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Ein Interview mit Charles Lee: Die KPC macht vor nichts Bösem in ihrer Verfolgung von Falun Gong halt (Teil 1)

Die Bemühungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) die Herzen der Menschen mit Nachdruck zu verändern, ist bereits mehrmals fehlgeschlagen. Nachdem er drei Jahre in einem chinesischen Gefängnis saß, kehrte der US-Bürger Charles Lee letzten Monat in die Vereinigten Staaten zurück. Charles sagte, dass er sich selbst – trotz all der Verfolgung, die er erleiden musste – immer als einen Praktizierenden angesehen hat. Er behielt seinen festen Glauben und lehnte die Zusammenarbeit mit dem Bösen ab.

Nachdem Charles Lee 3 Jahre lang in China eingesperrt war, kehrte er letzten Monat nach Hause zurück

Im Januar 2003 war Charles Lee nach China gereist, um die Wahrheit über Falun Gong zu verbreiten. Er wurde im gleichen Moment, als er am Guangzhou Stadtflughafen aus dem Flugzeug stieg, verhaftet. Anschließend wurde er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und im Yuhuatai Gefängnis der Stadt Nanjing (Nanjing Gefängnis) eingesperrt. Während seiner Haft erlitt er geistige und körperliche Folterungen. Am 21. Januar 2006 wurde er schließlich freigelassen und kehrte nach San Franzisko zurück. Vor kurzem gab er ein Interview über die Verfolgung, der er in China unterlag.

Nachdenken über die getäuschten chinesischen Menschen

Reporter: Willkommen zu Hause, Charles. Können Sie uns sagen, wie Sie sich in diesem Moment fühlen?

Charles: Ich danke Ihnen. Es ist schön wieder hier zu sein, doch ich habe gemischte Gefühle. Einerseits fühle ich mich entspannt, nachdem ich in die Freiheit zurückgekehrt bin und mich wieder unter meinen Freunden befinde – im Gefängnissystem Chinas war ich unter ständigem Zwang – andererseits fühle ich tiefes Bedauern für die Falun Dafa-Praktizierenden, die immer noch unter der Verfolgung in China leiden, für die chinesischen Menschen, die von der Propaganda getäuscht wurden und für die Menschen, die von der Macht der Kommunistische Partei Chinas (KPC) verängstigt sind. Bitte vergessen Sie nicht, dass ich ohne rechtliche Grundlage verurteilt und gefoltert wurde. Ich appellierte drei Mal und erhielt keine Gerechtigkeit. Um die Gerechtigkeit wieder herzustellen, habe ich viel zu tun.

Die Wahl, nach China zurückzugehen, um die Wahrheit zu verbreiten, anstatt ein bequemes Leben zu führen

Reporter: Sie lebten ein angenehmes Leben hier in den Vereinigten Staaten und Sie können Falun Gong hier praktizieren. Warum haben Sie sich entschieden nach China zurückzugehen?

Charles: Ich fühlte die tiefste Verantwortung, den Menschen in China die Wahrheit zu erklären. Erstens wurde ich in China geboren; viele meiner Verwandten und Freunde leben dort. Zweitens dachte ich, wäre ich äußerst selbstsüchtig, wenn ich mich nicht aktiv an der Beendigung der Verfolgung beteilige und man bedenkt, dass ich ein Praktizierender bin. Und drittens würde jeder Mensch, der Sinn für Gerechtigkeit hat, daran denken den chinesischen Menschen zu helfen, die von den staatlich kontrollierten Medien getäuscht sind.

Reporter: Können Sie die schwierigste Zeit, die Sie in der Gefangenschaft erlebt haben, beschreiben?

Charles: Es gab drei Phasen während meiner Haft. In der ersten Phase wurde ich im Yangzhou Internierungslager festgehalten. Bevor sie mich zu einer Gefängnisstrafe verurteilen konnten, mussten sie durch die Formalität eines Gerichtsverfahrens gehen. Aufgrund der großen Aufmerksamkeit durch die Menschen wagten die Verfolger dort nicht, mich so brutal zu foltern, wie sie es später im Nanjing Gefängnis taten.

Schlafentzug für 92 Stunden

(Charles fährt fort) Dennoch benutzten sie einen 92 Stunden langen Schlafentzug, um mich zu foltern. Sie zwangen mich auch Videos anzuschauen, die Falun Gong verleumden und legten mir Handschellen an. Ein Informant berichtete mir, dass sie mich ursprünglich wegen des Praktizierens von Falun Gong anklagen wollten. Weil ich jedoch ein US-Bürger bin, haben sie stattdessen eine Geschichte ausgeheckt, nämlich, dass ich vorgehabt hätte „Medieneinrichtungen zu zerstören“. Sie nahmen Abstand davon, Falun Gong zu erwähnen, da solch eine Anklage die Angelegenheit der Glaubensfreiheit betreffen würde. Während des Verfahrens erlaubten sie mir nicht, mich selbst zu verteidigen oder Beweise zu liefern, um ihre Anklage zu widerlegen. Auch unter chinesischem Recht, war dieses Verfahren rechtswidrig – es war mehr eine „Showverhandlung“.

In der zweiten Phase wurde ich im Nanjing Gefängnis eingesperrt. Nachdem ich im Yangzhou Internierungslager für drei Monate festgehalten wurde, verurteilten sie mich zu drei Jahren Haft. Sie hatten bereits die Art meiner Folter in diesen drei Jahren geplant. Am Anfang versuchten sie, dass ich mich von Falun Gong abwenden und meine Kultivierung aufgeben würde.

Geistige Folter: Rund um die Uhr beobachtet werden

Das war die schwierigste Etappe. Die Verfolger benutzten alle Arten der ihr zur Verfügung stehenden Methoden, einschließlich körperlicher Folter und Gehirnwäsche. Sie steckten mich in einen kleinen Raum. Die Wachen und die Insassen verschworen sich und zwangen mich, Dafa verleumdende Videos anzuschauen. Ich weigerte mich und versuchte den Raum zu verlassen, doch sie stießen mich mit Nachdruck zurück und hielten mich fest. Wenn ich meine Augen schloss, folterten sie mich. Manchmal hielten sie Falun Gong „kritisierende Konferenzen“ ab. Ich versuchte hinauszugehen und wurde nachdrücklich zurückgehalten.

Sie folterten mich auch geistig, indem sie Druck auf mich ausübten. Für gewöhnlich beobachteten mich zehn bis zwölf Personen rund um die Uhr. Manchmal, wenn ich nachts aufwachte, sah ich jemanden, der auf mich starrte, was sehr beunruhigend war. Wann immer ich ging, folgte jemand kurz hinter mir. (Charles zeigte dem Reporter, wie nah sie im folgten.)

In den USA war ich eine große Intimsphäre gewohnt. Zu dieser Zeit folgte mir ein Typ, der größer und stärker war als ich, überall hin, auch auf die Toilette. Er steckte seine Nase in jeden Bereich meines Lebens. Manchmal wenn ich auf meinem Bett mit gekreuzten Beinen saß, zog er meine Beine sofort gerade. Wenn ich ihn nach dem Warum fragte, antwortete er, weil ich Falun Gong praktiziere und deswegen dürfe ich nicht so sitzen. Ich protestierte und sagte: „Ich habe die Freiheit zu praktizieren“. Doch ich praktizierte ohnehin nicht. Er vermutete es aber. Man kann sich das Gefühl nicht vorstellen, ständig unter diesem Druck zu stehen und ständig bei jeder Bewegung beobachtet zu werden. Es war, als ob ich keinen Platz hätte; nicht einmal um zu atmen. Das ist wirklich eine Art von geistiger Folter.

Die Verfolger wechselten sich dabei ab, mich einer Gehirnwäsche zu unterziehen

Nach einiger Zeit wurde auf Befehl von oben, eine Wache hereingebracht. Er zwang mich, mit ihm zu sprechen. Als ich mich weigerte, verfluchte er mich, nannte mich einen Kriminellen und zwang mich zu gehorchen. Die Verfolger wechselten sich ab, mich einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Zuerst zwangen sie mich, Filme anzusehen, die Falun Gong verleumden und dann redeten die Wachen in Gruppen auf mich ein, eine Gruppe nach der anderen, ohne jegliche Pause.

Charles blieb trotz der von der KPC benutzten Methoden beständig in seinem Glauben

Von Juni bis Dezember 2003 benutzten die Verfolger im Nanjing Gefängnis, im Bemühen mich zur Aufgabe meines Glaubens zu bringen, die obigen Methoden, um mich zu foltern. Ich blieb standhaft in meinem Glauben und wusste, dass ich eine aufrichtige Sache tue. Deshalb machten die Folterungen mich noch standhafter in meinem Glauben. Als die Verfolger das bemerkten, änderten sie ihre Taktik.

Anfang Januar 2004 versuchten sie, das Einverständnis für die Anklagepunkte meines Prozess zu erhalten, ohne Falun Gong zu erwähnen. Sie probierten viele Methoden aus, damit ich mein Zugeständnis machte, dass das Anzapfen des Fernseh-Netzwerks, um über die wahren Hintergründe der Verfolgung zu berichten, das chinesische Gesetz verletzen würde. Zum Beispiel benutzten sie die Regeln und Vereinbarungen des Gefängnisses, in dem Versuch mich subtil zu beherrschen. Sie hofften, dass ich eingestehen würde, ein Krimineller zu sein. Sie forderten von mir auch, ein Untersuchungsformular für Kriminelle auszufüllen und nahmen meine Fingerabdrücke. Ich weigerte mich, doch sie nahmen meine Fingerabdrücke mit Zwang. Auch zwangen sie mich, die Regeln und Vereinbarungen des Gefängnisses zu lernen. Eine Zusammenarbeit mit den Verfolgern hätte bedeutet, dass ich zustimmte, im Sinne der Anklage, schuldig zu sein.

(Fortsetzung folgt)

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