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Deutschland/Hamburg: „Das muss man doch laut hinausschreien!“

Seit dem Beginn der Verfolgung von Falun Gong in China im Jahre 1999 bemühen sich weltweit Millionen Menschen, die Gräueltaten der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) aufzudecken – sei es innerhalb oder außerhalb Chinas. Jede Woche veranstalten die Praktizierenden der gesundheitsfördernden Medidationspraxis unterschiedliche Events, Aktionen oder Informationsstände, damit sie jedem auf der Straße eine Gelegenheit geben, sich über die Verfolgungsmethoden der Polizisten, Funktionäre, Gefängniswärter oder Ärzte zu informieren.

Der Stand vor dem Rathaus, der Mittelpunkt Hamburgs.

In Hamburg veranstalten die Praktizierenden ebenfalls Informationsstände und gehen jede Woche vor das chinesische Konsulat. Am 11. Juni war es aber das erste Mal, dass sie direkt auf dem Rathausmarkt einen Platz bekommen haben, um dort die Übungen vorzuführen, Unterschriften gegen den Organraub zu sammeln und die Passanten über die Verfolgung aufzuklären.

Die Passanten blieben bei den ausgestellten Tafeln stehen und lasen die Informationen durch.

„Wir sehen es als große Gelegenheit, direkt vor dem Sitz der Hamburger Regierung unseren Stand zu haben“ – sagte ein Praktizierender vor Ort. Und in der Tat war das eine große Gelegenheit, auf dem riesigen Platz einen Stand zu haben, wo die Passanten von überall auf die ausgestellten Materialien schauen konnten.

Eine Polizistin las alle Materialien sorgfältig durch

Hamburg ist ein beliebtes Reiseziel und das Rathaus ein Unikat in der Architektur der Stadt. Deswegen sahen viele Touristen den Stand der Praktizierenden mitten auf dem Platz und nahmen gerne Informationen mit.

„Das muss man doch laut hinausschreien!“ – sagte eine ältere Dame energisch. „Das ist ja genau wie im 2. Weltkrieg in den Konzentrationslagern!“ Die Touristin aus Mitteldeutschland war so schockiert über die erzwungene Organentnahme in China, dass sie den Stand nur schwer verlassen konnte. Sie hat immer wieder gesagt, dass es unfassbar sei und dass sie einige Tage brauchen werde, um die Tragweite dieser Tragödie zu begreifen.

„Mein Vater war Arzt im Krieg und er hat versucht die Juden zu retten in dem er die Nummern auf deren Armen entfernt hat und sie nach Holland geschickt hat. Ich glaube nicht daran, dass die Leute nicht Bescheid wussten, über die Lager, und ich bin schockiert, dass die Geschichte sich jetzt in China wiederholt. Das dürfen wir nicht zulassen! Wir hatten damals gesagt: Nie wieder“ – schweren Herzens verließ sie den Stand und nahm einige Flyer über den Organraub mit, damit sie das in ihrem Dorf verteilen kann.

Eine Hamburger Praktizierende stand am Tisch, auf dem mehrere Listen zum Unterschreiben lage. Auf der einen Liste konnte man sich für die Freilassung von Ye Julan (über den Fall können Sie hier lesen) einsetzen. Ein älterer Herr kam zum Stand und hat sich über die Verfolgung informiert. Er hörte aufmerksam zu und unterschrieb die Liste.

Die Praktizierende zeigte ihm eine Postkarte, die man direkt nach Shanghai schicken kann, um sich für die Freilassung der Frau Yu einzusetzen. „Mensch, das ist ja eine gute Sache! Diese Postkarte finde ich prima: wenn ich Menschen helfen kann, dann tue ich das sofort und sehr gerne!“ – der Herr freute sich sichtlich und gab der Praktizierenden die Hand zum Dank, weil er die Gelegenheit bekam, zu helfen.

Während einige Praktizierende die Übungen vorführten, führten andere am Tisch rege Gespräche über die Verfolgung und die Menschenrechtssituation in China.

Zwei junge Touristinnen aus Österreich informierten sich im Gespräch sehr ausführlich über Falun Gong und den Zusammenhang mit dem Organraub in China. Eine von ihnen sagte zum Schluss kopfschüttelnd: „Das begreife ich überhaupt nicht, wie man so eine friedliche Praxis überhaupt verfolgen kann!“

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