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Zum „Jahr des Pferdes“: Heldenhafte Pferde in Chinas Geschichte

Tapfere Pferde wurden in der chinesischen Geschichte schon immer für viele ihrer heldenhaften, und ihrem menschlichen Gegenpart gleichen, Charaktereigenschaften verehrt (Anny Jean/Epoch Times)

Pferde lösen ein Gefühl von Stolz und Würde aus und in Chinas Geschichte wurden sie als größter Vorteil für die Menschen anerkannt. Viele Referenzen auf Heldentum, Stärke und Loyalität der Pferde sind in der chinesischen Literatur und in historischen Büchern zu finden, in denen Pferde zusammen mit einigen der prominentesten Figuren Chinas gepriesen werden.

Der schwarze Rappe Zhui

Xiang Yu (232 – 202 v. Chr.) war ein prominenter Kriegsherr im Staate Chu. Er war einer der entscheidendsten Menschen bei der Niederwerfung der Qin. König Xian herrschte nach dem Fall der Qin Dynastie (259 – 210 v. Chr.) mit Vornehmheit und Mut über eine riesiges Territorium.

Xiang Yu hatte ein schwarzes Streitross mit dem Namen Zhui, das ihn bis zu seinem Tode treu und brav durch jede siegreiche Schlacht trug. Xiang behandelte Zhui wie einen großartigen Freund. Bevor Xiang in seine Endschlacht zog, um allein gegen Tausende von Feinden zu kämpfen, befahl er seinen übriggebliebenen Männern, abzusteigen und er bat den Fährmann, sein Kriegspferd nach Hause zu bringen. Zhui wieherte sorgenvoll und weigerte sich, wegzugehen.

Tief berührt von Zhuis Reaktion, murmelte Xiang Yu Abschiedsworte, die zum Text eines berühmten Liedes wurden, dem „Lied von Gaixia“(1).

„Meine Stärke ließ mich Hügel erklimmen und meine Macht warf Schatten in der Welt;
Nun ist die Zeit gegen mich und mein Pferd, Zhui weigert sich wegzugehen.
Wenn Zhui sich zu gehen weigert, gibt es nichts, was ich noch tun könnte!

Oh Yu Ji, meine teure Gemahlin, es gibt nur noch wenig, was ich tun kann, um dein Schicksal zu ändern!“

Der Schimmel Dilu

Liu Bei (161 – 223 n. Chr.) war der Begründer und der erste Herrscher des Staates Shu in der Zeit der Drei Königreiche. Liu überwand viele Niederlagen und gestaltete beharrlich sein eigenes Reich.

Außer vielen verschworenen Brüdern und Freunden, die Liu und dem Staate Chu ihr Leben gewidmet hatten, hatte Liu einen tapferen Schimmel mit Namen Dilu (auch Zauberpferd genannt). Es hieß, Dilu hatte eine einmalig weiße Farbe, gesprenkelt wie mit Tränentropfen und hatte einen leuchtend weißen Fleck auf seiner Stirn. Er konnte sehr schnell laufen und rettete viele Male das Leben von Liu.

Einmal, als Liu gerade einem Attentatsversuch entkam, wurde er von einem breiten Fluss aufgehalten. Als seine Verfolger immer näher heran ritten, drängte er sein Pferd, den reißenden Fluss zu überqueren, was aber eine unmögliche Distanz zu sein schien. Als er spürte, wie die Vorderbeine von Dilu nachgaben, schrie er sein Pferd an, ihn nicht im Stich zu lassen. Im selben Augenblick machte Dilu einen gewaltigen Satz durch den Flusslauf des Xiang Flusses und erreichte das gegenüberliegende Ufer. In „Romanze der Drei Königreiche“ wurde es so beschrieben, dass Liu das Gefühl hatte, als ob Dilu förmlich fliegen würde.

Das rote Pferd Chitu

Guan Yu (gestorben 219 n. Chr.) war ein General, der unter dem Kriegsherr Liu Bei diente und eine bedeutende Rolle bei der Etablierung des Staates Shu spielte. Sein ganzes Leben lang hielt er treu sein Gelübde, welches er seinen vereidigten Brüdern gegeben hatte. Spätere Generationen erinnerten sich an ihn als einen heiligen Krieger mit großer Loyalität und Rechtschaffenheit.

Guan hatte ein einmaliges, rotes Pferd namens Chitu, das ihm sehr ergeben war. Dieses hatte er folgendermaßen erhalten: Nachdem Guan Yu von Liu Bei getrennt wurde, diente er zeitweilig unter dem Kriegsherrn Cao Cao, während er auf Nachrichten über den Verbleib von Liu Bei wartete. Als er für Cao die Schlacht von Baima gewann, bekam er Chitu als Belohnung. Später vereinigte er sich wieder mit Liu Bei und kämpfte in den nächsten zwei Dekaden, bis zu seinem Tod, gegen die Rivalen seines Herrn.

Im Jahre 219 n. Chr. wurde Guan Yu gefangen genommen und von Militärkräften des Staates Wu exekutiert. Nach seinem Tod weigerte sich sein Pferd Chitu, zu trinken, zu essen oder sogar zu gehen. Es starb bald nach seinem Meister.

Das gelbe Pferd Huangbiao

Qin Qiong war ein General in der Tang Dynastie und seinem Kaiser Tai Zong loyal ergeben. Er gewann über 200 Schlachten und der Kaiser gewährte Qin hohe Ehren. Das Geburtsdatum des treuen Generals ist unbekannt, doch er starb im Jahre 638 n. Chr. und wurde in der Nähe des Grabmals von Tai Zong bestattet.

Über Qin und sein gelbes Streitross Huangbiao gibt es eine bekannte Geschichte. Als Qin in der späten Sui Dynastie in ein fernes Gebiet ins Exil verbannt wurde, war er sehr arm und hatte kein Geld für Unterkunft und Nahrungsmittel. Zuletzt blieb ihm nichts anderes übrig, als sein Pferd zu verkaufen. Als ihnen bewusst wurde, dass sie sich trennen müssen, waren sowohl Qin als auch sein Pferd sehr traurig. Ein alter Mann kam vorbei und sah das Pferd. Er schlug Qin vor, er solle das Pferd doch an Shan, der ein gutes Pferd erwerben wollte, verkaufen.

Ohne sich selbst zu erkennen zu geben, verkaufte Qin Huangbiao an Shan und ging rasch davon. Einer der Freunde von Shan erkannte Qin jedoch und erzählte ihm, wer der Pferdeverkäufer war. Als Shan hörte, der Held Qin habe ihm das Pferd verkauft, eilte Shan hinter ihm her. Er gab Huangbiao an Qin zurück und half ihm, über seine schwierige Situation hinwegzukommen.

Während der ganzen chinesischen Geschichte wird an Helden erinnert, ebenso an deren Pferde wegen ihrer Loyalität, ihres Mutes und ihrer Stärke. Sie wurden nicht nur in historischen Büchern aufgezeichnet, sondern es wird auch in der Literatur, in der Musik und im Film über sie berichtet.

Quelle: http://www.theepochtimes.com/n3/476256-chinese-new-year-2014/

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