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Geschichten aus dem Alten China: Rechtschaffenheit bewahren und bei seiner Frau bleiben

Yan Zi war ein herausragender Premierminister im Kaiserreich Qi. Eines Tages wollte Jing Gong, der Kaiser von Qi, seine geliebte Tochter mit Yan verheiraten, so fuhr er zu diesem nach Hause und trank mit ihm Wein. Als sie bereits etwas angeheitert waren, sah Jing Gong Yans Frau und sagte: „Ist das deine Frau?”

Yan Zi antworte: „Ja.“ „Sie ist schon alt und hässlich“, entgegnete Jing Gong, „ich habe eine Tochter, die schön und jung ist. Ich würde sie dir gerne zur Frau geben.“

Yan Zi erhob sich umgehend und antwortete mit Respekt: „Meine Frau ist jetzt alt und unansehnlich, aber sie war einst schön und jung. Wir sind seit langem zusammen. Als sie schön und jugendlich war, vertraute sie mir ihr Leben an, dass wir bis zum Ende unserer Tage zusammen bleiben würden. Ich nahm ihr Vertrauen an. Nun willst du mir deine Tochter zur Frau geben, aber wie kann ich ihr Vertrauen enttäuschen?“ Yan Zi verbeugte sich immer wieder vor dem Kaiser.

Ein anderes Mal sah Tian Wuju Yan Zi alleine im Haus. Eine Frau mit grauen Haaren und einfacher schwarzer Kleidung kam aus dem Haus heraus. Tian lächelte ihn an und fragte: „Wer ist diese Frau?” „Das ist meine Frau”, sagte Yan Zi.

Tian antwortete: „Du hast eine hohe Position und eine Menge Geld, wieso hast du so eine Alte als Frau?“

Yan Zi entgegnete: „Sich seiner alten Frau zu entledigen, ist wirr und sich eine junge Konkubine anzuschaffen, lüstern. Wie kann ich nur die Schönheit im Auge haben und die Rechtschaffenheit vergessen. Wie kann ich wohlhabend sein, aber die moralischen Maßstäbe vergessen? So weicht man von der Tugendhaftigkeit ab. Ich, Yan Zi, kann mich nicht so verhalten.“

Ein anderes Mal kam eine arbeitende Frau zu Yan Zi nach Hause, sie wollte eine Bedienstete bei ihm werden.

Yan Zi antwortete: „Heute ist mir klar geworden, dass ich kein tugendhafter Mann bin! In alten Zeiten sorgten diejenigen, die ein Land regierten dafür, dass die Bauern, das arbeitende Volk, die Gelehrten und Kaufleute an ihren eigenen Plätzen blieben. Männer und Frauen durften sich nicht vermischen. So taten die Gelehrten auch nichts Falsches und die Frauen verhielten sich anständig. Jetzt kümmere ich mich um die Angelegenheiten eines Kaiserreiches und das Volk. Und hier kommt nun eine Frau, die ein Verhältnis mit mir eingehen will. Ich habe mich vielleicht unsittlich verhalten und meine Rechtschaffenheit zu wenig demonstriert.“ Er lehnte es entschieden ab, sich mit dieser Frau zu treffen.

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