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Schweiz: Am Vorabend des Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten – Forderung nach dem Ende der Verfolgung von Falun Gong

Es war der 14. Januar 2017, als sich Praktizierende am Waisenhausplatz in der Hauptstadt Bern versammelten mit der Forderung, dass die Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) beendet wird. Der Staatsbesuch des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in der Schweiz stand unmittelbar bevor. Die Praktizierenden hofften, dass Präsident Xi Maßnahmen ergreifen wird, die Verfolgung von Falun Gong zu stoppen. Insbesondere forderten sie ein Ende des staatlich geförderten Organraubs an lebenden Falun Gong-Praktizierenden, die wegen ihres Glaubens in China eingesperrt sind.

Im Rahmen einer Kerzenlicht-Mahnwache zeigten die Praktizierenden die Porträts von Praktizierenden, die ihr Leben in der nun schon über 17 Jahre andauernden Verfolgung verloren haben. Außerdem gab es Plakate mit Informationen über die Verbrechen der KPCh. Viele Passanten blieben stehen, um sie sich anzusehen und nach weiteren Informationen zu fragen.

Kerzenlicht-Mahnwache am Waisenhausplatz in Bern, Schweiz, am 14. Januar 2017

Unter denen, die stehen blieben, um mit den Praktizierenden zu sprechen, war die Physiotherapeutin Ursula. Sie kannte Falun Gong bereits und sagte: „Falun Gong-Praktizierende sind sehr friedlich. Ich unterstütze sie. Keine Regierung sollte Menschen wegen ihres Glaubens verfolgen.“

Nachdem sie die Petition gegen den Organraub unterschrieben hatte, bemerkte sie: „Der Organraub von Lebenden ist schrecklich und bösartig. Das kann nicht geduldet werden. So etwas kann man sich nicht vorstellen. Aber es kommt vor.“ Sie hoffte, dass die Praktizierenden in China ihren Glauben bald wieder frei ausüben können.

Der Maschinenschlosser Jörg interessierte sich für die alte chinesische Weisheitslehre von Falun Gong. Er hatte Berichte über Falun Gong gelesen und sprach mit den Praktizierenden eine ganze Weile darüber, um mehr über diese Praktik zu erfahren. Er suchte nach Antworten auf die Frage, warum sie von der KPCh unterdrückt wird.

„Es gibt keinen Grund, diejenigen zu verfolgen und zu töten, die einfach nur gute Menschen sein wollen“, fand Jörg. Dann fügte er noch hinzu: „Organraub an Lebenden ist ein schreckliches Verbrechen. Seine Bösartigkeit übertrifft das, was Hitler getan hat.“

Als Jörg die Petition gegen die Verfolgung unterzeichnete, erklärte er: „Ich unterschreibe hier für Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Ich kann solche Tötungen nicht tolerieren.“ Er hoffte, dass noch mehr Menschen von der Verfolgung erfahren und sich dagegen aussprechen.

Passanten unterzeichnen eine Petition gegen den Organraub an lebenden Gewissensgefangenen durch die KPCh.

Sara, die im Einzelhandel tätig ist, erfuhr von der Brutalität der KPCh aus der Veranstaltung der Praktizierenden. Sie unterzeichnete die Petition in der Hoffnung, damit zu verhindern, dass noch mehr Menschen um ihrer Organe willen getötet werden. Sie meinte, die KPCh sei zu bösartig; solche schrecklichen Dinge sollten nicht passieren. Die westlichen Länder sollten mehr tun, um die furchtbaren Verbrechen der KPCh zu beenden.

Ein anderer Passant namens Christian sagte: „Falun Gong ist friedlich und hat nichts mit Politik zu tun. Keine Regierung sollte Gläubige verfolgen.“ Er hatte aus Medienberichten erfahren, wie der ehemalige Vorsitzende der KPCh, Jiang Zemin, vor 17 Jahren bei seinem Besuch in der Schweiz auf die friedlichen Proteste überreagiert hatte. Die Schweizer Regierung hatte deshalb die Proteste während des Besuchs von Präsident Xi eingeschränkt. Christian hofft, dass seine Unterschrift dazu beitragen wird, die schrecklichen Verbrechen zu beenden, die gegen Falun Gong-Praktizierende in China verübt werden.

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 17 Jahren zum Tod vieler Falun Gong- Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.

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