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Geschichten aus dem alten China: Essenz der chinesischen Kampfkunst-Tugenden

Die Essenz der Chinesischen Kampfkunst Tugend
Traditionelle Kultur [1]

Genau wie einige andere kulturelle Entwicklungen (wie traditioneller chinesischer Glaube an persönliche und soziale moralische Entwicklung) in China, hat auch die chinesische Kampfkunst einen Prozess von Veränderungen und Erniedrigungen durchlaufen.

1. Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der chinesischen Kampfkunst

Was passierte der chinesischen Kampfkunst in der jüngeren Geschichte? Warum ist ein einmaliges kulturelles Erbe in China, die Kampfkunst in China, bis zum heutigen Tage so sehr entwürdigt worden?
In erster Linie ist dies eine Folge der gesamten Verschlechterung der sozialen Moral. Die Geschichte sagt uns, dass menschliche Zivilisationen, Kunst und Kulturen, alle aus der Entwicklung menschlicher Moral hervorgegangen sind. Moral ist das allgemeine Thema innerhalb unterschiedlicher Kulturen, Kunst und Zivilisationen.

Zum Beispiel sollten Ärzte moralischen Ansprüchen auf dem Gebiet der Medizin folgen, Menschen, die Kampfkunst praktizieren, sollten den moralischen Anforderungen auf dem Gebiet der Kampflust folgen – Kampfkunst Tugenden genannt; Geschäftsleute sollten den moralischen Anforderungen auf dem Gebiet von Geschäftstransaktionen folgen, sie sollten sich in fairem Handel engagieren; Politiker sollten den Anforderungen der Politik folgen, sie sollten den Menschen dienen und niemals korrupt werden; in jeder gesellschaftlichen Ebene sollten Menschen den moralischen Anforderungen in ihren eigenen Berufen folgen.

Wenn es einer besonderen Kunstausübung oder einem besonderen Beruf an deren korrespondierenden moralischen Anforderungen mangelt, kann es sicher sein, dass früher oder später diese besondere Praktik der Kunst oder des Berufes ihren bzw. seinen Wert verliert.

Chinesische Kampfkunst entstand in der historischen Vergangenheit in China. Es ist einmalig, wie chinesische Meister der Kampfkunst ihr Wissen und ihre Fertigkeiten an die nächste Generation überlieferten. In alten Zeiten lebten die Menschen ein einfaches Leben und sie hatten einen hohen Moralstandard. Kampfkunstpraktizierende trafen sich in abgelegenen Bergregionen, die von Seen umgeben waren, sie konnten Meister mit herausragenden Fertigkeiten treffen und danach inspiriert worden sein. Solche Kampfkunstpraktizierenden folgten üblicherweise strikten Richtlinien und praktizierten ständig die Kunst, bis sie den Zustand von „Tao“ erlangten. Diese Leute wurden dann Begründer von unterschiedlichen Kampfkunstformen oder der Schwertkampfkunst.

Damals konnte ein authentischer Kampfkunstpraktizierender seine Fäuste einfach dem Wunsch seines Herzens folgend bewegen; ein authentischer Schwertkämpfer konnte sein Schwert so bewegen, als ob es einfach ein Teil seines physischen Körpers ist. Kampfkunstmeister erschienen hier und da in der Gesellschaft, um herum zu wandern. Unter dem Mond und im Morgengrauen konnten solche Meister ihre Schüler anleiten. Solche Schüler wurden üblicherweise von den Meistern selbst durch einen strikten Prozess sorgfältig ausgewählt. Nur Menschen mit hoher Moral wurden ausgewählt. Es heißt, dass man niemals seine eigenen Fertigkeiten offenbaren sollte, bevor man nicht auf eine Person mit Tugend trifft.

Nach einigen Jahren konnten diese Schüler selbst Meister werden. Wenn solch ein Meister nicht in der Lage war, Menschen mit hoher Moral zu finden, konnten diese Meister in der Öffentlichkeit Kampfkunstschulen eröffnen. Studenten würden sich in die Kultivierung von Moral engagieren, während sie in Kampfkunst unterrichtet wurden. Jenen Schülern, die hohe Moralstandards entwickelt hatten, würden die Meister die Geheimnisse ihrer Kampfkunst offenlegen. Infolgedessen sind zwei Methodologien für die Lehre von Kampfkunst in der Öffentlichkeit angewendet worden: sorgfältig ausgelesene Schüler zu unterrichten oder die Schüler Kampfkunst zu lehren, während die Schüler aufgefordert waren, hohen Moralstandards zu folgen.

Das ultimative Ziel dieser beiden unterschiedlichen Wege ist eigentlich das Gleiche: Moral ist die wichtigste Voraussetzung für jeden Kampfkunstpraktizierenden.

Die Weitergabe von chinesischer Kampfkunst vom Meister zu einem Schüler hat daher seinen Ursprung in der moralischen Kultivierung. Die hohe Forderung an Tugend für Kampfkunstpraktizierende geht aus der der sozialen moralischen Anforderung hervor. Heutzutage ist die soziale Moral in China völlig zerstört worden; jeder kann solchen Niedergang bezeugen. Chinesische Kampfkunst ist auch dem gleichen selbstdestruktiven Pfad gefolgt, darum können wir solch eine degradierende Entwicklung in der chinesischen Kampfkunst miterleben.

Wenn man seinen Glauben an die spirituelle Entwicklung verliert und man anfängt, den Glauben an Gottheiten, Taos oder vergleichbare Gottheiten abzulehnen, wird man bald leicht zu Materialismus und Vergnügungssucht verleitet. Alles von solch einem atheistischen Individuum aufgeführte, seien es kulturelle Ereignisse, Kunstformen oder technische Fertigkeiten, werden ihre essentiellen Werte verlieren. Wenn ein Individuum mit einem sehr niedrigen Moralstandard, Kunst oder technische Berufe ausübt, ist das Endresultat noch schlimmer.

Lao Zi sagte einmal: „Eine Nation mit todbringenden Waffen sollte nicht Zuflucht zu solchen Waffen nehmen.“ Sun Zi sagte einmal: „Die ganze feindliche Armee ohne Todesopfer gefangen zu nehmen, ist die beste Strategie, die feindliche Armee zu zerstören ist nur die zweitbeste Strategie.“ Sowohl Lao Zi als auch Sun Zi befürworteten, tödliche Waffen nicht einzusetzen, selbst wenn man im Besitz solcher Macht ist. Bei Kampfkunstpraktizierenden, haben sich deren Tugenden aus ihrem Glauben und ihren moralischen Anforderungen entwickelt. Mit Tugend kann man leicht Schlechtes von Richtigem unterscheiden und die eigene Tugend wird sicherlich von der Gesellschaft gepriesen. Solche Kampfkunstpraktizierenden werden bestimmt das Böse bestrafen, während sie aufrichtige Bewegungen bewahren.

Mit dem Niedergang der sozialen Moral, fingen auch Meister der Kampfkunst an, nach Ruhm und Gewinn zu trachten; allmählich wurden die Anforderungen an Tugend bei Kampfkunstpraktizierenden immer weniger. Dies ist das Ergebnis einer sogenannten Rechtsstaatlichkeitsentwicklung in der menschlichen Geschichte. Moralische Anforderungen wurden dabei fallen gelassen. Ja, bei Kampfkunstwettbewerben können Goldmedaillen für eine Nation gewonnen werden und Kampfkunstmeister können diese bösen Elemente in der Gesellschaft attackieren und Unschuldige schützen. Jedoch die Fähigkeit, Böses vom Aufrichtigen zu unterscheiden, Gut von Schlecht, Gerechtigkeit von Unrecht ist immer die fundamentalste und wichtigste Forderung für einen Kampfkunstpraktizierenden.

In alten Zeiten fokussierten sich Menschen auf Glauben und Moral und nahmen Ruhm und Eigeninteresse leicht. Jeder für die Unterrichtung ausgewählte Schüler musste einen hohen Moralstandard haben. Demzufolge erreichten solche Schüler wegen ihrer Betonung der moralischen Entwicklung eine hohe Ebene in der Kampfkunst. Weil die menschliche Gesellschaft sich in der Endperiode des Fa (Universelles Gesetz) befindet, hat die gesamte soziale Moral so stark abgenommen; Kampfkunstpraktizierenden mangelt es auch an Tugenden und ihre Fertigkeiten können kaum noch eine signifikante Meisterebene erreichen.

Wenn eine Person ihren Glauben an Gottheiten verliert, wird solch ein Mensch nicht in der Lage sein, Menschen gut zu dienen und wenn er Politiker ist, sich der Korruption zu enthalten; solch ein Mensch wird bestimmt nur auf Profit achten, wenn er ein Geschäftsmann ist; solch ein Mensch wird bestimmt nicht die medizinischen Erfordernisse praktizieren, wenn er Arzt ist. Wenn ein Wirtschaftszweig ohne moralische Beschränkungen gestartet wird, wird solch ein Industriezweig bestimmt Umweltverschmutzungen generieren. Wenn ein Kampfkunstpraktizierender nicht den Erfordernissen der Tugend folgt, wird solch eine Person bestimmt dem Bösen helfen, die Wehrlosen anzugreifen und wird bestimmt zu einem Schlägertyp degenerieren. Wenn es in keinem Berufszweig in der Gesellschaft mehr Moral gibt, wird die Gesellschaft bestimmt in einem schrecklichen Zustand sein, die Nation wird auf jeden Fall in einer lebensgefährlichen Situation sein. Wenn die ganze Welt anfängt, Moral zu missachten, werden bald Katastrophen auftreten und die menschliche Rasse wird endgültig dem Untergang geweiht sein!

In der Lage zu sein, Gutes von Schlechtem zu unterscheiden, in der Lage zu sein, die Bösen anzugreifen, während man den Aufrichtigen hilft, sind die wichtigsten tugendhaften Anforderungen an Kampfkunstpraktizierende. Wenn man Gutes von Schlechtem nicht unterscheiden kann, wird man auf jeden Fall sein Ansehen als Kampfkunstpraktizierender verlieren, wenn man bestimmte schlechte Taten verübt. Solch ein Kampfkunstpraktizierender wird die Samen für seine eigene spätere Vernichtung aussäen. Jede Person, die die menschlichen Moralstandards verloren hat, wird bald ruiniert sein, das ist das garantierte Endresultat. Gerade jetzt hat sich die Moral so stark verschlechtert, dass soziales Bewusstsein verloren gegangen ist. Das chinesische Volk als Ganzes hat einen Zustand erreicht, in dem es vielen an menschlicher Seele mangelt. Wie können wir dann traditionelle chinesische Kulturen regenerieren?

2. Verständnis der universellen Charaktereigenschaften

Weise in der Antike haben uns bereits vorausgesagt, dass in der Endzeit des Fa (die jetzt ist) alle drei wichtigen Religionen ruiniert sein werden. Die menschliche Gesellschaft würde dann in der Gefahr sein, komplett vernichtet zu werden. Es werde dann ein erleuchtetes Wesen in der Welt erscheinen, die Kunde von Dafa verbreiten, Lebewesen erretten und die Moralstandards für die menschliche Rasse noch einmal aufrichten.

In den letzten Jahren hat der Fernsehsender New Tang Dynasty (NTDTV) drei chinesische Kampfkunst Wettbewerbe gesponsert, um die traditionelle chinesische Kultur zu fördern und die menschliche Denkweise richtigzustellen. Das Eintreten für traditionelle chinesische Kultur wird zwangsläufig zu einer Betonung der tugendhaften Anforderungen für Menschen führen, welche traditionelle chinesische Kampfkunst praktizieren. Zuallererst die Fähigkeit, Gut und Schlecht zu unterscheiden, Wehrlosen zu helfen und gegen das Böse anzukämpfen, ist die ultimative Tugendanforderung für Kampfkunstpraktizierende.

Wie werden wir traditionelle Kultur fördern, die Tugendanforderung erhöhen? Wir haben ganz klar festgelegt, dass der ultimative Anspruch zur Erhöhung der Tugend in der Kampfkunst ist, den Prinzipien von „Zhen, Shan, Ren“ oder „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“ zu folgen. Was ist „Zhen, Shan, Ren“? Das Buch Zhuan Falun [2] erläutert: „‘Es beinhaltet die unterschiedlichen Darstellungen der kosmischen Eigenschaften „Zhen – Shan – Ren“ auf unterschiedlichen Ebenen. Es ist nämlich das „Tao“, von dem im taoistischen System die Rede ist und das „Fa“, von dem im buddhistischen System die Rede ist.‘“

Ich habe dieses Thema mit einigen Leuten aus unterschiedlichen religiösen Gruppen diskutiert. Ich fragte diese Leute: „Gibt es irgendwelche Konflikte zwischen den Prinzipien von ‚Zhen, Shan, Ren‘ und irgendwelchen anderen religiösen Glauben?“ Alle diese Leute antworteten mit einem Nein. Daher ist es nicht in der heutigen Endzeit des Fa eine einzigartige Lösung, die Tugendanforderung bei Kampfkunstpraktizierenden zu erhöhen, ihnen die Prinzipien von „Zhen, Shan, Ren“ zuzuordnen?

Wenn man, um sich zu kultivieren, den universellen Prinzipien von „Zhen, Shan, Ren“ folgt, wird sich die Moral sehr rasch erhöhen, die bei Kampfkunstpraktizierenden geforderte Tugend wird leicht erreicht und die Kampfkunstfertigkeiten können rasch eine höhere Ebene erreichen.

Wenn man beim Praktizieren der Kampfkunst einem hohen Moralstandard folgt, wird so ein Mensch bei seiner Kultivierung und Kampfkunstpraktik bestimmt den universellen Prinzipien folgen, solch ein Mensch wird in der Lage sein, Gut von Schlecht zu unterscheiden, das Böse vom Aufrichtigen. So eine Person wird sicherlich Schwierigkeiten aushalten und höchst wahrscheinlich wird so eine Person von einem intelligenten Meister angenommen werden.

Solch ein Schüler wird sich nicht in Kämpfen um Gewinn und Ruhm in der heutigen Gesellschaft verlieren, er wird seine Tugend kultivieren, er wird sogar anfangen, die Wettkampfresultate gering zu achten und Ruhm und Macht leicht nehmen. Solch ein Mensch wird sich bestimmt auf seine Kultivierung konzentrieren. Am Wichtigsten ist, solch eine Person wird erkennen, dass Kampfkunstfertigkeiten sicherlich nur zum Schutze von Wehrlosen und Behindern des Bösen eingesetzt werden. Wenn sie dem Prinzip der Vergeltung folgt, wird so eine Person gute Ergebnisse erzielen, weil sie ein gutherziges menschliches Wesen ist.

Worüber ich hier spreche, ist die authentische Tugendanforderung für Kampkunstpraktizierende; jeder Kampfkunstenthusiast muss einer solchen Anforderung nachkommen.

Die Anforderung der Tugendentwicklung bei Kampfkunstpraktizierenden beinhaltet auch die Fähigkeit, die eingesetzt werden kann, um das Böse zu bekämpfen. Solche Fertigkeiten schließen Weisheit ein, die durch Kultivierung von Tugend entwickelt wurde. Das letztendliche Ziel von Kampfkunst ist nicht Kampfgeschicklichkeit zu erwerben. Die Kampffertigkeiten, die man in der chinesischen Kampfkunst lernen muss, sind nicht die wichtigsten Eigenschaften.

Eigentlich sind die Kampffertigkeiten Nebenprodukte der Kultivierung der Tugend. Die Tugendanforderung bei einem Kampfkunstpraktizierenden beinhaltet vielmehr Moral und artistische Kultivierung. Durch Aushalten gewinnt man Erleuchtung und Weisheit und entwickelt deshalb höhere Fähigkeiten in der Kampfkunst. Solch ein Kampfkunstpraktizierender wird die persönlichen Moralstandards erhöhen, solch eine Person kann dienlich sein, das Böse zu stoppen und den Aufrichtigen zu helfen.

Genaugenommen sind die Kampffertigkeiten, die man in der chinesischen Kampfkunst lernt, einfach nur natürliche Abläufe der eigenen, durch die Kultivierung von Tugenden, erlangten Weisheit. Ein Kampfkunstmeister kann die Kraft eines Angreifers leicht auflösen und genau dort stoppen; auf diese Weise kann seine Tugend, das Böse zu stoppen während es dem Aufrichtigen hilft, der Öffentlichkeit gezeigt werden. Wenn sich Kampfkunst nur auf kämpfen fokussiert, sind Tiere, wie Löwen und Elefanten, die heftigsten und kraftvollsten.

Menschen können Weisheit einsetzen, um gegen solche Tiere zu kämpfen und sie erfolgreich fesseln. Genau wie die legendäre Geschichte erzählt, brachte Buddha selbst einen Elefanten vor ihm leicht zum Nachgeben, ohne überhaupt mit Fäusten zu kämpfen. Wir hörten auch Geschichten, wie taoistische Kultivierende in den Bergen mit ihren Händen wilde Bestien fingen. Heute können Menschen auch Auge in Auge Kämpfe gegen wilde Tiere gewinnen, wenn sie Weisheit einsetzen. Dieses Prinzip ist auch wirksam, wenn Menschen sich in Kampfkunstwettbewerbe engagieren.

Jeder Kampfkunstwettkampf hat seine eigenen Regeln. Ringer zum Beispiel sollten niemals versuchen, Gelenke von Kontrahenden auszukugeln, während sie ihn im Wettkampf festhalten; man wird sein Bestes versuchen, um Gelenke des Gegners zu verrenken. Die Boxregeln sind anders, als die von Karate, während Thai-Boxen wiederum seine eigenen flexibleren Regeln hat. Ringen im chinesischen Stil ist am elegantesten und die Regeln sind vernünftiger. Wenn traditionelle chinesische Kampfkunstwettkämpfe gewisse Regeln aus dem chinesischen Wettkampfringen anwenden können, wird es bestimmt chinesischen Kampfkunstpraktizierenden sowohl bei ihren Fertigkeiten und ihrer Weisheitsentwicklung helfen.

Zhang Sanfeng (der Begründer des chinesischen Tai-Chi) hat nie versucht, seine Tai-Chi Fertigkeiten in Kämpfe einzubringen, er benutzte Tai-Chi als eine Form, um sein Herz zu kultivieren. Heute hat Tai-Chi bereits seine ursprünglichen Charakterzüge verloren; es gibt keine Kultivierung des Herzens mehr. Trotzdem kann aus der Perspektive der Arm- und Faustbewegungen Tai-Chi immer noch eingesetzt werden, um die starke Kraft des Gegners zu neutralisieren; man kann daher einem physisch starken Gegner gegenübertreten und den Kampf mit dem Gegner gewinnen, indem man die Fertigkeiten von Tai-Chi anwendet. Daran kann die Weisheit aus der Kultivierung von Tugenden gesehen werden.
Folglich ist die Kultivierung von Tugend die einzige Hoffnung, die wir gerade jetzt haben können, um zu versuchen, die Großartigkeit der traditionellen chinesischen Kampfkunst zurückzubringen.

Die Tugend der Kampfkunst beinhaltet viele Elemente und eines davon ist, dass man mit einem hohen Moralstandard aufgenommen werden kann, um die Fertigkeiten von einem Meister zu lernen. Eine Person mit Tugend kann auch Schwierigkeiten beim Praktizieren von Kampfkunst aushalten; solch ein Mensch kann üblicherweise rasch zur Erleuchtung kommen. Daher kann solch eine Person Weisheit erlangen und kann dann natürlich wissen, wie man das Gutes vom Bösen unterscheidet. Solch ein Mensch wird niemals dem Bösen helfen. Die Fähigkeit, Gut von Schlecht zu unterscheiden, das Böse zu stoppen und dem Aufrichtigen zu helfen, ist die Essenz der Tugendanforderung für Kampfkunstpraktizierende.

3. Ruhm und Eigeninteressen leicht nehmen

Eine der Tugendanforderungen für Kampfkunstpraktizierende ist, dass man den Mut haben sollte, für nur eine Sache bis zum Tode zu kämpfen und diese heißt: Rechtschaffenheit. Meng Zi sagte: „Leben ist das, was ich mir wünsche; Rechtschaffenheit ist auch, was ich mir wünsche. Wenn ich nicht beides bekommen kann, würde ich lieber zu Gunsten von Rechtschaffenheit, mein Leben verlieren.“ Im Laufe der chinesischen Geschichte wurde Rechtschaffenheit immer als eine der Tugenden der Kampfkunst praktizierenden Menschen betrachtet.

Alte Dynastien, wie die Yan und Chao, waren berühmt wegen ihrer zahlreichen, rechtschaffenen Menschen in jenen Zeiten. Die Rechtschaffenheit von berühmten Leuten wie Jing Ke und Ling Xiangru wurde einmal als einflussreicher angesehen, als eine Armee von Tausenden. Lu Zhonglian war eine weitere rechtschaffene Person. Nachdem Lu, Pin Yuan half, den Krieg gegen seinen Feindstaat zu gewinnen, entschied sich Lu, wegzugehen. Pin Yuan bat jedoch Lu zu bleiben und versprach Lu einige Ländereien und die Lordschaft. Lu lehnte dies entschieden ab.

Pin Yuan hielt dann im Namen von Lu einen Blumenstrauß und auch während der Zeremonie erhob sich Pin Yuan plötzlich von seinem Sitz und ging auf Lu zu; Pin Yuan wollte Lu Tausende Goldstücke geben, Lu lächelte und sagte zu Pin Yuan: „Menschen respektieren rechtschaffene Personen, weil so jemand anderen helfen kann, Schwierigkeiten zu überwinden und andere Katastrophen loszuwerden. Rechtschaffene Leute werden jedoch niemals irgendeine Belohnung für ihre Taten annehmen. Wenn sie Belohnungen annehmen, würden sie so etwas wie Geschäftsleute werden. Ich möchte kein Geschäftsmann sein.“ Dann verabschiedete sich Lu von Pin Yuan und verließ die Stadt für immer, er wurde seit er von Pin Yuan weggegangen war, niemals mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Während der Periode der Zeit der Drei Königreiche, legte Guan Yunchang das Signet der Armeeführung beiseite und behielt die Goldstücke, die Cao Cao ihm unversehrt gegeben hatte. Dann verließ er das Lager von Cao Cao und begab sich auf eine Reise von tausend Meilen, versuchte zu seinem Meister zu kommen, sobald er erfahren hatte, wo er sich aufhielt. Es hieß, Guans Rechtschaffenheit reiche hoch bis zum Himmel. Zhang Sanfeng war als junger Bursche interessiert am Schwertkampf, schließlich war er erfolgreich in seiner taoistischen Kultivierung, trat aber nie in der Öffentlichkeit auf.

Einmal versuchte ein Raufbold Zhang anzugreifen, Zhang benutzte einfach Tai-Chi, um den Raufbold plötzlich einen Schlenker machen zu lassen, so dass er auf den Boden fiel. Als die Moralstandards abzusinken begannen, überlieferte Zhang niemals mehr seine reale Tai-Chi Kultivierungsessenz an spätere Generationen und die Menschen lernten nur noch die vordergründigen Tai-Chi Bewegungen. In der Ming Dynastie war der Wu Dang Faustkampfkunstbegründer, Wang Zhennan, immer erfolgreich beim Vermeiden unterschiedlicher Angriffe auf ihn, durch starke Kräfte.

Wang Chongxi, ein Gelehrter der Qing Dynastie, schrieb eine Epitome über Wang Zhennan: „Erstklassige Fertigkeiten, jedoch nie in Kämpfen angewendet; die Fertigkeiten für sich behalten, welche Entschlossenheit! Der See hier ist seicht, der Berg dort drüben ist alt und wer besucht sein einsames Grabmal?“ Eigentlich pries Wang Chongxi die außergewöhnlichen Kampfkunstfertigkeiten von Wang Zhennan und bewunderte Wang Zhennans Entschlossenheit, ein einfaches Leben zu führen, ohne von Ruhm und Eigeninteressen heruntergezogen zu werden. Obwohl Wang Zhennan in seinen späteren Jahren mittellos wurde, lehnte er es ab, seine Fertigkeiten für Geld zu verkaufen.

Heutzutage sind Menschen, die Kampfkunst praktizieren, an Ruhm und Vorteilen interessiert, sie trachten nach Geld und sie kämpfen für Ruhm. Ist es nicht eine Schande im Vergleich mit jenen alten Meistern? Und so kann man schlussfolgern, dass Rechtschaffenheit der Opfergeist ist, den eine rechtschaffene Person besitzt; er ist auch die Verkörperung seiner Weisheit und Tapferkeit. Wie kann es einem Kampfkunstpraktizierenden an solch essentiellen Elementen mangeln? Wenn Menschen im Altertum Kampfkunstwettkämpfen zuschauten, achteten sie einfach nur darauf, wie heftig der Kampf war. Guan Yunchang wurde wegen seiner Rechtschaffenheit als Kampfkunst Heiliger angesehen.

Eine andere Figur zu dieser Zeit, namens Lu Bu, wurde von der Öffentlichkeit verachtet, obwohl diese Person auch herausragende Kampfmeisterschaft besaß. Warum? Weil Lu Bu keine rechtschaffene Person war, er verkaufte sich an drei Meister, immer wenn er das Gefühl hatte, er könnte durch solche Dienstbarkeit gewisse Vorteile gewinnen. Während der Qing Dynastie, waren drei prominente Kampfkunstmeister öffentlich bekannt, diese drei Leute respektierten sich gegenseitig und redeten miteinander, um sich bei der Verbesserung ihrer Fertigkeiten zu unterstützen. Sie kümmerten sich nie darum, wer der Beste war und die Menschen nannten sie die Begründer der innerlichen Faustkampf Kampfkunst. Man kann leicht erkennen, wie hoch sich diese alten Meister in dem Aspekt der Tugend für Kampfkunst kultiviert hatten.

4. Einigkeit und Moral

Schlussendlich ist die Essenz der traditionellen chinesischen Kampfkunst die Tugendanforderung, das heißt, man lernt Kampfkunst, um das Böse zu stoppen und das Rechtschaffene zu unterstützen. Zum Beispiel kann ein Arzt seinen Lebensunterhalt verdienen, indem er für Menschen Krankheiten kuriert, doch seine medizinischen Fertigkeiten werden nicht nur genutzt, um Geld zu verdienen, er hat die Tugend, Patienten von Schmerzen zu befreien. Ein Geschäftsmann sollte der Allgemeinheit helfen, das zu liefern, was sie in ihrem täglichen Leben benötigen; er sollte nicht ausschließlich nach Profit trachten. Die Tugend eines Geschäftsmanns ist, der Allgemeinheit Nutzen zu bieten.

Ein Politiker sollte seinem Volk dienen und nicht nach Ruhm und Gewinn trachten. Wir müssen solche moralischen Anschauungen im ganzen Volk entwickeln. Die Tugend der Kampfkunst, über die ich hier spreche, ist nur ein kleiner Teil der allgemeinen sozialen Moralanforderungen. Im Grunde genommen, wenn alle den Prinzipien von „Zhen, Shan, Ren“ folgen und wenn jeder großen Wert auf die moralische Entwicklung legt, können Menschen aus diesem Pfad von gegenseitiger Vernichtung heraustreten und eine strahlende Zukunft wird sich vor uns ausbreiten.

 

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