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USA: Guo Chuanjie, Leiter des „Büros 610“ an der chinesischen Akademie für Wissenschaft, wurde in New York angeklagt

Am Mittwoch, dem 23. Februar 2005 um 15.00 Uhr hielten Falun Gong Praktizierende in New York auf dem Universitätsgelände der Columbia Universität eine Pressekonferenz ab. Die Anwältin der Falun Gong Praktizierenden, Frau Lana S. Han, gab offiziell die Einreichung einer Klage gegen Guo Chianjie, dem Leiter der „Führungsgruppe, die Falun Gong Angelegenheiten behandelt“ in New York bekannt. Guo ist Leiter der chinesischen Akademie für Wissenschaft sowie der Stellvertretende Parteisekretär an dieser Akademie. Die Anklagepunkte lauten Verbrechen von Folter und Völkermord.

Eine weitere Bezeichnung für die „Führungsgruppe, die Falun Gong Angelegenheiten behandelt“ ist „Büro 610“, so genannt, weil es am 10. Juni 1999 vom Jiang Zemin Regime gegründet wurde, um Falun Gong zu verfolgen. Das „Büro 610“ ist eine Vertretung mit absoluter Machtbefugnis über jede Verwaltungsebene in der Kommunistischen Partei Chinas und es steht über allen anderen politischen und gerichtlichen Systemen. Die „Büros 610“ sind in ganz China verbreitet. Man findet sie in den Städten und in den Dörfern, auf den Straßen und in den Betrieben. Diese „Büros“ werden alle durch das „Büro 610“ in Beijing kontrolliert. Letzteres leitet die völkermordende Politik wie „Verleumdet ihren Ruf, ruiniert sie finanziell, zerstört sie physisch“ und „Der Tod von Falun Gong Praktizierenden bedeutet nichts und wird deshalb als Selbstmord deklariert. Der Körper muss sofort ohne Ermittlung der Identität der Person eingeäschert werden.“ Das berüchtigte „Büro 610“ wird wegen seines Wesens und den Verbrechen, die es begeht, auch „Chinas Gestapo“ genannt.

Die Praktizierenden hatten an einer markanten Stelle auf dem Universitätsgelände ein großes Transparent mit weißen Schriftzügen in chinesischer und englischer Sprache auf blauem Hintergrund aufgestellt. Es bildete einen sehr guten Blickfang. Auf dem Transparent stand: „Guo Chuanjie von der chinesischen Akademie für Wissenschaft wurde wegen Folter und Völkermord an Falun Gong Praktizierenden angeklagt.“ Hinter dem Transparent stand eine bronzene Statue, die Vorurteilslosigkeit symbolisiert. Sie verlieh der Pressekonferenz eine feierliche Atmosphäre.

Als eine Gruppe von jungen Asiaten vorbeilief, zeigten einige von ihnen Interesse. Sie befragten die Praktizierenden und machten Fotos. Die Praktizierenden erklärten ihnen die Hintergründe dieses Ereignisses. Auch einige Lehrer und Studenten der Universität hielten inne und wünschten sich mehr Informationen zu der Anklage. Danach diskutierten sie untereinander darüber.

Es wurde berichtet, dass Guo Chuanjie und eine Besuchergruppe für den Nachmittag des 23. Februar gesellschaftliche Aktivitäten auf dem Universitätsgelände der Columbia Universität geplant hatten.

Die Anwältin Frau Han erklärte, dass die Anklage am 22. Februar beim Bundesgericht von New York eingereicht worden sei. Eine Vorladung und die Anklageschrift seien an den angeklagten Stellvertretenden Parteisekretär der Chinesischen Akademie für Wissenschaft, Guo Chuanje, übergeben worden, der zu dieser Zeit in Manhattans Battery Park in New York zu Besuch weilte.

Im Juli 1999 wurde Guo Leiter der „Führungsgruppe, die Falun Gong Angelegenheiten behandelt“ an der Chinesischen Akademie für Wissenschaft. Er ist Hauptverantwortlicher bei der Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden an dieser Universität. Im Jahr 2003 wurde Guo zum Parteisekretär der Universität für Wissenschaft und Technik von China ernannt und hat seitdem auf dem Neunten Kongress der Universität für Wissenschaft und Technik von China die Verfolgung von Falun Gong und "das Reformieren" der Praktizierenden wiederholt hervorgehoben. Die Klage wurde an einem bedeutungsvollen Ort eingereicht, gegenüber der Freiheitsstatue, die den amerikanischen Geist der Freiheit und Demokratie symbolisiert.

Im Juli 1999 folgte die Parteigruppe an der chinesischen Akademie für Wissenschaft geschlossen dem Befehl von Jiangs Regime und gründete eine „Führungsgruppe, die Falun Gong Angelegenheiten behandelt“. Sie nahm nun alle Dinge, die mit der Verfolgung von Falun Gong zu tun hatten, in ihre Hand. Am 26. Juli fand im Jingxi Hotel ein Treffen zum Thema „Falun Gong herausstellen und kritisieren“ mit über 1000 Teilnehmern statt. Guo Chuanjie beteiligte sich persönlich daran, Falun Gong Praktizierende zu „reformieren“. Bei Falun Gong Praktizierende, die es ablehnten, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben, ließen sie von mehreren Personen gleichzeitig oder von einer Person gewaltsame Gehirnwäschen durchführen. Gemäß einer Untersuchung der „Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong“ wird die Bezeichnung „Reformation“ als Hauptbegründung und Ursache dafür erachtet, dass Falun Gong Praktizierende zu Tode oder zu Invaliden gefoltert werden, und dass sie körperlich und psychische gefoltert werden.

Guo Chuanjie organisierte viele Versammlungen an der chinesischen Akademie für Wissenschaft ab, bei denen er als Referent auftrat. In seien Reden trieb er den "Kampf gegen Falun Gong" und die sogenannte „Reformation“ (Gehirnwäsche) der Falun Gong Praktizierenden voran. Er schrieb auch Artikel für die Zeitung „Guangming Daily", in denen er die "fortgeschrittene Kultur" in den "Drei Repräsentanten" befürwortete und forderte, dass "Falun Gong von der fortgeschrittenen Kultur, die sich auf den dialektischen Materialismus konzentriert, ausgesäubert und beseitigt" werden müsste. Seine Artikel wurden speziell für die Einsatzbesprechung im Informationszentrum des Kulturministeriums empfohlen.

Seit dem Jahr 2000 weisen bestätigte Verfolgungsfälle aus, dass mindestens 27 Lehrer und Angestellte der chinesischen Akademie für Wissenschaft verschiedenen Methoden der Verfolgung ausgesetzt waren, weil sie standhaft Falun Gong praktizierten. Zu den Methoden der Verfolgung gehörten: Verlust des Arbeitsplatzes, der Entzug von Lohn, Aberkennung des Grundbedürfnisses einer Unterkunft, das Vertreiben aus dem Haus, der Entzug von Alterspensionen, Entzug von allen Einkommensquellen und sogar die Einweisung in Zwangsarbeitslager und Verurteilung zu Gefängnisstrafen. Promovierte Studenten wurden nicht mehr an der Universität eingeschrieben, oder sie wurden gezwungen, die Schule zu verlassen, wenn sie Falun Gong nicht aufgeben wollten. Es gehört zum Alltag, dass Praktizierende abgeführt und in Gehirnwäschekurse gebracht werden, um dort der sogenannten „Reformation“ unterzogen zu werden, oder sie werden an ihren eigenen Arbeitsplätzen gefangen gehalten, um sie einer unmittelbaren Gehirnwäsche zu unterziehen oder sie werden sogar in Haftanstalten eingesperrt. Allen registrierten Falun Gong Praktizierenden ist es verboten, ins Ausland zu reisen.

Die chinesische Universität für Wissenschaft und Technologie ist eine Abteilung der chinesischen Akademie für Wissenschaft. Aus den bisherigen Nachforschungen geht hervor, dass die Direktion der Universität den Studenten vielmals angedroht hat, sie von der Universität zu verweisen, um sie daran zu hindern, für Falun Gong zu appellieren und sie zu zwingen, ihren Glauben zu widerrufen. Viele Lehrer und Studenten der Universität wurden abgeführt und in Gehirnwäschekurse eingewiesen oder sie wurden von ihrer Arbeitsstelle entlassen und in Zwangsarbeitslager oder ins Gefängnis gesperrt.

Der Falun Gong Praktizierende Herr Zhan erklärte, dass die Klage gegen Guo Chuanjie die Entschlossenheit und Zuversicht der Praktizierenden zeige, dass gegen alle diejenigen, die für die Verfolgung von Falun Gong verantwortlich sind, ermittelt wird und dass sie mittels gerichtlicher Maßnahmen der Gerechtigkeit zugeführt werden. Sie reflektiere außerdem die Überzeugung der Praktizierenden, dass schließlich auch in China ein unvoreingenommenes Rechtswesen möglich sein wird.

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