Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Geschichten, wie Menschen im Altertum bereuten und neu anfingen Teil III

http://de.clearharmony.net/articles/a115501-Geschichten-wie-Menschen-im-Altertum-bereuten-und-neu-anfingen-Teil-I.html
http://de.clearharmony.net/articles/a115505-Geschichten-wie-Menschen-im-Altertum-bereuten-und-neu-anfingen-%E2%80%93-Teil-II.html

3. Kou Zhun: Ein rechtschaffener Beamter dient den Menschen
Kou Zhun lebte in der Zeit der Nördlichen Song Dynastie in der Provinz Shanxi. Er kam in einer Intellektuellenfamilie zur Welt. Sein Vater starb schon kurz nach seiner Geburt und die Familie war völlig auf den Verkauf der Stoffe, die seine Mutter wob, angewiesen, um zu überleben.

Eine gute Erziehung
Oft unterrichtete ihn seine Mutter, während sie ihren Spinn- und Webarbeiten nachging und drängte ihn, hart an sich zu arbeiten, damit aus ihm einmal ein nützlicher Mensch werde. Die Intelligenz des kleinen Kou Zhun übertraf die seiner Gleichaltrigen. Im Alter von sieben Jahren schrieb er in nur drei Minuten das bekannte Gedicht Ode an den Berg Hua. Später wurde es eine berühmte Geschichte, die Generationen lang überliefert wurde.

Kou Zhun enttäuschte seine Mutter nicht. Mit 18 Jahren ging er in die Hauptstadt, um die staatliche Prüfung abzulegen, welche dazu diente, intelligente Intellektuelle auszusuchen, die sich für den Beamtenberuf eignen. Er war unter den Wenigen, die wegen ihrer herausragenden Leistungen ausgewählt wurden.

Diese gute Nachricht verbreitete sich bis in seine Heimatstadt. Zu dieser Zeit war seine Mutter ernsthaft krank. Als letzten Wunsch gab seine Mutter ihrem Hausmädchen ein selbst gemaltes Bild und sagte zu ihr: „Kou Zhun wird in der Zukunft das Amt eines Regierungsbeamten bekleiden. Wenn er Fehler begeht, gib ihm dieses Bild.“

Extravaganz zügeln

Kou Zhun wurde später Premierminister der Nördlichen Song Dynastie. Er entschloss sich, seinen Geburtstag zu feiern, indem er alle seine Kollegen zu einem extravaganten Bankett mit Opernaufführungen einlud. Dadurch könnte er vor seinen Gästen mit seinem Status und Wohlstand prahlen.

Das Hausmädchen hielt dies für den richtigen Zeitpunkt, um das Bild hervorzuholen. Kou Zhun öffnete das Bild, das ihn darstellte, wie er unter einer Öllampe ein Buch las und seine Mutter an seiner Seite die Stoffe wob. Am Rand des Bildes stand ein Vers mit folgendem Wortlaut: „Ertrage die Mühsal des Lernens unter gedämpftem Licht; ich hoffe, du kultivierst dich den anderen zuliebe; deine Mutter hat dir beigebracht, ein sparsames Leben zu führen; vergiss zu Zeiten künftigen Wohlstands nicht, arm zu sein.“

Es war offensichtlich, dass das Bild mit dem Vers der letzte Wunsch seiner Mutter war. Kou Zhun las ihn immer und immer wieder und brach dabei in Tränen aus. Er mahnte die Gäste zum Aufbruch und sagte das Bankett ab.

Von da an verhielt er sich immer strikt nach hohen Prinzipien, behandelte andere großzügig und erledigte seine offiziellen Geschäfte mit Redlichkeit. So wurde er schließlich einer der berühmtesten und beliebtesten Premierminister der Song Dynastie.

Ein fairer und gerechter Premierminister

Nachdem Kou Zhun Premierminister wurde, traf er zwei korrupte Beamte. Wang Huai unterschlug zehn Millionen Dollar und verlor seine Position, um sie dann bald wiederzubekommen. Zu Ji wurde wegen eines ähnlichen, aber viel leichteren Vergehens exekutiert.

Kou Zhun war sich bewusst, dass Wang Huai weniger schwer bestraft wurde, weil sein Bruder ein Prinz war. Damals herrschte Trockenheit. Kou Zhun ließ dem Kaiser mitteilen, die Trockenheit sei eine Warnung des Himmels dafür, dass mit korrupten Beamten nicht anständig umgegangen werde. Er verurteilte vor dem ganzen Hof kaiserlicher Beamten offen die Vetternwirtschaft des Prinzen, worauf der Prinz nichts zu entgegnen wusste. Daraufhin ordnete der Kaiser an, das Verfahren für Wang Huai neu aufzurollen.

Kou Zhun fügte sich niemals seinen Vorgesetzten und seine Ehrlichkeit kränkte eine Menge hochrangiger Beamten mit repräsentativem Status in der kaiserlichen Verwaltung.

Dafür wurde er zu einem kleinen Gemeindebeamten degradiert.

In aussichtsloser Zeit wieder berufen

Während der Herrschaft von Kaiser Zhenzong bot das im Norden angrenzende Königreich Liao eine 200.000 Mann starke Truppe auf, um in die Song Dynastie einzufallen. Die Song Dynastie war in höchster Gefahr, als die Liao Truppen die wichtigsten Städte eroberten und die Hauptstadt bedrängten. Die meisten kaiserlichen Hofbeamten waren in Panik und viele schlugen vor, die Hauptstadt zu verlegen.

Der damalige Premierminister Bi Shi’an schlug Kaiser Zhenzong vor, Kou Zhun wieder zum Premierminister zu ernennen, um das Schicksal des Landes zu wenden. Der Kaiser ernannte beide zu Premierministern.

Kou Zhun war entschlossen, der Invasion entgegenzutreten und all das verlorene Gebiet wieder zurückzuerobern. Er riet dem Kaiser, die Militärkräfte selbst zu befehligen, um die Moral der Truppe wiederzubeleben.

Um die korrupten Beamten daran zu hindern, den Kaiser zu beeinflussen, schickte Kou Zhun sie an die Frontlinien. Unter seiner starken Führung und seiner festen Entschlossenheit gewannen die Song Truppen ihr Vertrauen und ihren Schwung wieder und gewannen bald eine bedeutende Schlacht.

Danach fielen die Liao Truppen zurück und schlugen einen Waffenstillstand vor, nach welchem sie keine weitere Invasion mehr wagten.

Darauf folgte jahrzehntelanger Frieden für die Menschen zu beiden Seiten der Grenze. Kou Zhuns Beitrag fand weitläufige Anerkennung.

Kou Zhun wurde innerhalb von 30 Jahren zweimal das Amt des Premierministers übertragen. In all den Jahren hielt er sich an dieselben aufrichtigen Prinzipien und wurde von der allgemeinen Öffentlichkeit und den kaiserlichen Beamten gleichermaßen geliebt. Selbst Beamte im benachbarten Königreich Liao drückten ihre Bewunderung für Kou Zhun aus.

Alle Artikel, Grafiken und Inhalte, die auf Yuanming.de veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Deren nicht-kommerzielle Verwendung ist erlaubt, wenn auf den Titel sowie den Link zum Originalartikel verwiesen wird.

Das Neueste

Archiv