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USA: Die Pflicht, Menschen zu retten, weckt das Gewissen

Frau Wang Wenyi, die vor einer Woche auf der Wiese vor dem Weißen Haus die Aufmerksamkeit der internationalen Medien bei der Empfangszeremonie erregt hatte, hielt am 26.04.2006 eine Pressekonferenz im Hotel Marriott ab. Sie erklärte die Hintergründe ihrer Ausrufe. Peter und Annie, die das Verbrechen der Organentnahme an Falun Gong-Praktizierenden enthüllt hatten, nahmen ebenfalls daran teil.

Wang Wenyi hält eine Rede, Annie befindet sich rechts von ihr
Wang Wenyi hält eine Rede, Annie befindet sich rechts von ihr
Auf der Pressekonferenz

Menschen zu retten, ist meine heilige Pflicht

Wang Wenyi erklärte die Hintergründe ihrer Handlung; es ging darum, dass viele Praktizierende jederzeit getötet und ihnen ihre Organe bei lebendigem Leib entnommen werden.

Am 08.03.06 wurde der Welt die Gräueltat der Organentnahme an Falun Gong-Praktizierenden in Sujiatun bekannt. Es gab die Information, dass viele Praktizierende mit geringer Betäubung auf den OP-Tisch geschoben werden, wo man ihnen die Augenhornhaut, die Nieren und die Leber zum Verkauf an das internationale Transplantationszentrum entnimmt. Frau Wang erklärte: „Das ist die dunkelste Seite der Verfolgung und ist erst jetzt bekannt geworden. In Wirklichkeit sind in den vergangenen Jahren der Verfolgung zahllose Praktizierende verschollen, manche werden seit Jahren vermisst. Auch ihre Angehörigen kennen ihren Verbleib nicht. Wohin sind sie gegangen? In den letzten Jahren ist die Zahl der Leber- und Nierentransplantationen in China rapide angestiegen. Dies hat die Fragen weitestgehend beantwortet.“

Frau Wang erklärte, dass die WOIPFG festgestellt habe, dass die Organentnahme im ganzen Land durchgeführt würde. Besonders nach der Ankündigung einer Regelung zur Transplantation hießen alle großen Krankenhäuser ihre Patienten, die Operation vor dem 01. Juli vornehmen zu lassen. Daraus folgt, dass man in China gerade dabei ist, in Eile alle Beweise zu vernichten. Dr. Wang Wenyi, die in Chicago an der Universität studierte, ist Hauptredakteurin des Fachjournals „Medical Life“ und Ärztin und als Ärztin nimmt die heilige Pflicht wahr, Menschen zu retten. Unter den oben genannten dringenden Umständen schrieb sie viele Appellbriefe und suchte Regierungen, NGO und Medien auf. Doch die internationale Welt reagierte kaum gegenüber den Verbrechen der Organentnahme.

„Als ich am letzten Donnerstag zwei Staatsführer, die über die beste Möglichkeit verfügen, die Gräueltat zu stoppen, sich die Hand schütteln sah, fragte ich mich, wann ich wieder die gleiche Chance erhalten würde, den beiden gegenüber zu stehen“, so Frau Wang. „Als Ärztin habe ich geschworen, die Rettung von Menschenleben als meine heilige Pflicht zu erfüllen. Deshalb entschied ich mich an dem besagten Tag, Hu Jintao, dem jetzigen Staatspräsidenten, zuzurufen, dass er das brutale Verbrechen sofort stoppen sollte. Ich halte die Zeit für sehr dringend und begrenzt, die ihm für eine richtige Entscheidung zur Verfügung steht. Ich hoffe, dass er sein Bestes tun wird, nicht nur um seinetwegen, sondern auch für das gesamte chinesische Volk.“

Die Zeugen tauchen auf

Peter, der erste Zeuge, der die Organentnahme bekannt gab, berichtete auf der Pressekonferenz, dass ihm die Verbrechen in Sujiatun bei der Untersuchung über SARS aufgefallen seien. Als Journalist wollte er die Welt schon immer über solche Vorfälle informieren. Aber das sei in China nicht möglich. Frau Wang Wenyi und er besuchten fünf Wochen lang alle großen Medien, den Senat und das Abgeordnetenhaus in den USA, in der Hoffnung, dass die Vorfälle Beachtung finden und öffentlich bekannt würden. Die Abgeordneten und die Medien reagierten bedauerlicherweise kaum darauf. Nach der Enthüllung des Sujiatun-Falles wurden die Beweise [in China] eilig fortgeschafft. Drei Wochen später schickte die US-Regierung Mitarbeiter ihrer Behörde nach Sujiatun. Es gab eine Untersuchung unter der Führung und mit Genehmigung der chinesischen Kommunistischen Partei. Jeder wusste schon vorher, wie das Resultat aussehen würde.

Peter sagte: „Eigentlich nicht nur in Sujiatun, sondern im ganzen Land ist das Verbrechen des Faschismus verbreitet. Ich hoffe, dass die anwesenden Medien nach dieser Veranstaltung ausführlich darüber berichten werden. Wir befinden uns in Lebensgefahr, seitdem wir in die USA gekommen sind, um diese Sache der Welt bekannt zu machen. Es ist äußerst ernsthaft. In Wirklichkeit wissen viele Ärzte und medizinischen Mitarbeiter davon. Ich hoffe, dass sie heraustreten können und uns weitere Beweise bringen.“

Die Zeugin Anne erzählte den Medien über die Informationen, die sie von ihrem Ex-Mann erhalten hätte, der an der Organentnahme an Falun Gong-Praktizierenden beteiligt war.

Anni erzählte, dass ihr Ex-Mann an Gewissensbissen gelitten habe, weil er an lebenden Falun Gong-Praktizierenden die Entnahme der Augenhornhaut durchführte. Das ging so weit, dass ihm zum Schluss die Hände zitterten, sobald er das Operationsmesser in der Hand hielt. Sobald er beschlossen hatte, damit aufzuhören, war er der Gefahr eines Mordanschlags ausgesetzt. Anne wurde selbst bei einem Mordanschlag verletzt, weil sie ihn schützen wollte. Ihre Narbe an der Taille stammt von dem Anschlag. Manche Ärzte, die an der Organentnahme beteiligt waren, sind entweder verschwunden oder verstorben. Ihr Ex-Mann hatte sehr darunter gelitten und wollte alles aufdecken, hatte aber zu große Angst.

Anni sagte: „In China ist es so, dass wenn man auch an die Informationen glaubt, dann wagt dennoch niemand, darüber zu berichten. In Wirklichkeit möchten viele Insider in den Krankenhäusern die Tatsachen an die Öffentlichkeit bringen, aber sie haben keine Gelegenheit dazu. Tatsache ist, dass diese Dinge [Organentnahmen] in vielen Krankenhäusern in China vorkommen, denn die Verfolgungspolitik der KPC gegen Falun Gong-Praktizierende lautet: “Töten zählt nichts, Tote werden als Selbstmörder gezählt“. Deshalb nutzen die lokalen Beamten diese Chance aus, daraus Gewinn zu machen. Es ist brutal! Hiermit rufe ich alle Insider dazu auf, herauszutreten und die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu bringen. Man sollte sein eigener Chef sein und nicht der Sklave des Geldes!“

Die Wahl zwischen Gewissen und Interesse

Herr Zhang Erping hielt bei der Pressekonferenz im Namen des Falun Dafa-Informationszentrums eine Rede. Er sagte: „Rosa Parks, Martin Luther und Gandhi sind die Art von Menschen, die wir rühmen und hoch schätzen. Wenn wir von ihren Taten sprechen, dürfen wir die Hintergründe ihrer Handlungen nicht außer Acht lassen. Die Aktion von Fr. Wang Wenyi geschah aus ihrem Gewissen heraus und sollte geachtet werden. Die Falun Gong-Praktizierenden in China werden eingesperrt und gefoltert, ihnen werden sogar bei lebendigem Leib Organe entnommen, nur weil sie ihren Glauben nicht aufgeben. Wenn dein Kind oder deine Mutter für die Organentnahme auf dem Operationstisch läge, würdest du noch schweigen? Frau Wang Wenyi, eine kleine Frau und zweifache Mutter, rief mit ihrer Aktion dazu auf, dieses Massaker zu stoppen. Man sollte ihr genau so wie Rosa Parks Achtung dafür entgegen bringen.“

Zhang Erping appellierte an die UNO, eine unabhängige und umfassende Untersuchung in allen chinesischen Arbeitslagern durchzuführen. Der Grund ist die Verfolgung von Falun Gong und die Organentnahmen an lebenden Falun Gong-Praktizierenden. Er forderte auch dazu auf, die Klage gegen Frau Wang Wenyi zurückzuziehen. „Sie sollten Ihr Gewissen ehrlich befragen: Hat Frau Wang wirklich irgendein Verbrechen begangen?“, so die Frage von Zhang Erping.

Und weiter: „Die Verbrechen der KPC gegenüber Falun Gong sind keine Angelegenheit, die Einzelpersonen oder nur zwei Personen betrifft. Es handelt sich um ein Verbrechen, das die ganze Menschheit betrifft. Die Geschichte wird niemandem verzeihen, der sich taub und stumm stellt.“

Manche Medien fragten Frau Wang: „Bereuen Sie Ihre Tat? Wenn so etwas noch mal passieren würde, würden Sie die gleiche Vorgehensweise wählen?“

Frau Wang antwortete: „Ich habe so gehandelt, weil ich zu jener Zeit nur daran dachte, dass die Rettung der Menschenleben wichtiger ist als alles andere. Ich meine, die Menschlichkeit geht über alles. Ich hoffe, dass diese Verbrechen der Organentnahmen an lebendigen Menschen heute über die Medien ans Tageslicht gebracht werden. In Zukunft dürfen solche Gräueltaten nicht mehr passieren. Und sollte es doch noch mal vorkommen, dann sollte es auch möglich sein, es auf normalen Kanälen zu enthüllen.

Zhang Erping ergänzte: „Jetzt können wir vielleicht noch nicht klar diskutieren, ob Fr. Wang Wenyi aus der Pflicht einer Ärztin für die Beendigung des Massakers hätte aufrufen oder eher die Berufsregeln einer Journalistin hätte einhalten sollen. Aber eines ist klar: Während täglich solche Gräueltaten wie die Organentnahme an lebenden Falun Gong-Praktizierenden stattfinden, schweigen die Medien und die Politiker reichen sich die Hände, unterhalten sich freundlich miteinander und machen große Geschäfte, als sei nichts geschehen. Nur nachdem Frau Wang Wenyi, eine normale Frau, in jener Situation laut gerufen hat, wurde man darauf aufmerksam. Und jetzt wird noch darüber diskutiert, ob ihr Aufruf legal gewesen ist. Das ist erst die echte Schande der Menschheit.

Auch Herr Chen Jun, der Dolmetscher vor Ort, vertrat seine Meinung: „Die Medien fragten immer, ob Frau Wang Wenyi das Gleiche tun würde, wenn sie noch mal die Gelegenheit dazu hätte. In Wirklichkeit sollten wir alle folgende zwei Fragen stellen: Die erste geht an die KPC, ob sie Falun Gong noch weiterhin verfolgen wird. Die zweite geht an alle Medien und westlichen Regierungen, ob sie angesichts dieser Verbrechen der Organentnahme an lebenden Menschen noch weiterhin nur zusehen und nichts unternehmen wollen.“

Über zehn wichtige chinesische und westliche Medien nahmen an der Pressekonferenz teil.

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