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Alte Geschichten aus China: „Klartext“ zu königlichen Führern zum Wohle der Menschen (Teil 3)

Fortzetzung von Teil 1

Zu spät für Reue

Als Herzog Zhao aus dem Staate Lu in den Staat Qi verbannt wurde, fragte ihn Herzog Jing: „Du bist doch noch ein junger Mann. Was ist denn geschehen?“ Herzog Zhao erwiderte reumütig: „Als ich noch ein Kind war, sorgten viele Menschen für mich. Ich habe sie nicht wertgeschätzt und war auch nicht dankbar. Viele Menschen sprachen mich wegen meines Verhaltens an, doch ich hörte nicht auf sie und besserte mich nicht.“

„Nach einer Weile gab es keine ehrlichen oder verantwortungsvolle Menschen mehr, die mir halfen. Stattdessen war ich von Schmeichlern und seichten Menschen umgeben. Ich war wie eine Löwenzahnpflanze im Herbst, mit einer morschen Wurzel. Der erste Herbstlufthauch konnte sie leicht entwurzeln.“

Herzog Jing war sehr bewegt und dachte, was Herzog Zhao sagt, macht Sinn. Er erzählte Yanzi von der Antwort des Herzogs Zhao und fragte: „Wenn Herzog Zhao in den Staat Lu zurückkehren könnte, würde er nicht ein tugendhafter Gouverneur werden, wie jene in den alten Zeiten?“

Yanzi antwortete: „Es ist nicht so. Ignorante Menschen werden häufig von Reue geplagt und gewissenlose Menschen denken oft, sie seien ehrlich und gerecht. Es ist wie bei einer ertrinkenden Person, die sich nicht fragte, wie tief wohl das Wasser ist oder bei einer verirrten Person, die nicht nach der Richtung fragt. Erst als es zu spät war, überlegte sich die ertrinkende Person, zu fragen, wie tief das Wasser sei oder die verirrte Person fing an, sich nach der Richtung zu erkundigen.“

„Zum Beispiel umzingeln feindliche Soldaten den Staat und der Staat ist dabei zu fallen und erst dann fängt der Staat an, Waffen zu schmieden. Ein anderes Beispiel wäre, wenn es jemandem die Kehle zuschnürt ist, fängt er hastig an, einen Brunnen zu graben, um an Wasser zu kommen. Obwohl die höchsten Mühen aufgewendet werden, ist es dennoch zu spät. Es bleibt nicht mehr genügend Zeit, um irgendetwas zu unternehmen.“ Herzog Zhao empfand tiefe Reue, erst als er verbannt war, doch es war bereits zu spät.

Viele Menschen begehen in ihrem gesamten Leben immer die gleichen Fehler. Erst wenn sie mit den schmerzlichen Konsequenzen konfrontiert werden, fangen sie an, ihre Irrtümer zu bereuen. Doch was sie getan haben, war bereits getan und es gibt keinen Weg zurück, um es ungeschehen zu machen.
Hinterher mögen sie zwar Reue empfinden und sich für ihre Übeltaten selbst bestrafen. Sie lernen jedoch nicht aus ihren Fehlern und fangen an, die Dinge zu korrigieren. Nach einer gewissen Zeit begehen sie ähnliche Übeltaten und fühlen sich danach wieder schuldig. Dieser Teufelskreis geht immer so weiter und ihr ganzes Leben geht vorüber, erfüllt von Reue.

Ein altes Sprichwort besagt: „Man sollte nicht zögern, gute Taten zu vollbringen.“ Wir sollten auch nicht warten, um unsere Fehler zu korrigieren und uns selbst zu verbessern. Wir dürfen nicht immer denken, es bleibe ja noch Zeit und hinausschieben, das Richtige zu tun. Wenn wir nicht eisern versuchen, unser Verhalten zu ändern, werden wir womöglich nicht in der Lage sein, auch nur einen Fehler zu berichtigen, ganz gleich, wie viel Zeit auch vergangen sein mag. Nichtstun mag schließlich zu noch größeren Fehlern führen und wir werden voller Reue enden. Und so sollten wir immer wachsam sein und unsere Defizite korrigieren, sobald wir uns ihrer gewahr werden.

Ein ruhiges und entspanntes Verhalten ist hilfreich, um die Kommunikationskanäle offen zu halten
Ein Tag nachdem Herzog Jing sein tägliches Meeting mit seinen Beamten hatte, besuchte Yanzi ihn und sagte: „Sie schienen während des Meetings sehr streng zu sein.“ Herzog Jing sagte: „Nun, ich höre an meinem königlichen Hof die Berichte und Meinungen meiner Beamten an. Warum sollte streng sein einen negativen Einfluss darauf haben, wie ich den Staat verwalte?“

Yanzi erwiderte: „Wenn sie am königlichen Hof ihren Beamten zuhören, könnten sie, wenn sie zu harsch sind, sich eventuell fürchten, zu sagen was wahr ist, aus Angst, dass es sie ärgern könnte. Wenn sie nicht die Wahrheit sagen, dann wissen sie nicht, was im Staat wirklich passiert und sie werden niemals wissen, was die Leute wirklich fühlen und was sie möchten. Weil Beamte nicht frei sprechen können, ist es so, als wären sie stumm. Wenn sie ihnen nicht sagen können, was wirklich vor sich geht, ist es so, als wären sie taub. Würde das dann nicht die Staatsangelegenheiten negativ berühren?“

„Außerdem ist ein voller Getreidespeicher mit individuellen Behältern gefüllt, ein Vorhang ist aus individuellen Seidenfäden gewoben. Der Berg Taishan ist so hoch, ist aber nicht aus einem großen Felsbrocken gemacht. Eine Menge Schmutz und Felsen bildeten gemeinsam den höchsten Berg. Um einen friedlichen und gedeihenden Staat zu bilden, kann man sich nicht nur auf die Worte von nur einer Person verlassen. Natürlich folgt der Herzog nicht jeder einzelnen Empfehlung, die von Beamten vorgetragen wird, man sollte sie aber auch nicht davon abhalten, sie auch auszusprechen.“

Yanzi sah, dass das Verhalten des Herzogs Jing gegen seine Beamten so einschüchternd war, dass die Beamten nicht zu sprechen wagten und so redete er mit dem Herzog darüber. Die Pflicht und die Verantwortung eines Beamten sind, dem Staatsoberhaupt bei der Verwaltung der Staatsangelegenheiten beizustehen. Wann immer sie bemerken, dass das Staatsoberhaupt einen Fehler begeht, müssen sie dies sagen und ihn aufzeigen. Sie sollten vor dem Fehler nicht ihre Augen verschließen oder sich selbst schützen. Nur auf diese Weise können sie dem Staatsoberhaupt helfen, seine eigenen Fehler zu erkennen, sich zu verbessern und den Staat vor katastrophalen Folgen bewahren.

Wenn ein Mensch immer arrogant ist, wird niemand ihm seine Fehler aufzeigen oder jeder wird sich nur von ihm fernhalten. Weil jene, die arrogant sind, ihre eigenen Defizite nicht erkennen können und sie keine Freunde haben, die sie über ihre Irrtümer aufklären, fahren sie sich im Sumpf ihrer Fehler fest und sinken immer tiefer und tiefer, bis sie unumkehrbare Verluste erleiden.

Wenn wir mit anderen Menschen über ihre Mängel reden, können wir es wie Yanzi tun und ihnen auf ehrliche Weise, vernünftige Ratschläge geben? Wenn wir sehen, wie unsere Freunde und Familienangehörigen Fehler machen, weisen wir sie, um uns zu schützen, nicht rechtzeitig darauf hin, was dann zu ihren Misserfolgen führt. Das wiederum bedeutet, wir haben unsere Verpflichtungen als deren Freunde oder Familienangehörigen nicht erfüllt.

Jeder macht Fehler. Die wichtigste Sache ist, aus unseren Fehlern zu lernen und uns ständig zu verbessern. Wie ein altes Sprichwort sagt: „Keine aufrichtige Tat ist großartiger, als seine eigenen Fehler zu korrigieren.“ Wenn wir immer nur unsere Fehler verbergen, ist dies mehr Fehlverhalten und es wird unsere moralische Erhöhung behindern.

Wie es in Standards für gute Studenten und Kinder (Di Zi Gui) heißt: „Wenn man berichtigt, was man falsch gemacht hat, dann ist es so, als wäre es nicht geschehen. Wenn man es verbirgt, dann addiert man es zum eigenen Fehlverhalten.“ Konfuzius sagte einmal, es gibt drei Arten von Freundschaften, welche vorteilhaft sind und Freundschaft mit aufrichtigen Menschen war zuoberst auf der Liste. Es ist ein Segen, Freunde zu haben, die uns auf unsere Fehler aufmerksam machen können.

Herzog Jing hatte das Glück, Yanzi an seiner Seite zu haben. Yanzis ständige direkten Reden halfen ihm, seine Fehler zu erkennen, über seine Fehler zu reflektieren und sich zu verbessern. Yanzi war wirklich ein aufrechter Beamter und ein segensreicher Freund. Herzog Jing konnte Yanzis Kritik und Korrekturen annehmen und das ist vorbildlich.

Manchmal war Herzog Jing über die Ratschläge von Yanzi betroffen und er hatte das Gefühl, das Gesicht verloren zu haben. Doch er war mit allem, was Yanzi sagte, einverstanden und bewunderte seinen Mut, immer das auszusprechen, was zum Segen des Staates und des Volkes war.

Als Yanzi starb, war er zutiefst betrübt und weinte: „Du hast mir Tag und Nacht Ratschläge erteilt und mir aufgezeigt, wenn ich auch nur den kleinsten Fehler machte. Doch ich saß auf meinen Fehlern und machte keine großen Verbesserungen. Nun, wo du nicht mehr unter uns bist, wer würde Menschen um Hilfe bitten, wenn der Staat Qi in Gefahr ist?“

Yanzi machte sich nie der heuchlerischen Schmeichelei schuldig. Er ging immer offen mit Menschen um und hatte keine heimlichen Absichten. Seine direkten Worte und die Art und Weise, wie er den Staat regierte und sein persönliches Leben gestaltete, reflektieren sein aufrichtiges Gewissen und seine Mentalität „Menschen an die erste Stelle zu setzen“.

Wenn man das heutige China betrachtet, hat die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ihre Täuschungskultur und konfrontierende Herangehensweise benutzt, um die traditionelle chinesische Kultur zu ersetzen. Sie zerrüttet die Idee des „Gewissens“ und hat keinen Respekt vor dem Leben.

Dies hat endlose Katastrophen für das chinesische Volk heraufbeschworen: Zerstörung der Umwelt, schwere Verunreinigung nationaler Ressourcen, kompletten Verlust der traditionellen moralischen Werte, vergiftete Nahrung und verfälschte Nahrungsmittel.

Korrupte Beamte und die geheimen Absprachen zwischen Geschäftsleuten und Regierungsbeamten und zwischen Polizisten und Gangstern schaffen so viele Probleme für die alltäglichen Menschen.

Die KPCh verbreitet Lügen und brutale Vorgehensweisen gegen jeden, der wagt, die Wahrheit zu sagen. Die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden dauert nun schon über 15 Jahre an. Die Grausamkeit der Partei wird nicht ungesühnt bleiben. Das Wachstum des chinesischen Volkes und die weitverbreitete Entrüstung und Unzufriedenheit wird schließlich zum Zerfall der KPCh führen.

Über 160 Millionen Menschen sind bereits aus der KPCh und deren angegliederten Organisationen ausgetreten. Durch Gespräche von Angesicht zu Angesicht finden immer mehr Menschen die Wahrheit heraus und entscheiden sich dafür, das Richtige zu tun – zu den himmlischen Prinzipien, Moral und Gewissen zurückzukehren, so dass sie einer strahlenden Zukunft entgegengehen.

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