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Bilanz März 2022: Insgesamt 74 Falun-Dafa-Praktizierende zu Gefängnis bis zu neun Jahren verurteilt

Im Monat März 2022 wurden 74 Fälle gemeldet, in denen Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt wurden. Hiervon betreffen 44 das laufende Jahr: ein Fall wurde für Januar gemeldet, 13 für Februar und 30 im März.

Die übrigen 30 Fälle beziehen sich auf Verhaftungen aus den Vorjahren: ein Fall wurde für 2013 gemeldet, zwei für das Jahr 2014, jeweils ein Fall für 2016, 2017 und 2018 sowie 24 Fälle für 2021.

Seit 1999 wird Falun Dafa in China vom chinesischen kommunistischen Regime verfolgt. Seitdem wurden unzählige Praktizierende festgenommen, inhaftiert, verurteilt und gefoltert, weil sie für ihren Glauben antraten. Wegen der strengen Zensur erreichen nicht alle Meldungen zeitnahe Minghui.org; es sind auch nicht immer alle Informationen unproblematisch verfügbar.

Die im März registrierten verurteilten Praktizierenden kamen aus 20 Provinzen und Gemeinden, wobei die Provinz Shandong mit elf Verurteilungen die Liste anführt, gefolgt von Liaoning und Peking (jeweils acht), Hebei (sieben), sowie Shaanxi und Guangdong mit jeweils sechs. Aus den übrigen 14 Regionen wurden ein bis fünf Fälle gemeldet.

Die Haftstrafen der Praktizierenden lagen zwischen sieben Monaten und neun Jahren, was durchschnittlich 3,22 Jahre ergibt. 32 Praktizierende wurden zu Geldstrafen von insgesamt 312.000 Yuan (rund 44.900 Euro) verurteilt. Das sind durchschnittlich rund 1.400 Euro pro Person.

24 der verurteilten Praktizierenden waren 60 Jahre oder älter. Der älteste war ein 76-Jähriger, er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Die verurteilten Praktizierenden kamen aus unterschiedlichen Berufsgruppen; unter ihnen eine Ärztin, eine Lehrerin sowie eine Krankenschwester, ein Taxifahrer und ein Anästhesist.

Es folgt ein Einblick in die Fälle der verurteilten Praktizierende. Eine vollständige Liste steht hier zum Download bereit.

Familientragödie

Junge Frau nach Tod ihrer Eltern zu sieben Jahren Haft verurteilt

Die 30-jährige Sun Yujiao hatte beide Eltern durch die Verfolgung von Falun Dafa verloren. Vor kurzem wurde sie selbst wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt.

Sun Yujiao

Sun aus dem Kreis Mengyin in der Provinz Shandong wurde am 10. Juni 2021 zu Hause verhaftet. Die Polizei brach in die Wohnung ein und durchsuchte die Zimmer. Dabei beschlagnahmten die Beamten die Falun-Dafa-Bücher von Sun und ihrem Vater, Falun-Dafa-Informationsmaterialien, einen Computer und einen Drucker. Sun wurde zunächst auf der Polizeiwache verhört und dann in das Untersuchungsgefängnis Linyi gebracht.

Acht Tage später wurde ihr Vater, Sun Pinjin, am frühen Abend auf Arbeit verhaftet. Am nächsten Tag erfuhr seine Familie plötzlich, dass er gestorben war.

Als Suns Familie seinen Leichnam im Bestattungsinstitut des Landkreises Mengyin sah, stellte sie fest, dass er Hirnflüssigkeit verlor, ihm ein Augapfel fehlte und dass sein Unterleib und die Hälfte seines Kopfes eingesunken waren. Die Polizei weigerte sich, der Familie zu erlauben, eine Autopsie anzuordnen. Die Behörden zwangen die Familie, seinen Leichnam am 26. Juni einzuäschern, sodass die wahre Ursache seines Todes für immer ungeklärt bleiben wird.

Sun starb sechs Jahre nach dem Tod seiner 47-jährigen Frau Yu Zaihua, die am 19. August 2015 ebenfalls im Rahmen der Verfolgung gestorben war.

Jetzt, neun Monate nach dem tragischen Tod ihres Vaters, wurde Sun Yujiao zu sieben Jahren Haft verurteilt und in das Frauengefängnis der Provinz Shandong gebracht.

Vater und Sohn wegen ihres Glaubens im Abstand von zwei Jahren zu Gefängnis verurteilt

Ein Vater und sein Sohn wurden in der Stadt Meizhou, Provinz Guangdong im Abstand von zwei Jahren wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu fünf beziehungsweise acht Jahren Haft verurteilt.

Polizisten stürmten am 21. Juni 2018 die Wohnung der Familie Zeng und verhafteten Zeng Haiping, seine Frau Zheng Guifen und ihre Schwiegertochter Zhu Surong. Während die Frauen Zheng und Zhu noch am selben Tag freikamen, wurde Zeng in Haft gehalten und am 22. März 2019 zu fünf Jahren Haft im Gefängnis Sihui verurteilt.

Zengs Sohn konnte im Juni 2018 einer Verhaftung entkommen. Doch versuchten Polizisten, ihn zu täuschen, damit er sich stellt. Er weigerte sich und lebte die nächsten drei Jahre auf der Flucht, bevor er am 26. Januar 2021 verhaftet wurde. Er war von Polizisten beim Aufhängen von Falun-Dafa-Plakaten entdeckt und dann festgenommen worden.

Der jüngere Zeng wurde am 5. November 2021 vom Bezirksgericht Mei nach zwei Anhörungen am 20. Juli und 23. September zu acht Jahren Haft und einer Geldstrafe von 80.000 Yuan (ca. 11.360 Euro) verurteilt. Am 14. Februar 2022 kam er in das Gefängnis Beijiang.

Frühere Berichte:

Bilanz bis Februar 2022: Insgesamt 33 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt

Bilanz für den Januar 2022: Insgesamt 132 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt

Jahresbericht 2021: Insgesamt 1.187 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt

Vollständiger Bericht

Chinesische Version

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