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Schweden: Praktizierende protestieren am 25. April beim chinesischen Konsulat in Göteborg

Am 25. April 2006 hielten Falun Gong Praktizierende aus Göteborg und den umliegenden Gegenden einen friedlichen Protest beim chinesischen Konsulat ab. Ein Protest wurde am Morgen während der Öffnungszeiten des Konsulats veranstaltet und ein weiterer am Nachmittag. Der 25. April ist ein spezielles Datum für diese Veranstaltung, weil es der siebte Jahrestag der friedlichen Versammlung von 10.000 Falun Gong Praktizierenden in Peking am 25. April 1999 ist.

Der Hintergrund dieses Appells datiert sich zurück auf 1992, als Li Hongzhi, ein Qigong Meister aus Nordost China begann, Falun Gong öffentlich zu lehren. Eine kleine Gruppe Politiker in China begann sich gegen Falun Gong zu stellen, als die Praxis immer populärer wurde und schnell wuchs. Die Attacken begannen 1996, und Falun Gong Bücher wurden verboten. Die chinesischen Behörden schätzten, dass es 70 bis 100 Millionen Falun Gong Praktizierende in China gab.

Eine nationale Untersuchung über Falun Gong kam zu dem Schluss, dass die Praxis keine Bedrohung darstellt und dass sie im Gegenteil für die chinesische Gesellschaft vorteilhaft ist. Jedoch eskalierten einige Mitarbeiter des Büros für Öffentliche Sicherheit die Situation und belästigten die Mitglieder der Gruppe, indem sie Gruppenübungen verboten, Häuser durchsuchten und Eigentum beschlagnahmten. 18 mal berichteten Praktizierende zwischen 1998 und 1999 in der Form von Appellen diese Unrechtmäßigkeiten an die Regierung.

Nachdem ein Magazin in der Stadt Tianjin Falun Gong attackierte, wurden ungefähr 40 Praktizierende von der Polizei gewaltsam verhaftet und inhaftiert, als sie ihre Besorgnis friedlich zum Ausdruck brachten. Beamte der Stadt Tianjin schlugen den Praktizierenden vor, nach Peking zu gehen. Indem sie ihr verfassungsmäßig garantiertes Recht sich zu versammeln und zu appellieren ausübten, versammelten sich 10.000 Falun Gong Praktizierende außerhalb des Pekinger Petitionsbüros, welches nahe dem Regierungssitz Zhongnanhai liegt. Die Versammlung war friedlich, ruhig und störte den Verkehr nicht. Die Praktizierenden forderten, die verhafteten Praktizierenden freizulassen, das Veröffentlichungsverbot für die Falun Gong Bücher aufzuheben und die Belästigungen durch die Polizei einstellen zu lassen. Die Praxis sollte wieder ihren guten Namen zurückerhalten. Der ehemalige Premierminister Zhu Rongji traf sich mit den Praktizierenden, die Verhafteten in Tianjin wurden wieder freigelassen und alle gingen friedlich nach Hause. Bevor die Praktizierenden gingen, hoben sie den Abfall auf dem Platz auf, an dem der Appell stattgefunden hatte, und hinterließen einen sauberen Platz.

Trotz der Intervention von Zhu Rongji nahmen die Ereignisse eine schlechte Wendung. Die 10 kommunistischen Parteiführer stellten sich offiziell gegen Falun Gong. Im Juli 1999 verbot Jiang Zemin die Praxis und begann eine gewalttätige Kampagne, um Falun Gong innerhalb von drei Monaten "auszulöschen". Seitdem führt die Regierung eine groß angelegte Propagandakampagne gegen Falun Gong mit Inhaftierungen, Folter und sogar Mord an Praktizierenden durch.

Die Verfolgung ist immer schlimmer geworden. Sieben Jahre später, am 25. April 2006, gab es 2.862 bestätigte Todesfälle. Jedoch liegt die inoffizielle Anzahl viel höher und ist uns wegen Chinas Informationsblockade nicht bekannt.

Der Protest vor dem chinesischen Konsulat in Göteborg wurde ebenfalls abgehalten, um die Öffentlichkeit über die Konzentrationslager zu informieren, die in China aufgedeckt wurden. Es wurde sowohl von Zeugen als auch von Journalisten bestätigt, dass Organe von lebenden Falun Gong Praktizierenden entnommen und gewinnbringend verkauft werden. Die Körper werden anschließend eingeäschert. Ein Flyer, den die schwedischen Praktizierenden extra zu dieser Gelegenheit gemacht hatten, brachte eine Seite über den siebten Jahrestag des Zhongnanhai-Ereignisses und eine weitere Seite über die Konzentrationslager. Darin wurde über einen chinesischen Journalisten, der den Ort eines geheimen Konzentrationslagers in China aufdeckte, berichtet. Er sagte, dass Falun Gong Praktizierende wegen ihrer Organe getötet werden, welche dann an medizinische Einrichtungen geschickt werden. Heutzutage ist das Organgeschäft in China sehr profitabel. Der Flyer berichetete ebenfalls von einem Militärarzt aus Shenyang, der sagte, dass es mindestens 36 Konzentrationslager dieser Art in verschiedenen Teilen Chinas gibt.

Ein spezieller Flyer wurde für den Protest gemacht

Während des Protestes war das Wetter gut. Viele Flyer wurden verteilt und Unterschriften gesammelt, die für eine Untersuchung von Chinas Zwangsarbeitslagern appellierten. Ein Passant erwähnte, dass er es eigenartig finde, dass Regierungen und die UNO diese Dinge geschehen lassen. Die Praktizierenden protestierten auch beim chinesischen Konsulat dagegen, dass diese Verfolgung bereits sieben Jahre andauert. Sie muss sofort beendet werden. Diejenigen, die für die unmenschlichen Verbrechen verantwortlich sind, müssen vor Gericht gestellt werden.

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