor sich hat, auch wenn sie von der internationalen Gemeinschaft diesbezüglich in einem positiven Licht gesehen werden möchte.

„China möchte für seine vielen Leistungen beachtet werden … aber sie können nicht für all die wunderbaren Dinge beachtet werden, ohne, dass auch die weniger wunderbaren Dinge wie Organtransplantationen und Lebendorganraub Beachtung finden.

China muss festlegen, wer sie sind und wohin sie gehen wollen. Daher beginnt der Druck auf sie Wirkung zu zeigen, weil das chinesische Regime in der Lage sein will, in jedes Land auf der Welt zu gehen und zu verkünden, dass sie die Menschenrechte respektieren.

Das chinesische Regime behauptet, dass der Organraub nicht passiert, dann sollen die Ermittler ins Land gelassen werden, sie sollen mit ganz gewöhnlichen Menschen reden dürfen, und mit den Familien derjenigen, die im Gefängnis gestorben sind. Die Ermittler sollen herausfinden, was mit deren Angehörigen passiert ist, ob sie überhaupt jemals die Leiche nach dem Tod zu Gesicht bekamen.“

Er merkte an: „Ich habe über meine eigenen Organe testamentarisch bestimmt. Ich habe zugestimmt, dass sie nach meinem Tod die Organe haben können, welche das Leben eines anderen retten können. Doch ich möchte nicht, dass mir die Organe weggenommen werden, bevor ich tot bin. Das ist das Thema. Das ist hier das Thema!“

Er fügte hinzu: „Organe aus [Falun Gong-Praktizierenden] zu ernten, während diese noch am Leben sind und sie um dieser Organe willen zu töten, das ist einfach entsetzlich!“

Hoffnung auf Veränderung in China

Als Herr Prue 1999 Hongkong besuchte, konnte er wahrnehmen, dass die dortigen Chinesen besorgt waren, dass ihre Worte das chinesische Regime beleidigen könnten. Er habe jedoch feststellen können, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen gegen die Politik der KPCh ihre Stimme erheben, um ihre eigenen Rechte zu schützen.

„Ich denke, dass große Veränderungen in China möglich und auch wahrscheinlich sind. Mit dem Druck der Welt sind sie möglich. Und wenn das chinesische Regime ein Hauptplayer in der Weltlage sein will, dann muss es den Menschen Freiheit erlauben und das ist eine Angelegenheit, die Druck auf sie bringen wird. Man darf ein Volk nicht niederdrücken, es hat das Recht, frei zu sein.“

Er sagte, dass die Entwicklung von Sofort-Kommunikation (über E-Mail, TV, Mobiltelefone usw.) die Menschen in die Lage versetzte, „sehr rasch etwas herauszufinden“, somit „wird es für totalitäre Regime jeglicher Art zunehmend schwierig, die Menschen noch recht viel länger zu gängeln. Das halte ich für eine gute Sache, eine wirklich gute Sache.“

Herr Prue sprach auch über den sogenannten Arabischen Frühling vor einiger Zeit. „Die Menschen, die von allem niedergedrückt wurden, von Jahren der Diktatur in all diesen arabischen Ländern, erhoben sich in Wut und haben die Demokratie zurückgeholt. Diese mag nicht so demokratisch, offen und frei wie bei uns im Westen sein, doch als ein allererster Schritt passierten erstaunliche Dinge in jenem Jahr. Ich bin der Ansicht, dass in China bald ähnliche erstaunliche Dinge passieren werden. Wenn die Freiheit kommt, dann wird China wirklich großartig sein.

Wenn die Leute nämlich herausfinden werden, dass ihre Regierung falsch gehandelt hat, dann gibt es für sie die Gelegenheit zu sagen: ‚Nein!‘ – dann werden sie nicht mehr zulassen, dass das weiter passiert.

Als die Sowjetunion zusammenbrach und das Volk herausfand, was seine Regierung gemacht hatte, war das ein echtes Problem für die kommunistische sowjetische Partei.

Das chinesische Regime war in der Vergangenheit in der Lage die Organraubangelegenheit zu ignorieren, aber sie werden dies nicht mehr länger tun können, weil die Welt ein recht kleiner Ort ist. Wenn sie zu weiteren Weltkonferenzen kommen und mitmachen wollen, dann werden sie zeigen müssen, dass sie die Menschenrechte respektieren und schützen, dass sie die Demokratie und die Freiheit respektieren. Und dies wird passieren. Es wird passieren.”

Herr Prue erzählte, dass er sich daran erinnern würde, dass er als junger Mann im Fernsehen gesehen habe, „wie Vorschlaghammer die Berliner Mauer niederschlugen.“

„Im darauffolgenden Sommer fuhr ich hin, schaute die Berliner Mauer an … und stand auf beiden Seiten davon, schaute sie an und fing an zu weinen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das erleben würde, dass ich das je erleben würde. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, den Arabischen Frühling … und das Ende der Apartheid in Südafrika zu erleben.

Ich glaube sehr fest an das Gute in den Chinesen. Ich denke, dass wir eines Tages, wie ich sagte, eine Renaissance in China in Bezug auf die Menschenrechte und freie Wahlen usw. sehen werden.“

Abschließend stellte Michael Prue noch fest: „Wenn ein Land wie Indien, das fast so viele Menschen wie China hat, freie Wahlen und Parteien haben kann und zulassen kann, dass die Menschen ihre Meinung äußern, dann kann das China auch!“

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