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Griechenland: Ansprache in Athen beim Start der Menschenrechtsfackel

Die folgende Ansprache wurde von Dr. Charles Graves, Generalsekretär von Interface International am 09. August 2007 beim Start der Fackel für die Menschenrechte in Athen gehalten. Mehr Informationen über die Fackel erhalten Sie unter: http://www.clearharmony.net/articles/200708/40724.html.

Meine Damen und Herren,

die Führung der Volksrepublik China hat keine offizielle Stellungnahme darüber abgegeben, dass sie Falun Gong in China zulässt. Deshalb setzen wir unsere Arbeit fort zu sagen, dass moderne, aufgeklärte Staaten nicht die Fackel der Olympischen Spiele hochhalten können und gleichzeitig den religiösen Glauben unterdrücken.

Offensichtlich war es die höchste politische Führung in der Volksrepublik China, die sich um die Olympischen Spiele im Jahre 2008 beworben hat und diese erhielt. Und es ist auch die höchste politische Führung in der Volksrepublik, die die Verfolgung und Unterdrückung der Falun Gong-Bewegung vorantreibt.

Die heutige Zeremonie soll die Widersprüchlichkeit in der Politik der Volksrepublik aufzeigen. Wie kann eine Regierung die hohen Ideale der Olympischen Spiele unterstützen und gleichzeitig eine aufrichtige religiöse Bewegung innerhalb ihrer Landesgrenzen verunglimpfen und versuchen, sie auszulöschen. Dies ist die Normabweichung einer chinesischen Politik.

Charles Graves

Jedes Land weist in größerem oder kleinerem Umfang eine solche Normabweichung auf. Was ein Land als seine Ideale proklamiert und was dann politisch umgesetzt wird, stimmt oftmals nicht überein. Auf der anderen Seite versuchen aber viele Länder unter dem Druck politischen Einflüsse von außen, ihre Politik zu ändern, um sich den internationalen Idealen anzupassen.

In der Frage der Aufrechterhaltung der Olympischen Ideale während zur gleichen Zeit die Verfolgung von Falun Gong stattfindet, sind wir heute symbolisch hier in Athen und versuchen der politischen Führung Chinas zu zeigen, dass sie ihre Politik ändern und Falun Gong in ihrem Lande religiöse Toleranz gewähren sollte. Religiöse Toleranz ist eines der Hauptprinzipien der Vereinten Nationen.

China besitzt keine speziellen “Rechte” zur Diskriminierung irgendeiner seiner religiösen Minderheiten. Jedes Land, das den Prinzipien der Vereinten Nationen zugestimmt hat, muss jede Mühe auf sich nehmen, um ein politisches System zu fördern, welches die Menschenrechte, die es anerkannt hat, schützt. Viele politische Führer, die China besucht haben, haben die politische Führung der Volksrepublik gebeten, die Menschenrechte zu respektieren. Darunter ist auch die Forderung, dass China die religiösen Vorstellungen des Falun Gong Glaubens respektiert. In der Tang Dynastie gab es einen solchen Respekt. Im Ausland entstandene Religionen wie der Buddhismus und das Christentum wurden in Xian (Hsi-an) toleriert.

Falun Gong mag den chinesischen Machthabern als „im Ausland entstanden“ erscheinen, doch liegen seine Wurzeln in China und es hat sich auch zuerst dort verbreitet. Tatsächlich hat die Beliebtheit der politischen Führung Angst gemacht und sie unterdrückten Falun Gong. Aber eine derartige Angst ist nicht die beste Unterstützung für langfristige politische Entscheidungen. Die Tang Kaiser zeigten keine solche Furcht. Eine reife politische Führerschaft Chinas sollte solchen Ängsten nicht erlauben, ihre Position als eine der gegenwärtigen Weltführer aufs Spiel zu setzen. Die chinesische Regierung sollte ihre Furcht überwinden und der Falun Gong Bewegung Toleranz entgegenbringen und die Rechte von Falun Gong schützen.

Charles Graves. Dr. Theol.
Generalsekretär
Interfaith International
09. August 2007

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