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Tschechische Republik: Ehemaliger politischer Häftling Zhao Ming und Menschenrechtsverteidiger David Kilgour in Prag

Zwei bedeutsame Gäste waren Anfang Mai in eine Prager Bibliothek gekommen. Einer der beiden hatte am eigenen Leib das chinesische Arbeitslagersystem erlebt, in dem politische Häftlinge gefangen gehalten werden. Der andere stellte der tschechischen Bevölkerung seinen überarbeiteten Bericht zu den Anschuldigungen des Organraubs an lebenden Falun Gong Praktizierenden in China vor.

Zhao Ming, ehemaliger Student des Trinity College in Irland, kam nach Prag, um über seine Erfahrungen in einem chinesischen Gefängnis zu sprechen, wo er 22 Monate verbrachte. Anfang 2000 war er von Agenten der Kommunistischen Partei Chinas entführt worden, nachdem er offen Falun Gong in China verteidigt hatte. In seiner Rede in der Bibliothek beschrieb Zhao Ming die schrecklichen Bedingungen, unter denen er gezwungen wurde, mit seinen Mithäftlingen zusammenzuleben. Zu den bei ihm angewandten Techniken der Folter zählten langes erzwungenes Hocken, Schlafentzug und auch Schocks mit elektrischen Schlagstöcken. Dank der Bemühungen seiner Kommilitonen in Irland, dem irischen Zweig von Amnesty International, irischen Politikern und ihrem Druck auf die chinesische Regierung wurde Zhao Ming schließlich freigelassen und berichtete seine Geschichte den Menschen in vielen Ländern überall auf der Welt.

David Kilgour bezog sich während seiner Rede auf seine eigene Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden in China, die er in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen David Matas durchgeführt hatte. Beide Autoren bestätigen in ihrem Untersuchungsbericht, dass sich das chinesische Regime nicht mal schäme, die übelsten Verbrechen gegen die Menschheit wie Organraub – oftmals ohne Betäubungsmittel – an lebenden Menschen zu begehen. Das Publikum war schockiert, als David Kilgour die Telefonanrufe bei chinesischen Ärzten zitierte, die direkt zugaben, dass sie „frische“ Nieren von jungen und gesunden Falun Gong Praktizierenden besorgen könnten.

Nachdem die Vorträge gehalten worden waren, konnten Fragen gestellt werden. Im Anschluss verließen die Leute sichtlich bewegt die Veranstaltung und kehrten in ihr alltägliches Leben zurück, allerdings hatten sie an diesem Nachmittag Informationen erhalten, die sie zum weiteren Nachdenken veranlassen.

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