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Geschichte aus dem alten China: Li Mo, der Flötenmeister in der Tang Dynastie

Li Mo war ein chinesischer Flötenmeister in der Tang Dynastie. Weil er von Kindheit an Flöte gespielt hatte, war seine Flötenkunst unübertrefflich. Außerdem war er sehr klug und hatte ein gutes Gedächtnis, er konnte Melodien aufzeichnen, während er die Musik hörte.

Eine Geschichte erzählt, dass Li Mo als Teenager von einem Meister aus der westlichen Region unterrichtet wurde. Er lernte fleißig und gewann bald den Ruf eines talentierten Musikers.

Einmal wurde Li Mo gebeten, auf einem Bankett Flöte zu spielen. Als er sein Spiel beendet hatte, spendeten ihm alle großen Applaus, außer einem älteren Mann unter den Zuhörern, der einfach seine Augen zumachte und von der Aufführung Li Mos nicht besonders beeindruckt zu sein schien.

Als junge und stolze Person war Li Mo pikiert und bat den alten Mann um einen Kommentar zu seiner Darbietung und die Antwort lautete: „Eine sehr gut gespielte Melodie, jedoch mit westlicher Stimmung. Außerdem war ein Fehler bei der 13. Note.“

Li Mo war erstaunt, da die Musik in der Tat von einem westlichen Lehrer gelehrt wurde. Mit großem Respekt bat er den alten Mann, ihn zu korrigieren. Der betagte Mann wies noch darauf hin, dass Li Mos Flöte zwar gut sei, jedoch nicht gut genug, um einen hohen Ton zu spielen.

Dann nahm der alte Mann die Bambusflöte von Li Mo und spielte das Lied. Die Menge war ganz hingerissen von den bewegenden Klängen. Als er zur 13. Note kam, war die Melodie extrem schrill und die Flöte zerbrach tatsächlich. Der alte Mann holte aus seinem Ärmel eine violette Bambusflöte hervor und spielte mit einem noch viel eleganteren Klang weiter. Als das Lied zu Ende war, waren sowohl Li Mo als auch die anderen Zuhörer wie betäubt von der Musik und bewunderten den Künstler sehr. Aus Bewunderung kniete sich Li Mo vor den alten Mann hin und flehte, ihn als seinen Schüler zu nehmen. Der Alte antwortete Li Mo, er solle ihn am nächsten Morgen besuchen und ging weg.

Am nächsten Morgen suchte Li Mo den alten Mann in seiner Hütte auf, doch er fand nur die violette Bambusflöte auf dem Tisch vor, die für ihn mit vier neu eingravierten Schriftzeichen hinterlassen worden war. Die Schriftzeichen bedeuteten: „Fertigkeiten zu erhöhen ist endlos“. Von da an war Li Mo noch viel demütiger und lernbegieriger und seine Fertigkeiten auf der Flöte wurden immer besser.

Eine weitere Geschichte erzählt vom guten Gedächtnis von Li Mo. An einem Winterabend komponierte der Kaiser der Tang Dynastie ein neues Lied und spielte es mit einer Jadeflöte, welche den Klang bis über den Palast hinaus trug.

Als der Kaiser am nächsten Tag eine Gaststätte besuchte, hörte er jemanden perfekt dieses neue Lied spielen. Der Kaiser war sehr neugierig und entdeckte, dass Li Mo es war, der spielte. Auf die Frage, wo er das Stück denn gelernt habe, antwortete Li Mo: „Letzten Abend hörte ich, wie es im Inneren des Palastes gespielt wurde und fand es sehr entzückend, also prägte ich mir die Melodien ein und übte die Musik.“

Der Kaiser war sehr erfreut über das Talent von Li Mo und bot ihm an, im Palast zu bleiben und ihm zu dienen. Später wurde er ein berühmter Hofmusiker und der große Flötenmeister der damaligen Zeit.

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