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[Erfahrungsaustausch von der Europäischen Fa-Konferenz 2022 in Polen] Meine Erfahrungen als neuer, tschechischer Moderator für Shen Yun

Sehr verehrter Meister, sehr verehrte Mitpraktizierende!

Ich heiße Leos und komme aus der Tschechischen Republik. 2010 begann ich zu praktizieren. Auf meinem Weg der Kultivierung erfuhr ich viele Wunder. Ich möchte die europäische Konferenz in Warschau als Gelegenheit nutzen, um mit euch meine Erfahrungen als neuer, tschechischer Moderator bei Shen Yun in Brünn und Prag zu teilen. 

Ich bin 34 Jahre alt und arbeite für eine Investmentfirma in Brünn. Mein Beruf beinhaltet sowohl analytische Bereiche als auch die Kundenbetreuung. Ich bin mit einer Praktizierenden verheiratet und habe zwei kleine Söhne. Wir leben in einem kleinen Haus in der Nähe eines Waldes. 

Wie alles begann

Vor ungefähr zwei Jahren fragte mich ein Praktizierender, ob ich Videos für die tschechische Epoch Times drehen könne. Ich erklärte mich dazu bereit und stellte einen Bericht über einen Teil der Ära des letzten US-Präsidenten zusammen. Er behandelte hauptsächlich die Unstimmigkeiten bei der Präsidentschaftswahl 2020 am Beispiel einiger Videos. Die Aufgabe war für mich sehr praktisch, da ich die Videos auf der Arbeit drehen konnte, bei der ich normalerweise einen Anzug trage. 

Mit der Zeit inspirierten mich amerikanische YouTuber wie Chris Chappel, sodass ich meinen eigenen YouTube-Kanal „Zwischen den Fronten“ eröffnete. Neben politischen Themen und dem Kapitalmarkt stellte ich auch einige Videos über die Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas in meinen Kanal. 

Im Herbst 2021 erhielt ich dann einen Anruf von einer Mitpraktizierenden. Sie war bisher als Moderatorin für die Shen Yun Shows in der Tschechei zuständig gewesen und fragte mich, ob ich ihren Job übernehmen könne. Die Arbeit eines Moderators besteht darin, auf der Bühne gemeinsam mit einem chinesischen Partner die Shen-Yun–Stücke anzukündigen und in sie einzuführen. Ich kenne meine Grenzen: Ich habe immer Lampenfieber, wenn ich vor vielen Menschen sprechen muss. So lehnte ich freundlich ab. Ich konnte mir nicht vorstellen, auf der Bühne zu stehen und vor einem vollen Theater zu sprechen. 

Einige Wochen später rief mich die Mitpraktizierende erneut an. Sie erklärte mir, ich sei die richtige Person für diesen Job. Obwohl ihre Stimme voller Barmherzigkeit war, lehnte ich erneut ab. Meine Frau war allerdings über meine Entscheidung sehr betrübt. Sie sagte mir, dass ich diese außergewöhnliche Gelegenheit hätte wahrnehmen sollen. 

Aber ich war mir meiner Entscheidung sicher, da ich dachte, ich könnte Shen Yun durch mein Lampenfieber schaden. Ich hatte kein Vertrauen in meine Fähigkeiten. Es dauerte eine Weile, bis mir in dieser Angelegenheit einiges klar wurde. Worte aus dem Zhuan Falun erschienen mir vor den Augen:

„Laotse hat gesagt: ,Dao ist ein Weg, dem man folgen kann, aber kein normaler Weg. Wenn es überall herumliegen würde, man es nur einmal aufzulesen bräuchte und man sich damit schon zur Vollendung kultivieren könnte, wäre es auch nicht mehr wertvoll.‘“

Bei meiner täglichen Arbeit erfülle ich auch meine Pflichten dem Chef gegenüber und führe meine Aufgaben aus. Ich realisierte, dass nicht ich über meine Rolle bei Shen Yun zu bestimmen hatte. Es ist der Meister, der die Entscheidungen trifft. Ich kann nicht Entschuldigungen dafür anführen, warum ich meine Aufgaben nicht übernehme. 

Der Meister sagt ebenfalls:

„Außerdem, wie kannst du dich noch kultivieren, wenn du gar keine Sorgen und Probleme mehr hast? Ganz gemütlich die Übungen praktizieren? Wo gibt es denn so etwas? Das denkst du aus der Sicht eines gewöhnlichen Menschen.“ (Zhuan Falun)

Nachdem ich dieses Problem in mir aufgelöst hatte, nahm ich die Aufgabe als Moderator an ohne eine Ahnung davon, was mich erwartete. Damals wusste ich auch nicht, wie ich mein Lampenfieber loswerden sollte, hatte aber den aufrichtigen Gedanken, dass alles gut werden und ich meinen Job gut erledigen würde. 

Vorbereitungen auf meinen neuen Job

Kurz nachdem ich meiner Aufgabe als Moderator zugestimmt hatte, erhielt ich eine Nachricht vom New Yorker Büro, dass ich so schnell wie möglich zum Training nach New York kommen solle. Es war Dezember – ein oder zwei Wochen vor Weihnachten. Da trat meine Anhaftung an Bequemlichkeit an die Oberfläche: Ich wollte meine Frau und meine Kinder während der Weihnachtsferien nicht verlassen.

Zu meiner Überraschung war meine Frau absolut damit einverstanden, dass ich in den Weihnachtsferien nicht da sein würde. Sie sagte, dass nichts wichtiger sei als meine Arbeit für Shen Yun. Sie unterstützte mich die ganze Zeit über sehr. Das Problem mit den Weihnachtsferien löste sich dann von selbst, als sich herausstellte, dass der beste Zeitpunkt für meine Reise Ende Januar war. 

Während der Weihnachtsferien lernte ich den Text, den ich – gemeinsam mit meinem chinesischen Partner – auf der Bühne sprechen sollte. Dies war eine absolut grundlegende Arbeit und ich wiederholte den Text bei jeder möglichen Gelegenheit. Ich nahm mich sogar selbst auf, sodass ich den Text auch während der Fahrt zur Arbeit auf dem Fahrrad hören konnte. Diese Anstrengung zahlte sich später aus.     

Ende Januar verbrachte ich eine Woche in New York und bedankte mich bei meiner Vorgängerin für ihre Ratschläge und ihr Vertrauen. Im Frühling 2022 besuchte ich einige Rhetorikkurse, die zwar nicht schlecht, aber in keinster Weise so hilfreich waren wie das, was ich in New York gelernt hatte. Die Zeit verging wie im Flug und plötzlich war es Mai – der Monat, in dem Shen Yun in mein Land kam. Ich schaute nach vorne, egal, was passieren würde.

Die Ankunft von Shen Yun

Am 13. Mai, an diesem speziellen Tag, kam Shen Yun in Brünn an. Die Nacht zuvor konnte ich nicht gut schlafen. Morgens erwachte ich mit schrecklichen Kopfschmerzen auf und fühlte mich körperlich sehr schwach. 

Meine große Angst zeigte sich. Ich hatte furchtbare Angst, mit Krankheitskarma wie Zahnschmerzen oder Grippe konfrontiert zu werden, das meinen Auftritt auf der Bühne negativ hätte beeinflussen können. 

Der Meister lehrt uns:

„Wenn du immer glaubst, dass du krank bist, kann dich das vielleicht krank machen, weil deine Xinxing bereits auf die Ebene eines gewöhnlichen Menschen gefallen ist. Und ein gewöhnlicher Mensch wird natürlich krank.“ (Zhuan Falun)

Ich schaute mir das Bild vom Meister an der Wand an und dachte an die ehemalige Moderatorin, die an mich glaubte, an den Shen-Yun-Koordinator und an alle anderen Praktizierenden – und begann zu weinen. Ich wollte sie nicht im Stich lassen, aber ich war kurz davor zusammenzubrechen. 

An diesem Abend kam Shen Yun in Brünn an und ich hatte keine andere Wahl, als mich zusammenzureißen. Ich praktizierte die Übungen und hörte mir die Lektionen an. Danach fühlte ich mich etwas besser, fragte mich aber: „Wie kann ich in diesem Zustand morgen auf die Bühne gehen?“

Es war der 13. Mai und die tschechischen Praktizierenden feierten diesen Tag mit einer großen Torte für die Shen-Yun-Mitglieder. Am nächsten Tag war meine erste Shen Yun Show als Moderator. An diesem Abend ging ich mit dem Gedanken zu Bett: „Die alten Mächte mögen mich testen, aber sie werden nicht gewinnen. Sie werden nicht gewinnen. Ich werde morgen auf die Bühne gehen und ich werde meine Aufgabe großartig erledigen.“

Am nächsten Morgen praktizierte ich zweimal die ersten vier Übungen. Danach ging ich zur Probe ins Theater und praktizierte die Übungen dort erneut. Meine Gedanken waren so ruhig wie nie zuvor und ich hatte keine Angst, auf die Bühne zu gehen. Mir ging es absolut gut. Ich dankte dem Meister aus tiefstem Herzen. 

Das Publikum war ganz begeistert und die Show war ein großer Erfolg. Bei der zweiten Show am Sonntag war es ebenso – nur, dass ich noch ruhiger als am Tag zuvor war. 

Die Auftritte in Prag fanden zwei Wochen später statt. Ich wiederholte die Texte und arbeitete noch an meiner Körpersprache. Nach meinen Erfahrungen aus den ersten beiden Shows wollte ich nun absolut professionell sein. 

Beide Städte waren ausverkauft – wir mussten sogar Zusatzplätze schaffen. Danke an das Dafa und den Meister. Ich hatte nicht nur mein Krankheitskarma innerhalb eines Tages überwunden, sondern wurde auch ein professioneller Moderator. So wurde ich direkter Zeuge der immensen Kraft des Dafa. 

Ich möchte die Praktizierenden ermutigen, die vielleicht ähnliche Entscheidungen treffen müssen. Mit einem starken Glauben an Dafa gibt es nichts, was wir nicht schaffen können. 

Meinen Erfahrungsbericht möchte ich mit den Worten des Meisters aus dem Jingwen an die tschechisch-slowakische Fa-Konferenz beenden:

„Jeder Dafa-Jünger muss unter allen Umständen das Fa unentwegt gut lernen. Nur so könnt ihr eure historische Mission gut erfüllen und dem Meister bei der Errettung aller Lebewesen helfen. Ganz gleich, in welchem Volk ihr geboren seid, ihr seid die Hoffnung für die dortigen Menschen. Tut das gut, was ihr tun sollt.“

Danke, Meister. Danke, Mitpraktizierende. 

Der Bericht wurde auf der Europäischen Fa-Konferenz 2022 in Warschau, Polen, vorgetragen.

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