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Großbritannien: Eröffnung der Kunstausstellung „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht“ in Cambridge

Die internationale Kunstausstellung „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht“ wurde am 14. August in Cambridge mit einer Feier eröffnet. Die Bürgermeisterin von Cambridge, Frau Jenny Bailey, hielt die Eröffnungsrede, bei der sie die Tugenden „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ lobte und der Ausstellung einen großen Erfolg wünschte.

Viele Vertreterinnen und Vertreter der Öffentlichkeit, darunter auch der Parlamentsabgeordnete David Howarth, nahmen an der Eröffnungsfeier teil, um ihrer Unterstützung Ausdruck zu verleihen. Die 24 Kunstwerke der Ausstellung werden zwei Wochen lang im Wesley House, einem an der Universität von Cambridge angesiedelten College, zu sehen sein.

James Stirmey, Finanzverwalter des Wesley House sagte: „Wir freuen uns die Kunstausstellung ‚Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht’ im Wesley House willkommen heißen zu dürfen. Die Kunstausstellung zeigt, was in China wirklich geschieht und das ist eine Erfahrung, die anderen mitgeteilt werden soll. Ich hoffe sehr, dass diese Ausstellung den Menschen in Cambridge die Augen öffnen wird.“

Die Bilder wurden von Künstlerinnen und Künstlern auf der ganzen Welt gemalt, die selbst Falun Gong üben. Viele von den Bildern in der Ausstellung zeigen die äußerst brutale Verfolgung, die Praktizierende in Chinas Arbeitslagern erleiden.

Bürgermeisterin von Cambridge, Jenny Bailey, und die Falun Gong-Praktizierende, Annie Yang

Ein Opfer der Verfolgung, Annie Yang, schilderte ihre Erfahrungen. Sie beschrieb die Leiden, die sie erst vor kurzem in Chinas Arbeitslagern ertrug. Sie berichtete: „Ohne rechtliches Verfahren wurde ich für das Praktizieren von Falun Gong in China verhaftet. In Haft bekam ich nicht genug zu essen und durfte mich nicht waschen. Ich musste mir Gehirnwäschevideos anschauen, die Falun Gong verleumdeten und jeden Tag mehr als 20 Stunden auf einem kleinen rauen Stuhl sitzen. Dabei durfte ich mich ohne Erlaubnis weder bewegen noch meine Augen schließen. Ich befand mich eineinhalb Jahre im Arbeitslager in Gefangenschaft. Als ich entlassen wurde, waren meine Beine so stark geschwollen und ich hatte solche Schmerzen, dass ich nicht mehr gehen konnte. Bis heute habe ich Schwierigkeiten beim Gehen.“

„Während der Gefangenschaft gab ich der Folter nach und widerrief meinen Glauben an Falun Gong. Mehrmals suchten die chinesischen Beamten mich auf und versuchten mich dazu zu bringen für sie als Spionin zu arbeiten, um die Falun Gong-Gruppe in London auszuspionieren. Doch ich wollte nicht.“

„Ich vermisse meine Freunde in China, die Falun Gong-Praktizierende sind, sehr. Ich weiß von dem Druck der Verfolgung den sie erleiden und ich hoffe, dass alle guten Menschen auf der Welt dabei helfen können die Verfolgung zu beenden.“

Auch die junge Falun Gong-Praktizierende Yue Huang berichtete von ihren Erfahrungen in China. Sie sagte: „Im Juli 2000 wurden meine Mutter und meine Großmutter von der Polizei verhaftet, weil sie 20 Minuten lang im Park meditierten. Ohne Durchsuchungsbefehl brach die Polizei in mein Haus ein und durchsuchte es. Nur mein Großvater, meine Cousine und ich waren Zuhause. Meine Cousine und ich waren damals zehn Jahre alt. Ich war entsetzt über ihre Vorgehensweise. Doch meine Cousine war sehr mutig und sagte, dass sowohl meine Mutter als auch unsere Großmutter gute Menschen wären und dass es die Polizeibeamten wären, die schlecht sind. Ein Polizeibeamter war von ihrem Kommentar verärgert und schwang seine Faust herum und drohte meiner Cousine mit Schlägen. Meine Mutter wurde 15 Tage lang festgehalten und meine Großmutter kam erst drei Monate später wieder in Freiheit.“

“Im Dezember desselben Jahres beschlossen meine Mutter, mein Onkel und meine Tante friedlich in Peking zu appellieren. Sie wollten den Beamten sagen, dass Falun Gong-Praktizierende gute Menschen sind, die nichts Falsches getan haben. Und wieder wurden alle drei von der Polizei abgeführt. Meine Tante wurde von ihrem Bruder auf Kaution herausgeholt, doch sie durfte uns nicht sehen. Meine Großmutter musste allein auf meine Cousine und mich aufpassen, während sie sich sehr über das Schicksal ihrer eigenen Kinder Sorgen machte. Im Dezember war es eisig kalt. Doch als meine Mutter aus dem Haus ging, um in Peking zu appellieren, trug sie keine warme Kleidung. Mein Großvater versuchte mehrmals Essen und warme Kleidung laut den Gefängnisregelungen zu schicken. Doch das Gefängnis wollte einfach nichts an meine Mutter weiterreichen. Andere Gefangene durften Sachen von ihren Verwandten erhalten. Nur Falun Gong-Praktizierende durften keine Sachen von ihren Verwandten entgegennehmen. Als meine Mutter später freigelassen wurde, erzählte sie mir, dass ihr ganzes Geld und Außenbekleidung von der Polizei gestohlen wurde.

„Zwar wussten wir nun, wo meine Tante und Mutter sich befanden, doch wo mein Onkel war, wussten wir immer noch nicht. Wir waren uns nicht mehr sicher ob er noch am Leben war oder nicht. Meine Großeltern baten Freunde und Verwandte um ihre Unterstützung ihn ausfindig zu machen. In der Regel treffen sich am Neujahrstag Familien und Freunde und führen fröhliche Gespräche am Esstisch. Doch in unserem Haus war nichts außer Leere. Meine Cousine und ich nahmen die Hand unserer Großmutter. Ich weinte nach meiner Mutter und sie wollte zu ihrem Vater. Meiner Großmutter zerbrach es das Herz, doch sie versuchte tapfer ihre Tränen zurückzuhalten. Als mein Onkel schließlich von seinem Chef für eine große Summe Geld auf Kaution herausgeholt wurde, waren seine einst schwarzen Haare weiß und er war mit blauen Flecken übersät.“

„Im November 2002, als die kommunistische Partei gerade den 16. Volkskongress eröffnete, wurde meine Mutter von ihrer Arbeit entführt und für über einen Monat im Gefängnis gefangen gehalten, weil die KPCh sich davor fürchtete, dass sie zum Appellieren nach Peking gehen würde. Zu der Zeit war ich 12 Jahre alt und ging auf ein Internat. Als ich davon hörte, war ich total fertig. Ich machte mir Sorgen um meine Mutter, da ich wusste, dass viele Falun Gong-Praktizierende zu Tode gefoltert werden. Einer von ihnen war auch ein älterer Ingenieur, ein Freund meiner Mutter. Darüber hinaus musste ich den Kummer für mich behalten, weil ich Angst hatte, sobald ich den anderen erzählte, dass meine Mutter wegen Falun Gong ins Gefängnis kam, die anderen mich anders behandeln würden. Also musste ich tagsüber so tun, als ob alles normal wäre, während ich jede Nacht im Internat weinte. Ich versteckte mich unter der Bettedecke, um zu weinen, so dass meine Freunde es nicht hören konnten. Schließlich konnte ich es nicht mehr aushalten und vertraute mich einer meiner besten Freundinnen an. Sie umarmte mich und sagte: „Mach dir keine Sorgen, ich weiß, dass alle Falun Gong-Praktizierenden gute Menschen sind.“

“Der Grund warum ich dies hier vortrage ist nicht, weil ich für meine Mutter und für mich Mitleid erregen möchte, sondern weil ich das Gefühl habe, dass ich mehr Menschen wissen lassen sollte, was passiert ist, und was jetzt zurzeit in China geschieht. Und wenn wir jetzt nicht handeln, wird es weitergehen. Bitte lassen sie mehr Menschen über die Verfolgung von Falun Gong in China wissen.“

Tom Sharon, Bürger von Cambridge und Dichter sagte: „Wir erwarten, dass Intellektuelle die Gesellschaft warnen, wenn solche Sachen wie der Holocaust geschehen, so dass solch ein Grauen nie wieder geschehen wird. Das Verwunderliche ist, dass es jetzt geschieht und so wenige ihm Beachtung schenken. Diese Ausstellung ist außergewöhnlich. Ich habe noch nie so etwas gesehen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Glück. Ich bin mir sicher, dass am Ende die Wahrheit herauskommt.“

Bürger von Cambridge besuchen die Ausstellung

Ein anderer Bewohner von Cambridge, Paul Hoppitt, sagte: „Ich bin entsetzt über die Verbrechen, die ich aus China höre. Man selber fühlt sich ohnmächtig gegenüber solch einer Übermacht wie China. Was kann man tun? Wir alle können ein bisschen dazu beitragen, indem wir die Aufmerksamkeit der Menschen erregen, Politikerinnen und Politiker kontaktieren und ihnen vielleicht erzählen:"Nein, wir wollen keine Geschäfte machen mit Regierungen, die an ihren eigenen Staatsbürgerinnen und –bürgern Verbrechen begehen. Was würden sie erst anderen Menschen antun, wenn sie so ihre eigenen Bürgerinnen und Bürgern behandeln. Wir müssen China für ihre Verbrechen verantwortlich machen.“

Einer der Veranstalter der Ausstellung, Arezoo Miraftabi, beendete die Eröffnungsfeier mit folgenden Worten: „Jeder kann Falun Gong üben. Man muss nicht jung oder reich sein und es ist kostenfrei. Falun Gong-Praktizierende setzen sich selbst die Anforderung gute Menschen zu sein, zuerst an andere zu denken und den universellen Prinzipien der Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht zu folgen.

„Am 20. Juli 1999 verbot Jiang Zemin nicht nur Falun Gong, sondern er startete auch die brutale Verfolgung von Falun Gong, die bis heute andauert. Vielleicht haben Sie von dem Untersuchungsbericht von David Kilgour und David Matas gehört, die Beweise vorlegten, dass tausende von Falun Gong-Praktizierenden in den chinesischen Arbeitslagern für ihre Organe ermordet werden. Die Organe werden für Transplantationen verwendet und überwiegend an Ausländer verkauft.“

„Edward McMillan Scott, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, sagte, dass dies Völkermord sei. Wir müssen jede Gelegenheit ergreifen, um über die Situation der Falun Gong-Praktizierenden in China aufmerksam zu machen. Das jüngste Opfer, das in Haft starb, war gerade mal zehn Monate alt und die Älteste 82 Jahre. Unter den in Haft Gefolterten sind 51% Frauen. Der Terror in China beschränkt sich nicht nur ausschließlich auf bestimmte Falun Gong-Praktizierende, sondern zielt auf alle ab. Das sind insgesamt über 70 Millionen Bürgerinnen und Bürger.

„Falun Gong-Praktizierende in China haben nicht gegen Gesetze verstoßen oder das Land verraten. Ihr einziges 'Vergehen' ist, dass sie an ‚Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht’ glauben. Das ist eine ernsthafte Verletzung der Menschenrechte bei einer Verfolgung, die nun seit über acht Jahren andauert. Es ist eine Beleidigung unserer menschlichen Würde als zivilisierte Menschen.“

„Diese Ausstellung findet in der Hoffnung statt, dass alle Besucherinnen und Besucher den Mut der Praktizierenden des Falun Gong und ihren unerschütterlichen Geist sehen können. Es ist unsere Hoffnung Gerechtigkeit und Frieden nach China zurückzubringen.“

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